Problemzone Fahrwerk: die Einstellung macht’s

Die perfekte Fahrwerksabstimmung, passend für jeden Fahrertyp, Einsatzzweck und obendrein den Soziusbetrieb, gibt es nicht. Deshalb besitzen die meisten Maschinen einstellbare Fahrwerkskomponenten. Mal mehr - mal weniger.Kawasaki ZRX 1100: Die steife Gabel und Schwinge sorgen für Fahrstabilität. Die Grundabstimmung der Dämpferelemente ist ausreichend straff gewählt. Sowohl vorn wie hinten lassen sich Zug- und Druckstufendämpfung als auch Federbasis über einen sehr breiten und wirkungsvollen Bereich verstellen. Außerdem läßt sich über den Exzenterspanner am Hinterrad das Fahrzeugheck anheben, was sich positiv aufs Handling auswirkt. Ob komfortabel, sportlich straff oder mit Sozius und Gepäck, die Kawasaki kann alles.Suzuki GSX 1200: Ihr Fahrwerk läßt sich vorn gar nicht, hinten in Federbasis und Druckstufe verstellen. Durch die recht schwache Zugstufendämpfung der Federbeine bewirkt deren Vorspannung allerdings, daß sich das Fahrzeugheck auf langen Wellen noch stärker aufschaukelt. Lediglich im Soziusbetrieb empfiehlt sich, das Heck über die Federbasis vollständig anzuheben, da die Federung sonst ständig auf Block geht. Diese Stöße sind sehr unkomfortabel für die Besatzung und sorgen in Kurven für starke Rührbewebungen. Der viel zu weichen Gabel kann nur mit dickerem Gabelöl, geringerem Luftpolster oder gar einer härteren Feder auf die Sprünge geholfen werden.Yamaha XJR 1300: Wer an der viel zu schlappen XJR-Gabel die Front per Federbasisverstellung anhebt, wird sich über das Gefummel ärgern. Auch hier bringt nur der Tausch von Gabelöl und Feder zufriedenstellende Ergebnisse. Hinten kann ebenfalls nur die Federbasis etwas umständlich mit zwei Hakenschlüsseln verstellt werden, was aber nicht viel bewirkt, da sich die Dämpfung nicht anpassen läßt. Der Effekt ist ähnlich wie bei der Suzuki. Das Heck federt zu schnell aus und neigt so zum Schaukeln.Es gilt also: Einstellmöglichkeiten ja - aber bitte sinnvoll.

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