Kymco Hipster 125

Vmax: 100 km/h +++ Preis: ab 3190 Euro +++ Viertakter

Motor und Getriebe: Der Vierventil-Einzylinder zieht die 165-Kilo-Fuhre schon ab Tempo 50 gleichmäßig und ruckfrei in der finalen fünften Fahrstufe voran – sehr elastisch, wenngleich nicht besonders rasant. Tadellos springt der Single mit Elektro- oder Kickstarter an und entlässt seine Abgase durch eine üppige Eins-in-zwei-Auspuffanlage. Unauffälliges Getriebe.
Fahrwerk und Bremsen: Das weich abgestimmte, unterdämpfte Fahrwerk schaukelt sich bei Bodenwellen freundlich pendelnd auf, der Geradeauslauf ist ein wenig labil. Nicht schlimm, nur spürbar. Auch ans abkippende Vorderrad in engen Kurven gewöhnt man sich, eine Folge der flach angestellten Gabel. Bremsen? Na ja, die Scheibe vorn und die Trommel hinten haben ihre liebe Not mit dem fetten Trumm.
Sonstiges: Für insgesamt 3642 Euro ist die Ausstattung richtig hip: Gepäckträger, Beauty-Cases (oder sind’s
Burger-Boxen?), Lenkerarmaturen aus Metall, Windschild im XXL-Format, Haupt- plus Seitenständer und konkret viel Chrom. Voll krass: Die Tankkonsole zeigt per LCD-Display Tankinhalt und Uhrzeit an, der Soziussitz lässt sich wie bei der BMW R 1200 C zur Rückenlehne umfunktionieren.
Fazit: Taiwan-Cruising macht auf leeren Straßen richtig Laune, die opulente Hipster ist ein netter Kumpel.

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