Reifen für Reise-Enduros

Die vier Reise-Enduros gehen reifentechnisch eigene Wege, von 17 über 19 bis 21 Zoll, von reinen Straßengummis bis gemäßigt grobstollig. Und was sind Alternativen?

Nur KTM setzt auf endurogemäß große Reifen: vorn 21, hinten 18 Zoll. Der Pirelli MT 90 Scorpion A/T (1) besitzt im Testquartett den größten Anteil an Negativprofil. Daher setzt er sich auf lehmiger und verschneiter Piste nicht so schnell zu. Auf der Straße kündigt er sein relativ frühzeitiges Wegrutschen gutmütig in einem weiten Grenzbereich an. Der ganz neue Straßenpneu Continental Trail Attack (2) ist Erstausrüstung auf der BMW R 1200 GS, neben den bewährten Metzeler Tourance und Bridgestone Battle Wing. Der Conti glänzt auf der GS mit prima Grip und hoher Zielgenauigkeit. Allerdings macht er sie auf der Bremse ein wenig instabiler. Für die 1200er-GS sind ferner Conti Road Attack, Michelin Anakee und die Grobstöller Conti TKC 80 sowie Metzeler Karoo freigegeben. Den Conti Trail Attack gibt es bislang nur in der Dimension 110/80 R 19 und 150/70 ZR 17, er darf auf alle BMW-Vierventil-GS-Typen, Aprilia Caponord sowie Suzuki V-Strom 650 und 1000 aufgezogen werden.

Die Triumph Tiger trägt das Straßen-Standard-Reifenformat 120/70 ZR 17 und 180/55 ZR 17. Allerdings ist die Haftung der Michelin Pilot Road S (3) nur mittelprächtig. Sportlicheren Fahrspaß versprechen die Alternativen: Bridgestone BT 021, Metzeler Roadtec Z6 und Sportec M3 sowie Pirelli Diablo Strada.Nicht mehr up to date: die Bridgestone Trail Wing 101/152 (4). Auf ihnen rollt die Honda Varadero gefühllos und mit wenig Grip durch Kurven. Zielgenauer, stabiler und handlicher: Michelin Anakee und Pilot Road, Bridgestone Battle Wing 501/502, Metzeler Tourance. Für Enduros bis Geschwindigkeits-Index H (210 km/h) liefert Heidenau günstige Grobstöller (Info: www.reifenwerk-heidenau.de).

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