Markus Barth

ZX-10R: eine 600er mit 1000er-Motor. Sie bietet die beste Ausgangsbasis für die Rennstrecke. Einfach einen Rennreifen aufziehen – und selbst Hobbyracer werden viel Spaß haben. Ein Tausch der
Federelemente oder der Bremsbeläge ist nicht notwendig. Der Motor ist ein Traum, er drückt in allen Lebenslagen. Ganz wichtig: Der Dampf lässt sich gut kontrollieren, der Vierzylinder spricht sauber an. Ein Extralob geht an die serienmäßige Anti-Hopping-Kupplung. Sie funktioniert prima.
R1: sehr homogen, sehr gelungen. Ihr nutzbares Drehzahlband fällt etwas schmaler aus. Untenherum wirkt der Vierzylinder nicht ganz so spritzig,
in der Mitte ist er bärenstark, obenheraus marschiert er etwas weniger
aggressiv als die Kawa. Die Gabel ist für mich erste Güte, sie bietet viel Feedback beim Hineinbremsen in Schräglage. Leider knickt das Heck beim Beschleunigen noch immer etwas ein, weshalb ich öfter als gewollt größere Bögen fahren musste und nicht so hart ans Gas gehen konnte.
Fireblade: eine typische Honda – beste Fahrbarkeit. Sie fährt sehr unspektakulär, aber trotzdem pfeilschnell. Aufgrund ihres Mehrgewichts braucht es auf einer winkeligen Strecke wie Cartagena vor allem bei schnellen Schräglagenwechseln deutlich mehr Kraft. Die eher auf Straßenbetrieb ausgelegten Federelemente arbeiten häufig im progressiven Bereich. Top: der neue Lenkungsdämpfer. Die freundliche Honda ist meine Empfehlung für Aufsteiger aus kleinen Hubraumklassen.
GSX-R 1000: noch immer eine Macht, doch merkt man ihr ihr Alter an. Sie baut breiter, man sitzt tiefer, muss sich mehr nach den Lenkerhälften
strecken. Ein bequemes und gutmütiges Motorrad. Ihr Motor ist nach
wie vor Extraklasse. Er spricht am feinsten an und verfügt über ein sehr breites nutzbares Drehzahlband. Die Gabel arbeitet feinfühlig, aber das
Federbein ist auf der Rennstrecke am Limit.
Die Zweizylinder: auf der Rennstrecke keine Konkurrenz mehr.

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