Mängel im Test Mängel im test

So, wie man die italienische Artenvielfalt bewundern kann, muss man mitunter die qualitativen Nackenschläge rügen. Beispiel Benelli: Beim Fotoshooting auf dem Nürburgring streikte sie bereits nach fünf Minuten mit leerer Batterie, was sich in unregelmäßigen Abständen wiederholte. Das zweite Beispiel: die Anti-Hopping-Kupplung. Entkoppelte bei Testbeginn so fulminant, dass keinerlei Motorbremse mehr zu spüren war, um dann schnell nachzulassen und
bereits am Ende des ersten Rennstreckentags praktisch wirkungslos zu sein. Glücklicherweise ohne große Folgen blieb der Ölverlust, nach-
dem sich drei von vier Schrauben der Kurbel-
gehäuseabdeckung des Dreizylindermotors verabschiedet hatten.
Schwund war auch beim winzigen Benelli-Lenkungsdämpfer zu verzeichnen, der sein Öl über die Innenseite der Frontverkleidung verteilte. Dazu die häufig leuchtende Kontrolllampe fürs Motormanagement und vom Krümmer verkokeltes Plastik im Verkleidungsbug.
Ebenfalls mit Hitzeproblemen hatte die MV zu kämpfen. Durch die Gewichtsverlagerung beim Hanging-off wurde die Heckverkleidung auf die Auspuffanlage gedrückt und schmorte weg. Und dann kam es knüppeldick: Ende Start/Ziel platze Jürgen der Motor, überzog das Hinterrad mit
einer Ölschicht. Zum Glück zog der ehemalige Grand-Prix-Fahrer geistesgegenwärtig die Kupplung. Mehr zu diesem unangenehmen Zwischenfall im Test compact auf Seite 60.

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