Kreisbahn

Immer nur im Kreis herum? Was bringt das? Nun, dem Tester Schwindelgefühle – und jede Menge Erkenntisse. Denn in der Kreisbahn (Durchmesser 46 Meter) testet MOTORRAD eine Vielzahl von Kriterien. Dazu zählen der Grip der Erstbereifung und Aufstellneigung beim Bremsen in Schräglage, die sich nur hier vergleichbar und relativ gefahrlos testen lassen. Quasi als zusätzliche Hürde wirken zwei Bodenwellen, die hohe Anforderungen an die Stabilität der Fahrwerke und die Eigendämpfung der Reifen in großer Schräglage stellen. Auch in der Kreisbahn gilt: Die gefahrene Höchstgeschwindigkeit wird zwar dokumentiert (siehe Kasten), in die Wertung fließen aber ausschließlich die subjektiven Eindrücke der Tester ein, gesammelt auch auf der mehrere hundert Kilometer umfassenden Testroute, auf der auch die Schräglagenfreiheit überprüft wird.Kawasaki ZX-12 R: Respekt, das stärkste Serienmotorrad der Welt verfügt über eine gute Stabilität auf welliger Bahn, die Fußrasten setzten selbst im Soziusbetrieb erst in extremer Schräglage auf. Kaum Aufstellneigung beim Bremsen in Schräglage. Honda CBR 1100 XX: Super Vorstellung, die hervorragend ausbalancierte XX fährt sehr stabil und gibt ihrem Fahrer viel Rückmeldung, ihr straffes Fahrwerk tendiert eindeutig in Richtung Supersport. Die langen Nippel an den Rasten schränken die Schräglagenfreiheit etwas ein – lassen sich aber im Bedarfsfall leicht entfernen. Gute Wahl der Erstbereifung: Dunlop D 205 in Sonderspezifikation. Kaum Aufstellneigung, gute Eigendämpfung und genügend Gripreserven. Suzuki GSX 1400: Ebenfalls viel Grip und Eigendämpfung dank Bridgestone BT 020, Rasten, Seiten- und Hauptständer setzten in Linkskurven zum Teil hart auf. Gute Kurvenstabität, Lastwechselreaktionen stören jedoch. Suzuki GSX-R 1000: Standesgemäß schnell, sehr stabil und neutral, selbst mit griffiger Erstbereifung Bridgestone BT 010 lässt sich die Schräglagenfreiheit nicht ausloten, keine aufsetzenden Teile. Yamaha FZS 1000 Fazer: Gute Stabilität, auch bei Lastwechseln und Wellen, allerdings setzen Rasten, Ständer und Auspuff in maximaler Schräglage auf. Yamaha FJR 1300: Gute Kurvenstabilität auf Wellen, setzt gutmütig mit Rasten und Seitenständer auf, dennoch sind erstaunlich hohe Kurvengeschwindigkeiten möglich.

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