MZ RT 125

Vmax: 113 km/h +++ Preis: 3718 Euro +++ Viertakter

Motor und Getriebe: Vorteil MZ – der selbst entwickelte, wassergekühlte Einzylinder mit vier Ventilen und zwei Nockenwellen bleibt Klassenprimus. Beim Beschleunigen zieht er allen Viertaktern davon, gleichauf mit der Aprilia. Bereits ab 6000/min liefert der Sachsen-Single proper Power. Nur der recht lang übersetzte sechste Gang verhindert bessere Durchzugswerte, in ihm dreht die MZ bei weitem nicht aus. Ansonsten ist die Getriebeabstufung bestens, die Laufkultur hoch und der Sound betörend.
Fahrwerk und Bremsen: Die prima austarierte MZ lässt sich über den günstig geformten Rohrlenker leicht einlenken und bleibt zielgenau auf Kurs. Zu wahrhaft frecher Fahrweise verleiten die exzellent haftenden
Heidenau-Reifen und die dank hoher Fußrasten große Schräglagenfreiheit. Bloß im Stand irritiert die hohe Losbrechkraft der Gabel, sie spricht nur widerwillig an, sowie das blitzartige Ausfedern – zu wenig Zugstufendämpfung. Doch das ist im Fahrbetrieb gut kaschiert, ebenso das lasch
gedämpfte Zentralfederbein. Die Scheibenbremsen kneifen ausreichend kräftig und gut dosierbar zu – per Stahlflexleitungen aktiviert.
Sonstiges: Die breite und lange Sitzbank bietet zwei Personen viel Platz, der individuell geformte Tank satten Knieschluss.
Fazit: Kein Leichtkraftrad, sondern ein unauffällig schnelles Motor-Rad. Wer’s peppiger mag: MZ verbaut den kräftigsten 125er-Viertakter auch in einer feschen Enduro und Supermoto. Viel Spaß!

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