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Moto Guzzi California 1400 Touring und Triumph Thunderbird LT Launch Edition Mit eingebauter Lässigkeit

Schwere Straßenkreuzer kommen nicht zwangsläufig aus den USA. Mit opulenter Ausstattung, mächtigen Zweizylindern und eingebauter Lässigkeit laden die europäischen Touren-Cruiser Moto Guzzi California 1400 Touring und Triumph Thunderbird LT Launch Edition dazu ein, sich die Knoten von der Seele zu fahren.

Welche Wohltat, dieser frühe Frühling 2014. Überall blüht es bunt, sprießt frisches Grün. Unter uns pulsieren mächtige Motoren, tolle Twins zweier Traditionshersteller takten einen Pulsschlag aus Stahl. Über uns kreisen Roter Milan und Mäusebussard. Leinen los zur Sehreise: alles bemerken, riechen, fühlen. Das Ziel ist der Weg. Er führt erst nach Süden, dann gen Westen, der strahlenden Sonne nach. Ganz gelassen immer der Wärme entgegen. Moto Guzzi California 1400 Touring und Triumph Thunderbird LT Launch Edition haben prima Anlagen für entschleunigtes Leben an Bord.

Dazu gehören bequemste Sofa-Sitzbänke, geschwungene Rohrlenker und lässige Trittbretter. Stilecht sind quadratmeterweise Chrom, Schaltwippen und dick verblendete Gabel-Standrohre. Ferner große Windschilde und je zwei Zusatzscheinwerfer. Praktisch sind die Packtaschen am Heck – aus Plastik und abschließbar bei der Cali, aus Leder mit Klick Schnellverschlüssen bei der Triumph Thunderbird LT Launch Edition. Die riesigen Kotflügel bestehen bei der Moto Guzzi California 1400 Touring ebenfalls aus Kunststoff, Triumph setzt auf massives Stahlblech mit Chromreling an den Enden der Fender. Ehrensache sind wuchtige Breitreifen und beidseitig verlegte superlange Sidepipes-Auspuffe.

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Edle Zweifarblackierungen beider Bikes

Je zwei Satz Sturzbügelpakete rüsten in Ita­lien wie England für den Fall des Falles. Die „Launch Edition“ zur Markteinführung der Thunderbird LT trägt sie wie den Gepäckträger an der Sissybar serienmäßig. Extrem edel sind die Zweifarblackierungen. Blau-Perlmutt funkelt die Triumph Thunderbird LT Launch Edition in feinstem ­Metallic-Effektlack in der Frühlingssonne. Perfekt gezogen sind ihre handlinierten Zierstreifen. Bei der Moto Guzzi California 1400 Touring zitiert weiße Grund­farbe mit schwarzen Streifen die California Highway Police: Im Jahr 1967 stellte das Los Angeles Police Department neben Harleys auch die V7 von Moto Guzzi mit dem noch ganz jungen V2-Motor in Polizeidienst.

Bald verlangte der US-Markt nach zivilen Ablegern dieser damals hochmodernen Maschine. Und bekam sie: erst die 750er-Ambassador, dann die 850er-Eldorado. 1971 dann die erste Moto Guzzi California 1400 Touring. Geplant als kurzzeitiges Sondermodell, wurde sie Legende. Ihr Name verheißt Sonne und Strand, Fernweh und weite Welt. Und verkörpert wie die Le Mans die Marke aus Mandello del Lario. Das tun bei Triumph eher Bonneville, Tiger und Speed Triple. Doch auch die Triumph Thunderbird LT Launch Edition hat ihre Tradition, seit 1949. Marlon Brando fuhr im legendären Hollywood-Film „The Wild One“ eine 1950er-Thunderbird T6.

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Der größte Zweireiher der (Motorrad-)Welt!

Historischen Zweizylindern folgten in der Hinckley-Ära dreizylindrige Donnervögel und seit 2010 nun XXL-Cruiser. In der Basisversion mit 1,6 Liter Hubraum, in den Typen Storm, Commander und der hier gefahrenen Triumph Thunderbird LT Launch Edition mit vollen 1699 cm³: Dies ist der größte Zweireiher der (Motorrad-)Welt! Der vierventilige dohc-Twin trägt trotz Wasserkühlung klassische, gefräste Kühlrippen an den wassereimergroßen Zylindern. Schmiedekolben mit 10,7 Zentimeter Durchmesser tanzen auf einer 270-Grad-Kurbelwelle auf und ab. Ein mächtiges Geschütz, das bereits bei 2000 Touren rund 130 Newtonmeter Drehmoment abdrückt. Maximal sind es beim kaum eingefahrenen Testexemplar 143 Newtonmeter bei bloß 3400 Umdrehungen, Triumph verspricht sogar 151. Da ist mächtig Dampf im Kessel, für sprichwörtliches Surfen auf der Drehmomentwoge.

Herrlich blubbert sich der Triumph-Twin durch den tiefsten Drehzahlkeller. Aber er kann nicht nur niedertourig, legt oben mächtig Kohlen drauf: Gibt man ihm die Sporen, stürmt der archai­sche Antrieb gemessen mit 89 PS voran. Nominell sollen es sogar 94 Pferde sein – exakt so viele lässt die Moto Guzzi California 1400 Touring real antraben. Über die anstehende Drehzahl hüllt sich die Britin in Schweigen – ein Drehzahlmesser fehlt der Triumph Thunderbird LT Launch Edition im Gegensatz zur Standard-Thunderbird. Die ellenlange Übersetzung des fünften und sechsten Gangs spürt man auch so: Bei Tempo 50 im Sechsten rotiert die bleischwere Kurbelwelle nicht mal 1300-mal pro Minute. Wer Mitleid mit dem Material hat, bleibt in der Stadt besser in Fahrstufe vier. Dann ist auch der Durchzug nach dem Ortsschild nicht so mau. Eigentlich paradox, dass man bei so einem Motor zum Zurückschalten gezwungen wird.

Etwas grobschlächtige, hakelige Schaltung bei der Thunderbird

Was die etwas grobschlächtige, mitunter hakelige Schaltung nicht zum reinen Vergnügen macht. Zum Hochschalten muss man wegen der wenig ergonomischen Schaltwippe die Ferse anheben. Die Seilzug-Kupplung der Triumph Thunderbird LT Launch Edition erfordert eher kräftigen Zug am nicht einstellbaren, äußerst massiven Handhebel. Meditatives Gleiten genießt man am besten bei mittleren Drehzahlen. Dann wummert der Reihen-Twin wohlig V2-artig aus den beiden triovalen Auspuffmündungen. Sonor und dumpf. Trotz oder wegen der Auspuffklappe im linken Abgasstrom wird die schiffsdieselartige Soundku­lisse nicht zu aufdringlich.

Und dies, obwohl bei zwei Testmaschinen eine Warnlampe im Cockpit eine leichte Fehlfunktion der Auspuffklappe signalisierte. Beim ersten Exemplar kam Klopfen aus dem Zylinderkopf hinzu, vor allem beim Gaswegnehmen. Daher der Tausch. Bei niedrigen Tempi hört man stets den Zahnriemen zwitschern – die Triumph Thunderbird LT Launch Edition „twittert“. Dafür läuft dieser Endantrieb nicht nur sauber, sondern rein, extrem lastwechselarm. Gas auf, Gas zu, konventionell per Seilzug, lassen Maschine und Mensch völlig kalt.

Erster Guzzi-V2-Motor, der nicht mittragend wirkt

Das letzte Quäntchen Kardan-Reaktionen kann die Moto Guzzi California 1400 Touring hingegen nicht unterdrücken: Ihre Schwinge ist zwar lang, hat aber keine Momentabstützung. Charakteristisch ist das Rückdrehmoment der quer zur Fahrtrichtung rotierenden Kurbelwelle. Jedes Zupfen am E-Gasgriff im Leerlauf legt die Cali erst nach rechts, dann zurück nach links in die Ausgangslage. Das generiert garantiert Gänsehaut. Zumal der bassige Beat von Europas größtem V-Motor durch Mark und Bein geht. Erst recht das Beben des gesamten Vorbaus im Stand: Lenker, Gabel, 16-zölliges Vorderrad, alles rührend geschüttelt im Viertakt einer mächtigen Verbrennungskraftmaschine.

Genau dieses Stampfen, eben jene good vibrations, fehlen im Fahrbetrieb: Dies ist der erste Guzzi-V2-Motor, der nicht mittragend wirkt, sondern „schwingungselastisch“ in Gummi-Elementen hängt. Wenn’s links und rechts gleichmäßig aus dem Zylinder-V der Moto Guzzi California 1400 Touring bollert, ist das schon ein großes Gefühl. Neckische Schlitze in den Deckeln der Vierventilköpfe geben den Blick frei auf je zwei Zündkerzenstecker. Unüberhörbar: fröhliches Tickern der Ventile. Plus dominierende, heulende Nebengeräusche aus Sechsganggetriebe und Kardan im Teillastbereich. Klingt speziell im Teillastbereich mechanisch nicht so toll – die Cali hat einen Drehzahlmesser. Und einen Bordcomputer.

Die dicksten Kolben der Firmengeschichte

Die dicksten Kolben der Firmengeschichte pflanzte Moto Guzzi auf den bekannten Rumpfmotor: 81,2 Millimeter Hub, wie sie auch alle 1200er-Guzzis haben, und 104er-Bohrung ergeben 1380 cm³. Leicht lässt sich die hydraulische Kupplung ziehen, aber nicht ideal dosieren. Der erste Gang der Moto Guzzi California 1400 Touring klickt sanfter ein, Hochschalten geht unter Last butterweich. Das Heck der Schaltwippe liegt durchdacht in einer Flucht hinterm Trittbrett. Härter fallen die Schaltschläge beim Runterschalten aus. Der kurzhubige, kleinere Guzzi-Motor braucht mehr Drehzahl. Sein sechster Gang ist kürzer übersetzt als der fünfte der Triumph Thunderbird LT Launch Edition. Tempo 50 sind hier 1600 Touren.

Ride-by-Wire für die zentrale Drosselklappe erlaubt bei der Moto Guzzi California 1400 Touring Tempomat und eine feinfühlig eingreifende Traktionskontrolle. Plus drei verschiedene Fahrmodi. Am spritzigsten beantwortet der „Veloce“-Modus Gasbefehle. Obenraus geht’s Cruiser-untypisch noch mal richtig drehfreudig ab. Soll man der Guzzi da vorwerfen, dass sie auf der Landstraße mehr Sprit verfeuert, 6,2 statt 5,5 Liter? Lässig bleiben. Tempolimits ausschöpfen? Wozu? Sollen sich andere hetzen und stressen. Etwas aktiver und zwei Zentimeter höher thront es sich auf der Guzzi: Die Füße parken nicht ganz so weit vorn, die Lenkerenden liegen tiefer. Ein Mitfahrer genießt königlich viel Platz.

Lendenwirbelabstützung bei der Thunderbird wirkt perfekt

Passiver sitzt der Triumph-Treiber, etwas zurückgelehnt, im 72 Zentimeter niedrigen Komfortsitz. Perfekt wirkt die Lendenwirbelabstützung der Triumph Thunderbird LT Launch Edition, vollflächig liegt der verlängerte Rücken an. Speziell um den dick ­geschäumten Sattel mit zwei Dichtezonen baute Triumph die LT herum, senkte dafür den Doppelschleifen-Stahlrohr-Rahmen ab. Wohlfühltempo auf Autobahnverbindungsetappen sind hier wie dort 130 Sachen. Enorm hoch und steil baut Triumphs Touring-Scheibe. Sie ist, zusammen mit den Windabweisern an der Gabel, eine Zugabe der „Launch Edition“. Man schaut permanent durchs Acrylglas durch, dahinter turbulenzt es stärker als auf der Moto Guzzi California 1400 Touring. Bei Tempo 175 läuft die 1700er gegen eine unsichtbare Wand aus Luft.

Zudem regen Wirbelschleppen von Lkws die Triumph Thunderbird LT Launch Edition zum Schwingen um den Lenkkopf an. Flotter und stabiler, europäischer rennt die Moto Guzzi California 1400 Touring geradeaus. Die Oberkante ihrer niedrigeren Scheibe liegt im Blickfeld. Lieber wieder runter von der Bahn. Gut ausgebaute, flüssig zu fahrende Landstraßen sind bevorzugtes Revier. Freier Auslauf! Stets ist nun immer etwas Bewegung im Cali-Chassis: Die in der Zugstufe unterdämpften Stereo-Federbeine schnellen rasch wieder raus, schwingen fröhlich nach. Besser verarbeiten die Triumph-Federbeine Störimpulse, filtern dabei lang gezogene Bodenwellen noch besser raus als harte Kanten und Absätze.

Thunderbird wertiger verarbeitet, 1400er-Cali mit mehr Technik

Angesichts der 58 Grad flach angestellten Gabel, des längeren Nachlaufs wie Radstands fährt auf der Cali das Gefühl schierer Länge mit. Doch insgesamt baut die Triumph Thunderbird LT Launch Edition noch länger, ist in jeder Dimension ausladender, raumgreifender. Vor allem massiger. Mit all der Zusatzausstattung wiegt sie volle 397 Kilogramm. Uff. Das merkt man bereits beim In-die-Senkrechte-Hieven. So ist die mit 345 Kilogramm auch nicht eben leichte Moto Guzzi California 1400 Touring tatsächlich das handlichere Motorrad. Eines, das Einlenkimpulse in den Kurven des Nordschwarzwalds vertrauenerweckend eins zu eins umsetzt, nicht mehr oder minder abklappt als gewünscht.

Der fette 200er-Heckschlappen läuft Spurrillen und Spurrinnen nur wenig nach. In Kurven raspeln bei der Cali die Schleifklötze unter den Trittbrettern später über den Asphalt als die der Thunderbird. Allerdings stellt sich die Moto Guzzi California 1400 Touring beim Bremsen in Schräglage mehr auf. Besser dosierbar und mit feiner regelndem ABS bestückt beißen die Brembo-Stopper der Guzzi zu. Recht hohe Handkraft erfordert die Triumph-Vorderbremse, stellt die Fuhre aber trotz breiten 150er-Vorderreifens nur wenig auf. Griptechnisch gefallen die Gummis vom Avon-Berater, Weißwandreifen in Radialbauart (!). Bei Trockenheit haften sie tadellos. Die letzten Meter führen nach Au am Rhein. Glutrot tropft die Sonne über der Tomateninsel in den Fluss. Finale. Ein letztes Mal glänzt die wertiger verarbeitete Triumph Thunderbird LT Launch Edition, trumpft mit Vierjahresgarantie auf. Dafür betört die 1400er-Cali mit ihrer ganz eigenen Eleganz, führt mehr Technik bei kaum höherem Preis ins Feld.

Basisversionen

Wer auf das volle Ornat verzichten kann, findet beim gleichen Händler Alternativen zur Moto Guzzi California 1400 Touring und zur Triumph Thunderbird LT Launch Edition: Moto Guzzi California Custom und Triumph Thunderbird Commander haben die gleichen Motoren wie ihre opulenten Schwestern. 1380 cm³ und nominal 97 PS bei der Cali, 1699 cm³ und 94 PS bei der T-Bird. Optisch machen beide mit fetten 200er-Hinterreifen auf Power-Cruiser. Jedoch setzt auch diese California-Version auf einen 18-Zöller vorn und ein 16-zölliges Hinterrad. Dagegen rotieren bei der T-Bird Commander vorn wie hinten 17-Zöller.

Der Verzicht auf Scheibe, Koffer, Sturzbügelset, Touring-Sitzbank und Zusatzscheinwerfer spart bei Moto Guzzi bloß 2000 Euro und 23 Kilogramm ein: Die Custom kostet im Vergleich zur Moto Guzzi California 1400 Touring inklusive Nebenkosten 17.990 statt 19.990 Euro, wiegt 322 statt 345 Kilogramm. Bei Triumph spart die „Askese“ der Commander nach Werksangaben 32 Kilogramm, doch nur 1200 Euro zur regulären Triumph Thunderbird LT Launch Edition ein: 16.990 statt 18.190 Euro.

Foto: Bilski
Leistungsmessung.
Leistungsmessung.

Leistungsmessung

Zwei Kurven, eine Wahrheit: Hubraum hilft! 319 cm³ mehr münzt die Triumph Thunderbird LT Launch Edition in bis zu 35 Newtonmeter mehr bei gleicher Drehzahl um. 111 Newtonmeter sind für 1380 cm³ der höher verdichtenden Moto Guzzi California 1400 Touring eine eher magere Maximalausbeute. Recht starkem Einstieg bei 3000 Touren folgen markentypisch ein kleiner Einbruch und dann ein zweiter Frühling bei 5500/min.

Oberhalb von 6000 Touren flacht der Leistungszuwachs des Motors der Moto Guzzi California 1400 Touring ab. Seine Dreh­momentkurve gleicht dem Rückgrat eines voll bepackten Esels. Über alldem schwebt der bullig- füllige Büffelrücken der Triumph Thunderbird LT Launch Edition. Er ist noch länger übersetzt, im Sechsten theoretisch auf fast 250 km/h, riegelt aber in den beiden letzten Gängen früher ab. Daher erfolgte die Leistungsmessung im nicht limitierten vierten Gang.

Daten und Messwerte

Motor:

 

Moto Guzzi
California 1400 Touring 

Triumph
Thunderbird LT
Launch Edition
BauartZweizylinder-Viertakt-
90-Grad-V-Motor
Zweizylinder-Viertakt-
Reihenmotor
Einspritzung1 x Ø 52 mm2 x Ø 42 mm
KupplungEinscheiben-
Trockenkupplung
Mehrscheiben-
Ölbadkupplung
Bohrung x Hub104,0 x 81,2 mm107,1 x 94,3 mm
Hubraum1380 cm³1699 cm³
Verdichtung10,5:19,7:1
Leistung71,0 kW (97 PS) bei 6500/min     69,0 kW (94 PS) bei 5400/min
Drehmoment120 Nm bei 2750/min151 Nm bei 3550/min

Fahrwerk:

Moto Guzzi
California 1400 Touring     
Triumph
Thunderbird LT
Launch Edition
RahmenDoppelschleifenrahmen
aus Stahl
Doppelschleifenrahmen
aus Stahl
GabelTelegabel, Ø 46 mmTelegabel, Ø 47 mm
Bremsen vorne/hintenØ 320/282 mmØ 310/310 mm
Assistenz-SystemeABS, TraktionskontrolleABS
Räder3.50 x 18; 6.00 x 163.50 x 16; 5.50 x 16
Reifen130/70 R 18; 200/60 R 16150/80 R 16; 180/70 R 16
BereifungDunlop D 251Avon AV71/72 Cobra

Maße + Gewicht:

 Moto Guzzi 
California 1400 Touring     
Triumph
Thunderbird LT
Launch Edition
Radstand1685 mm1665 mm
Lenkkopfwinkel58,0 Grad59,9 Grad
Nachlauf155 mm133 mm
Federweg vorne/hinten120/110 mm120/109 mm
Sitzhöhe¹750 mm720 mm
Gewicht vollgetankt¹345 kg397 kg
Zuladung¹202 kg203 kg
Tankinhalt/Reserve20,5/5,0 Liter22,0 Liter
Service-Intervalle10 000 km10 000 km
Preis/Nebenkosten19 990 Euro/inklusive18 340/450 Euro

MOTORRAD-Messwerte:

Moto Guzzi
California 1400 Touring     
Triumph
Thunderbird LT
Launch Edition
Höchstgeschwindigkeit*185 km/h185 km/h
Beschleunigung
0–100 km/h5,5 sek5,1 sek
0–140 km/h9,8 sek10,6 sek
Durchzug
60–100 km/h4,9 sek6,4 sek
100–140 km/h6,9 sek8,0 sek
Verbrauch Landstraße/100 km6,2 Liter/Super5,5 Liter/Super
Reichweite Landstraße331 km400 km

*Herstellerangabe; ¹ MOTORRAD-Messungen

Foto: Bilski
Die Moto Guzzi California 1400 Touring und die Triumph Thunderbird LT Launch Edition.
Die Moto Guzzi California 1400 Touring und die Triumph Thunderbird LT Launch Edition.

Fazit

Die Triumph Thunderbird LT Launch Edition wirkt verdammt lässig. Sie orientiert sich optisch nicht ganz zufällig an Harley-Davidson. Auch wenn Bremsen, Fahrwerk und Motor mehr können als beim US-Original. Technisch ist die elegante, ein Jahr ältere Moto Guzzi California 1400 Touring der modernere, raffiniertere Touren-Cruiser. Schade nur, wie groß und schwer beide sind. Sieben oder gar acht Zentner können die älter werdende Zielgruppe beim Wenden und Rangieren schnell überfordern. Stil hin oder her.

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