Mastercross 2007 Völlig abgehoben

In Spanien trafen sich zum sechsten Mal führende internationale Magazine zum großen Vergleich der aktuellen Cross-Modelle.Die ultimative Flug-Show mit dem Ziel, den Überflieger zu finden.

Foto: Helsing
Deutschland im Spätherbst: Die Sonne scheint, die Temperaturen sind angenehm, die Cross-Pisten mancherorts staubtrocken. Ideale Bedingungen für ein Mastercross. Doch das sollte wie immer in Spanien ausgetragen werden, wo es im November regnete. Und zwar so heftig, dass der geplante Austragungsort, die GP-Strecke von Talavera de la Reina, in den Fluten versank. Mit dem Kurs in Otero östlich von Talavera konnte jedoch kurzfristig ein guter Ersatz gefunden werden. Griffiger Lehmboden bot beste Voraussetzungen für einen aussagekräftigen Vergleich.
21 stollenbereifte Modelle aus Japan und Österreich traten in diesem Jahr zum Contest an. Drei Tage Crossen stand auf dem Programm. Hauptkriterium wie immer: die besten Rundenzeiten, die die Testfahrer aus sechs Ländern mit den einzelnen Motorrädern erzielen. Ein Ergebnis vorweg: Nie war es enger als beim Jahrgang 2007, das Niveau war bei allen Maschinen hoch. Letztlich gaben oft minimale Unterschiede den Ausschlag. Nicht ganz optimal eingestellte Testmotorräder, für die die jeweiligen Delegationen der Hersteller zuständig waren, hatten daher in Einzelfällen durchaus Einfluss auf die Platzierung.
Die vier Japaner brachten ihre aktuellen Modellpaletten vollständig an den Start, und natürlich wollte KTM zeigen, dass Europa sich nicht zu verstecken braucht. Andere Hersteller aus der Alten Welt waren zwar geladen, jedoch nicht vor Ort. Etwa Husqvarna, offenbar führte das suboptimale Abschneiden im Vorjahr in Italien zur Resignation. Auch TM oder Gas Gas scheuten offensichtlich den Vergleich.
In Zukunft wird sich das Startfeld weiter lichten. Honda nahm zum letzten Mal mit Zweitakt-Modellen teil, der Motocross-Jahrgang 2008 soll nur noch aus Viertakt-CRF-Modellen bestehen. Die anderen japanischen Hersteller behandeln ihre Zweitakt-Palette ebenfalls eher stiefmütterlich. Im Gegensatz dazu bekennt man sich bei KTM ausdrücklich zum Zweitakter, denn das Kundeninteresse könnte aufgrund des günstigeren Preises und der einfacheren Technik erhalten bleiben.

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