KTM 990 Adventure

Wo die Varadero kapituliert, fängt die KTM erst richtig an. Keine andere der vier Maschinen verträgt, ja verlangt Offroad-Einsätze so wie sie. Selbst auf Asphalt fährt sie sehr sportlich. Im Gegenzug fällt sie in Alltagstauglichkeit und Komfort etwas ab. Hoch, schlank, radikal. Der Sitz schmaler und härter (Tipp: Radlerhose anziehen), die Vibrationen derber, die Ausstattung karger. Immerhin sind sehr edle Komponenten verbaut: zierliche Magura-Handhebel mit Sollbruchstellen, stabile Handprotektoren, klappbarer Schalthebel, konifizierter Renthal-Lenker. Die bewertete »Traveller«-Version trägt serienmäßig Hepco-Becker-Kunststoff-Koffer samt Träger, Sturzbügel, Heizgriffe, Tankrucksack und hohe Tourenscheibe. Kostenvorteil gegenüber Einzelkauf: rund 675 Euro.Der 1000er-V2 ist der kurzhubigste, drehzahlgierigste und durstigste Motor des Quartetts. Er braucht am meisten Schaltarbeit im tadellosen Getriebe. Der Schalthebel ist ab Werk zu hoch montiert: Zum Runterschalten muss der Fuß von der Raste gehoben werden.

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