Leibfritz, Stefan: Interview

Stefan Leibfritz importiert seit 1984 italienische Motorräder der Marken Benelli, Moto Guzzi und Moto Morini? Wie und woher beschaffen Sie sich die italienischen Oldies?Hauptsächlich importiere ich die Italo-Klassiker direkt aus ihrer Heimat. Durch die dabei entstandenen Kontakte sowie meine Präsenz in der Oldtimerszene gelingt es nach wie vor, einen konstanten Nachschub zu garantieren. Bei einigen Modellen sind die Preise allerdings in Italien schon deutlich höher als hierzulande.? Warum liegt der Schwerpunkt auf Guzzi und Morini? Neben einem guten Angebot stimmt bei beiden Fabrikaten noch das Preis-Leistungs-Verhältnis. Wenn das stimmt, importiere ich auch andere Fabrikate.? Wickeln Sie den Verkauf auch über Internet ab? Zirka 50 Prozent aller Verkäufe bahnen sich über das Internet an. Das gilt für Deutschland wie auch für das europäische Ausland.? Sind die Preise in den letzten Jahren konstant geblieben? Nein. Gefragte Modelle wie die V7 Sport bis zu den frühen Le Mans oder California von Guzzi sind angestiegen, ebenso sämtliche Morini-3 ½-Modelle mit Speichenrädern, vor allem jedoch die frühen Sport-Modelle haben sich verteuert. ? Werden nicht allmählich die Ersatzteile knapp? Engpässe kann es schon mal geben. Aber generell würde ich die Situation für die Kunden als gut bezeichnen. Speziell Guzzi-Teile sind problemlos und überwiegend sehr preiswert zu besorgen.? Sie sind Profi im Geschäft. Haben Sie trotzdem noch ein Traummodell, das Sie in einer italienischen Scheune spottbillig zu entdecken hoffen? Ich interessiere mich sehr für Benelli. Einige Vorkriegsmodelle bewege ich regelmäßig. Ein DOHC-Renner aus den 30er Jahren fehlt noch – wahrscheinlich für immer – in meiner Sammlung.

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