Im Vergleich: Yamaha YZF 750 Superbike gegen Yamaha YZF-R1

Nur einen Tag vor den MOTORRAD-Testfahrten rang die deutsche Superbike-Elite auf dem kleinen Kurs von Hockenheim um Sieg und Ehre. Beste Voraussetzungen also für Meister Lindholm, die YZF R1 unter fast identischen Bedingungen um den Kurs zu prügeln. Die Eckdaten im Vergleich: Im Leergewicht bringt die 148 PS starke R1 rund 188 kg auf die Waage (Leistungsgewicht mit 80 kg-Fahrer 1,81 kg pro PS), 18 Kilogramm mehr, als das von 165 PS befeuerte Superbike (1,51 kg pro PS). Optimal übersetzt, nutzt Lindholm die sechs Gangstufen der Rennmaschine konsequent aus, während beim R1-Getriebe Position fünf und sechs arbeitslos bleiben. Daß die tatsächlichen Fahrleistungen und Rundenzeiten dennnoch auseinander klaffen, hat seine Gründe. Zum einen rollt die Rennmaschine auf klebrigen Slicks daher, während die R1 mit profilierten Supersport-Reifen besohlt ist. Zum anderen verfügt die Lindholm YZF 750 über eine individuelle Fahrwerksabstimmung und eine maßgeschneiderter Sitzposition. Daß Lindholm beim Anbremsen mit der YZF R1 trotz allem bessere Verzögerungswerte erreicht, hängt unmittelbar mit dem auf Handlichkeit getrimmten, weit nach vorn verlagerten Schwerpunkt der Rennmaschine zusammen. Auch beim Beschleunigen läßt sich die R 1 auf den ersten Metern nicht abschütteln und gibt erst klein bei, wenn sich ab Tempo 160 km/h der Fahrtwind in der zerklüfteten Verkleidung verheddert und die YZF 750 ihre aerodynamischen Vorteile und ihren Leistungsüberschuß ausspielt.

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