Motorräder für Anfänger und Wiedereinsteiger Gebraucht- und Neu-Motorräder bis 4000 Euro

Ob Sportler, Allrounder oder wuselige 125er - Motorräder, die den Fahrer nicht über die Maßen beanspruchen, gibt es in jeder Kategorie. Hier die Modelle bis 4000 Euro.

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Foto: Archiv

Stress lass nach, den hatte man während der Fahrstunden schon zur Genüge. Für einen frischgebackenen Motorradfahrer zählt nach bestandener Führerscheinprüfung erst einmal der Genuss beim Fahren. Ein gutmütiges Motorrad ist der beste Begleiter, um nun ein sicheres Gefühl beim Fahren zu bekommen. Denn Vertrauen in das eigene Können kommt nur durch Fahrerfahrung, deswegen sollte auch der sportliche Ehrgeiz zunächst hintenan stehen. Ein Einsteiger-Bike lässt sich gut beherrschen und verzeiht dem Piloten auch mal einen Patzer. Das handliche und stabile Fahrwerk des Bikes birgt keine Überraschungen. Der Motor mit ausgewogener Leistungscharakteristik verlangt dem Fahrer nicht allzu viel ab, liefert aber im Idealfall unten herum genug Dampf, um jederzeit souverän beschleunigen zu können. Einsteigermodelle finden sich in ganz unterschiedlichen Leistungskategorien. 2Räder gibt Ihnen mit dem Einsteiger-Überblick Starthilfe.

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Im Überblick: Motorräder bis 4000 Euro

NEU

Hyosung
GT 250i Naked (3895 Euro)
KTM 125 Duke (3995 Euro)
Rieju Tango 250 (3499 Euro)
Suzuki Van Van 125 (3290 Euro)

GEBRAUCHT

BMW F 650 CS (ab 3000 Euro)
Honda CBF 600 S (ab 3000 Euro)
Kawasaki GPZ 500 S (ab 1000 Euro)
Suzuki Bandit 650 S (ab 3000 Euro)
Yamaha X-City 250 (ab 3000 Euro)

Honda CBF 600 S

Foto: Gargolov

Honda CBF 600 S 

Zum Angeben gibt es wahrlich geeignetere Motorräder als die CBF 600 S von Honda. Wenn es allerdings darum geht, schnell ein gutes Gefühl für die Fahrphysik nach gerade bestandenem Führerschein oder nach langer Abstinenz zu bekommen, steht der verlässliche Vierzylinder auf jeden Fall mit auf dem Siegertreppchen. Weder mit plötzlichem Leistungseinsatz noch mit gewöhnungsbedürftigem Fahrverhalten hält einen die CBF vom reinen Genuss des Fahrens ab. Dank der verstellbaren Sitzbank passt sie sich leicht an weniger große Fahrer an. Seit 2008 gibt’s Aluminium statt Stahlrahmen und Einspritzung statt Vergasern. Ein Exemplar mit dem erstklassigen ABS ist vorzuziehen - ganz unabhängig vom Baujahr.

Technische Daten

Hubraum: 599 cm³
Leistung: 57 kW (78 PS)
Zylinder: 4, Reihe
Vmax: 210 km/h
Gewicht vollget.: 229 kg
Sitzhöhe: 770-800 mm
Tankinhalt: 19 Liter

Stärken/Schwächen

+
unkompliziert zu fahren
+ Motor sparsam und gutmütig
+ Hervorragende ABS
+ Hohe Reichweite
+ Angenehme Unterbringung
- Nix für Design-Verliebte
- Kein Durchzugswunder

Preise

Ab 3000 Euro (gebraucht)

CBF 600 S von 2004 bis 2007 mit etwa 50 000 Kilometern kosten 3000 bis 3300 Euro; Honda ab 2008 mit rund 30 000 Kilometern beginnen bei knapp 4000 Euro.

Suzuki Van Van 125

Foto: Suzuki

SuzukiVan Van 125

Ein Hingucker ist die auffällige Suzuki allemal. Und wenn man ihren Namen wie das englische „Fun Fun” ausspricht, ist die Ausrichtung des ballonbereiften Hipsters sofort klar: Diese 125er dient der hochunterhaltsamen Fortbewegung - Baggersee, Eisdiele, Arbeit, egal wohin. Fast wie ein Mountainbike lässt sich die 125er am breiten Lenker um Hindernisse und Kurven jeder Art zirkeln, sogar Abstecher auf matschige Waldwege macht sie klaglos mit.

Technische Daten

Hubraum: 125 cm³
Leistung: 8,5 kW (11,6 PS)
Zylinder: 1
Vmax: 100 km/h
Gewicht vollget.: 128 kg
Sitzhöhe: 770 mm
Tankinhalt: 6,5 Liter

Stärken/Schwächen

+
Witziges Design
+ Hübsche Drahtspeichenfelgen
+ Leicht und handlich
+ Gepäckträger serienmäßig
+ Leichter Offroad-Einsatz möglich
- Etwas defensive Bremsen
- Kleiner Tank

Preis

3290 Euro (neu)

Rieju Tango 250

Foto: Rieju

Rieju Tango 250

Zum aufmüpfigen Erscheinungsbild der Tango 250 würden straffere Federelemente deutlich besser passen als die zwei als Dämpfer verkleideten Luftpumpen. Da kommt gelegen, dass es der Motor auch nicht so hat mit der Raserei - schnelles Fahren überlässt die Rieju lieber anderen. Für moderate Geschwindigkeiten und trialartige Fortbewegung hingegen passt der kräftige Motor bestens, zumal sich die sehr leichte Maschine an ihrem breiten Lenker spielerisch steuern lässt. Zwar bringt die 250er vorn wie hinten ihre Bremskraft per Stahlflexleitung ans Rad, doch die Dosierung bedarf besonders vorne einer Eingewöhnungszeit.

Technische Daten

Hubraum: 223 cm³
Leistung: 11,7 kW (16 PS)
Zylinder: 1
Vmax: 105 km/h
Gewicht vollget.: 114 kg
Sitzhöhe: 830 mm
Tankinhalt: 5,5 Liter

Stärken/Schwächen

+
Geringes Gewicht
+ Enorm handlich
+ Kerniger Motor
+ Stattlicher Sound
- Mäßige Federelemente
- Teils nachlässig verarbeitet
- Mini-Tank


Preis

3499 Euro (neu)

KTM 125 Duke

Foto: fotografiemitterbauer

KTM125 Duke

Nackt und ungestüm - passt das zu einer 125er? Auf jeden Fall, wenn KTM draufsteht. Das Projekt „Liebling, ich habe die Duke geschrumpft” ist geglückt, der inzwischen nicht mehr ganz neue Zuwachs (mittlerweile gibt es auch eine 200er) wird bei allen 16-Jährigen den Speichel fließen lassen. So gelungen das Design, so gut die Fahreigenschaften der kleinen Österreicherin: Ihr moderner, wassergekühlter und per Einspritzung gefütterter Einzylinder schöpft vorbildlich das Leistungslimit der Achtelliterklasse aus, Bremsen und Fahrwerk lassen sich ebenfalls nicht lumpen. Die einzelne Scheibe vorn reicht dicke, um dem Jungspund Einhalt zu gebieten. Grundsätzlich überzeugen die straffen Federelemente - sie stammen, wenig überraschend, vom hauseigenen Hersteller WP Suspension - doch wenn’s zur Sache geht, mangelt es ihnen an Dämpfung. Im Cockpit geht es bis auf die Kontrollleuchten voll digital zu.

Technische Daten

Hubraum: 125 cm³
Leistung: 11 kW (15 PS)
Zylinder: 1
Vmax: 115 km/h
Gewicht vollget.: 137 kg
Sitzhöhe: 810 mm
Tankinhalt: 11 Liter

Stärken/Schwächen

+
Starkes Design
+ Gut dosierbare Bremsen mit Bus
+ Reichhaltiges Zubehärprogramm
+ Motor drehfreudig und spritzig
- Schaltung hakt leicht
- Recht schwacher Scheinwerfer
- Wenig hübscher Serienauspuff

Preis

3995 Euro (neu)

Yamaha X-City 250

Foto: Gosling

YamahaX-City 250

Der X-City 250 ist dem Schwestermodell X-Max 250 sehr ähnlich, zwei große Unterschiede finden sich jedoch. Zum Negativen gereicht dem X-City, dass es ihn nicht mit ABS zu kaufen gibt, zum Positiven, dass er vorn wie hinten je ein Zoll größere Räder besitzt. Sie machen ihn fahrstabiler, kosten allerdings etwas Platz im Sitzbankfach. Auch sonst verdient die Austattung des handlichen City-Rollers Lob: Das aufgeräumte Cockpit, die Gepäckbrücke und der verstellbare Windschild gefallen.

Technische Daten

Hubraum: 250 cm³
Leistung: 15,6 kW (21 PS)
Zylinder: 1
Vmax: 125 km/h
Gewicht vollget.: 173 kg
Sitzhöhe: 790 mm
Tankinhalt: 10,5 Liter

Stärken/Schwächen

+
Gute Bremsen
+ Sehr fahrstabil
+ Viel Stauraum
+ Haupt- und Seitenständer
+ Große, serienmäßige Gepäckbrücke
- Wenig Platz für Große
- Dürfte sparsamer sein

Preise

Ab 3000 Euro (gebraucht)

Lang ist der Yamaha noch nicht auf dem Markt, die Auswahl ist gering. Bereits für rund 3000 Euro gibt’s X-City 250 mit weniger als 10 000 Kilometer.

Hyosung GT 250i Naked

Foto: Archiv

HyosungGT 250i Naked

Für 2012 hat sich die Viertelliter-Nackte von Hyosung ein wenig hübsch gemacht und sich der aktuellen Mode angepasst. Scheinwerfer und Lampenmaske zeigen sich in neuer Form, die stark an Suzukis Gladius erinnert. Der Motor kommt nun in glänzendem Schwarz statt mattem Grau, an seinen Qualitäten hat sich nichts geändert. Noch immer verhilft dem V2 eine Luft-/Ölkühlung zur thermischen Gesundheit, noch immer erfreut er durch sein breit nutzbares Leistungsband. Weniger erfreulich ist das nach wie vor hohe Gewicht - der Preis darf aber gerne bleiben.

Technische Daten

Hubraum: 249 cm³
Leistung: 20 kW (27 PS)
Zylinder: 2, V
Vmax: 148 km/h
Gewicht vollget.: 170 kg
Sitzhöhe: 830 mm
Tankinhalt: 17 Liter

Stärken/Schwächen

+
Motor mit breitem Leistungsband
+ Gar nicht mal teuer
+ Komfortable Unterbringung
+ Bequem für den Sozius
- Hinten schwammig gefedert
- Mäßige Höchstgeschwindigkeit
- Verarbeitung geht so

Preis

3895 Euro (neu)

Kawasaki GPZ 500 S

Foto: Hartmann

KawasakiGPZ 500 S

Fahranfänger können mit der GPZ 500 S günstig ins Motorradleben starten, ohne dabei ein billig gemachtes Bike erstanden zu haben. Der japanische Halbliter-Twin ist mit seinen 60 PS alles andere als ein Langweiler, handlich ist die Kawa noch dazu. Technisch besser sind Modelle ab 1994: stärkere Bremsen und 17 statt 16-Zoll-Räder machen die jüngeren Zweizylinder attraktiv.

Technische Daten

Hubraum: 499 cm³
Leistung: 44 kW (60 PS)
Zylinder: 2, Reihe
Vmax: 182 km/h
Gewicht vollget.: 202 kg
Sitzhöhe: 770 mm
Tankinhalt: 18 Liter

Stärken/Schwächen

+
Tausendfach bewährter Motor
+ Bequeme Sitzposition
+ Handliches Fahrwerk
+ Ordentliche Fahrleistung
+ Günstig zu bekommen
- Spiegelausleger zu kurz
- Mittelprächtige Zuladung

Preise

Ab 1000 Euro (gebraucht)

Kawasaki von 1988 bis 1993 mit ungefähr 50 000 Kilometern kosten 1000 bis 1200 Euro; GPZ ab 1994 mit zirka 30 000 Kilometern kosten 1500 bis 2000 Euro.

BMW F 650 CS

Foto: Archiv

BMW F 650 CS

So dämlich die „Scarver getaufte BMW in die Gegend schielt, so clever war im Grunde ihr Ansatz: Mittels vieler pfiffiger Lösungen den Straßeneinzylinder - vor allem bei jungen Leuten - wieder salonfähig zu machen. Bordsteckdose, Einarmschwinge mit Riemen, Gepäckträger, Ablagefläche auf der Tankattrappe - all das gibt es heute, kombiniert mit einem sparsamen Einzylinder, nur noch auf dem Gebrauchtmarkt. Viel Erfolg beim Suchen!

Technische Daten

Hubraum: 652 cm³
Leistung: 37 kW (50 PS)
Zylinder: 1
Vmax: 180 km/h
Gewicht vollget.: 193 kg
Sitzhöhe: 780 mm
Tankinhalt: 15 Liter

Stärken/Schwächen

+
Viele coole Detaillösungen
+ Wartungsarmer Zahnriemenantrieb
+ Elastischer Einzylindermotor
+ Landstraßenverbrauch unter 4 Liter
- Lediglich 177 Kilogramm Zuladung
- Vibrationen bei hoher Drehzahl
- Fährt sich wenig zielgenau

Preise

Ab 3000 Euro (gebraucht)

Scarver von 2001 bis 2003 mit rund 50 000 Kilometern kosten 3000 bis 3300 Euro; BMW ab 2004 mit etwa 30 000 Kilometern kosten 3500 bis 4000 Euro.

Suzuki Bandit 650 S

Foto: Schahl

SuzukiBandit 650 S

Auch nach mehr als 15 Jahren hat die Bandit-Philosophie nichts von ihrem Reiz verloren, ganz im Gegenteil. Durch stetige und vorsichtige Modellpflege entwickelte sich Suzukis Kundenliebling sinnvoll weiter. Inzwischen sind ABS, kleine Staufächer und eine in der Höhe verstellbare Sitzbank Serie, Wasserkühlung (ab 2007) und etwa 50 cm³ mehr Hubraum als bei der Ur-Version übrigens auch. Druckvoll und kultiviert schiebt die 650er an, in engen Kurven lenkt sie aufgrund ihres Bauchspecks etwas träge ein - in voller Fahrt spürt man von den fünf Zentnern allerdings nicht viel. Arbeitsweg, Wochenendtour und Urlaub zu zweit macht die Suzi klaglos mit. Tiefer gelegte Soziusrasten machen Letzteres für den Passagier kommoder, das Kit gibt’s für 118 Euro (www.motoyo.de).

Technische Daten

Hubraum: 656 cm³
Leistung: 63 kW (86 PS)
Zylinder: 4, Reihe
Vmax: 205 km/h
Gewicht vollget.: 247 kg
Sitzhöhe: 770/790 mm
Tankinhalt: 19 Liter   

Stärken/Schwächen

+
Sanfter Motor
+ Lässt sich schaltfaul fahren
+ Respektable Zuladung (208 kg)
+ Verbraucht wenig
- Getriebe hakt ein wenig
- Bremse etwas stumpf
- Kurzes Wartungsintervall 

Preise

Ab 3000 Euro (gebraucht)

Suzuki von 2005 bis 2006 mit zirka 30 000 Kilometern kosten 3000 bis 3800 Euro; Bandit 650 S ab 2007 mit rund 25 000 Kilometern starten bei knapp unter 4000 Euro.


->Neu- und Gebrauchtmotorräder bis 8000 Euro

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