15.09.2011 Von: Thomas Schmieder
Erschienen in: 20/ 2011 MOTORRAD

Vergleichstest: Mittelklasse-Reiseenduros Enduros von Suzuki, Honda und BMW

Zusammen mit der modernisierten Suzuki V-Strom 650 trifft ein Trio treuer, gutmütiger Alltagsmotorräder aufeinander. Sie sind einsteigerfreundlich und reisetauglich, stark genug und preislich im Rahmen. Vorhang auf zum Tourentest im Thüringer Wald.
In diesem Artikel: BMW F 650 GSHonda TransalpSuzuki V-Strom 650

Mittelklasse-Reiseenduros von Suzuki, Honda und BMW im Vergleichstest.

Foto-Show zum Test.   23 Bilder

Der Himmel ist so weißblau wie das bayerische Landeswappen, das wir gerade hinter uns gelassen haben. „Willkommen in Thüringen“, steht auf großen Schildern, „im grünen Herzen Deutschlands.“ Goldgelb strahlt die Sonne, irgendwo zwischen Spätsommer und Frühherbst. Anfang September, Auftakt zum potenziell schönsten Motorradmonat. Die drei Zweizylindermotoren schnurren zufrieden vor sich hin, wir Fahrer freuen uns auf alles, was auf uns zukommt. Auch wenn irgendwer offenbar den „Internationalen Tag der Fahrbahnverengung“ ausgerufen hat. Die vielen Baustellen während der Anreise können uns auf der Suche nach dem Thüringer Waldmeister egal sein.

Nein, nicht die Pflanze, sondern die beste unter den mittelgroßen Reiseenduros. Wobei BMW F 650 GS, Honda Transalp und Suzuki V-Strom 650 den Begriff „Enduro“ recht weit auslegen: 19-Zoll-Vorderräder, dürftig ausgeführter bis fehlender (Suzuki) Motorschutz und straßenorientierte Reifen geben eher Asphalt als Marschrichtung vor. Immerhin, die drei einigermaßen breiten Lenker liegen gut zur Hand. Sie treffen auf moderate Federwege und noch ohne Verrenkungen erklimmbare Sitzbänke. Es sind kompakte, unkomplizierte Maschinen, ausgewogen und nicht zu schwer. Mit hoher Alltagstauglichkeit, bei gemäßigter Abenteuer- und Offroadkompetenz.

Die BMW, pilotiert von MOTORRAD-Grafiker Gerd Mayer, hat in Wahrheit 798 Kubik. Sie ist eine Sparversion der F 800 GS, quasi eine „Basic“-Variante. Der tiefstapelnde Name soll Einsteigertauglichkeit betonen und den grandiosen Erfolg der seligen einzylindrigen F 650 GS heraufbeschwören.

Im Sattel der echte 680 cm3 messenden Honda Transalp sitzt unser Worldtraveller Tobias. Er selber hat mit seiner zerlebten 600er-Transalp fast ganz Afrika durchquert, siehe MOTORRAD 16/2011. Nun fährt er also den aktuellen vierventiligen 52-Grad-V2 zur Probe - und ist vom ersten Meter an voll begeistert. Von mehr Punch und viel besseren (ABS-)Bremsen als früher.

Als einzige echte 650er bleibt die Suzuki V-Strom übrig, fürs Modelljahr 2012 behutsam überarbeitet. Neben kleinen Modifikationen am Fahrwerk und dem 90-Grad-V2 stand vor allem eine optische Überarbeitung an. Schlanker und drahtiger als das Vormodell ist sie. Trägt nun ein elegantes Fuchsaugengesicht. Okay, die Frontverkleidung der V-Strom ist innerhalb dieses Testfelds immer noch am ausladendsten. Doch knapp 222 Kilogramm, ohne Koffer und Topcase, bloß mit deren Haltern, sind nur vier mehr als bei der BMW und sieben Kilo weniger als bei der Transalp. Tourerflair verströmt der weit aufragende Rohrlenker der V-Strom. Dahinter sitzt du prima ins Motorrad integriert.

Allerdings gefühlt ein wenig passiver als auf BMW und Honda. Bei ihnen fällt der Höhenunterschied zwischen Lenker und Sitzbank geringer aus, ist der Zug am ebenfalls aufrecht-erhabenen Oberkörper ein wenig größer. Die Folge: Man hockt aktiver. Bereits auf der Autobahnetappe der Hinfahrt verwöhnte die 650er-Suzi mit der größten Reichweite des Trios. Und mit dem besten Windschutz hinter der größten, dazu noch dreifach höhenverstellbaren Scheibe.

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BMW F 650 GS, Suzuki V-Strom 650 und Honda Transalp.  

Foto: faceCatcher.com  

Solche Verstelloptionen sind bei BMW und Honda Mangelware. Bei ihnen bläst der Wind heftiger auf Schultern und Nacken. Nur auf der F 650 GS prangen die Knie voll im Luftstrom. Total langstreckentauglich ist dagegen der Komfort in der ausgeprägten, bequemen Sitzmulde der Suzuki. Gleichfalls saubequem bleibt die sanft abgerundete, ebenfalls große Honda-Sitzbank. Stundenlanges Kilometerfressen ist auf den beiden Japanern das pure Vergnügen.

Da geht es Gerd auf der F 650 GS ganz anders. Auf der monotonen Autobahn zwickt und zwackt es nach rund einer Stunde im Hintern. Das BMW-Sitzmöbel ist einfach härter und schmaler und von eher eckiger Kontur. Trotz Ausgleichspleuels kommen recht harte Vibrationen des Rotax-Reihentwins hinzu. Beim Gaswegnehmen und in oberen Drehzahlen, jenseits von Tempo 130, sind sie auf Dauer lästig.

Schade, dass dieses 2010er-Sondermodell „30 Jahre GS“ schon nicht mehr bestellbar ist. Die exklusive Lackierung in Alpinweiß mit dreifarbigem Dekor in den historischen BMW Motorsport-Farben und roter Sitzbank geben dem sonst so betont biederen Modell eine peppige Note.

BMW und Suzuki haben keine Mühe, der Honda auf freier Strecke kurzzeitig zu enteilen: Die Transalp schafft keine 180 km/h, der Wind trommelt dabei laut am Helm. Wegen der großen Topcases pendeln BMW und Suzi in vollem Tourenornat ab 160 km/h mehr oder weniger heftig. Der aufgetürmte Ballast am Heck macht sie bei Topspeed anfälliger für Längsrillen und für Wirbelschleppen von überholten Lkw.

Also doch lieber Landstraßen fahren. Runter von der Bahn, rein ins Vergnügen. Endlich flüssiger Kurvenschwung. Die Maschinen kippen ab, die Laune steigt. Aufschwung Ost: Makelloser, ziemlich neuer Asphalt schraubt sich die Höhenzüge hoch. Tobi ist hin und weg, gibt der Transe die Sporen. Voller Fahrspaß diesseits von Afrika, und zwar mit weit unter 100 PS. Nicht einmal die gut 60 Pferdchen der gemütlichen Honda muss Tobi hier gleichzeitig von der Leine lassen. Wozu auch - zwischen rasch aufeinanderfolgenden Kurven?

Lieber bewusst die würzige, von ätherischen Ölen getränkte Luft inhalieren. Oder dem Hämmern aus der Honda-Airbox und dem wohligen V2-Wummern aus dem Auspuff lauschen, welche die Stille schneiden. Zackig kommt die Transe aus den Hufen. Sie hängt schön direkt und spontan am Gas. Klick, klick, klick, steppt sich der linke Fuß durchs beste der drei Getriebe.

Damit überspielt die in Italien gebaute Honda ihren weniger elastischen Motor. Er wird früher müde, braucht in den oberen der bloß fünf Gänge dennoch mindestens 3000 Touren, um richtig rund zu laufen. Dafür fährt das gute Gefühl mit, dass dieser sanft pulsierende V2 fürs ewige Leben gebaut ist. Das schätzt Tobias ganz besonders. In 25 Jahren kamen rund 200 000 Transalps auf Europas Straßen, fast 37 000 davon in Deutschland. Zu Zehntausenden laufen sie noch, sind schlicht unkaputtbar.

Im Kurvendickicht des dunklen Tanns outet sich „Frau Strom“ als echte Spannungsquelle. Vor allem ihr V2 elektrisiert. Völlig weich und ultradirekt beantwortet er jeden klitzekleinen Gasstoß. Die Kombination von kräftigem Antritt aus dem Drehzahlkeller und turbinenartig freiem Hochdrehen macht an. Drehfreudig, aber nicht drehzahlhungrig. Ein Motor für alle, Anfänger und Routiniers. Seine gemessenen 71 PS fühlen sich nach mehr an. Fein, wie gering dieser fantastische Antrieb vibriert. Superleise säuselt der V-Twin aus dem nun schlanker gehaltenen Endtopf. Es pröttelt dünn aus billigem - wie bei der Transalp - schwarz lackiertem Stahlblech. Satter V-Schlag fehlt bei der V-Strom. Vor- oder Nachteil?

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Hochsitz: mit Weitblick im Irgendwo.  

Foto: faceCatcher.com  

Nun, da klingt die BMW aus ihrer exklusiven Edelstahlauspuffanlage (!) deutlich dumpfer, kerniger. Fast schon wie ein heiß gemachter Boxer. Kunststück, bei technisch und akustisch gleichen Bedingungen: Paralleltwin und große Boxer-Geschwister von BMW eint der gleichmäßige Zündabstand von 360 Grad. Der Reihenmotor passt also perfekt ins Produktportfolio. Und der bärige Antritt hält, was der Sound verspricht. Kraftvoll schiebt die BMW an, legt im sechsten Gang am flottesten an Fahrt zu. Und das trotz der von den 800er-Geschwistern übernommenen, viel zu langen Gesamtübersetzung. Rein theoretisch könnte die real 74 PS starke „650er“ damit 237 Sachen rennen. Gas auf, Gas zu, steckt der Antriebsstrang ohne nennenswerte Lastwechselreaktionen weg. Einzig aus dem Schiebebetrieb heraus geht der 800er-Zweireiher einen Tick härter ans Gas als die beiden V-Motoren.

Dafür entschädigt der Blick auf den optionalen Bordcomputer, der den Durchschnittsverbrauch genau anzeigt. Nur vier Liter Sprit verfeuert der Reihentwin auf 100 sachte angegangenen Landstraßenkilometern. Noch sparsamer ist der fulminante V-Strom-V2. Er begnügt sich mit sensationellen 3,6 Litern, da wirken die 4,7 Liter der Transalp regelrecht durstig. Zumal die Honda wegen ihres kleinen 17-Liter-Tanks schon wieder an die Tanke muss. Sie tut das jedenfalls bereits nach gut elf verfeuerten Litern kund - mit einer zunächst wirr und dann wild blinkenden Balkenanzeige. Das macht Tobi frühzeitig nervös. Wie soll man da die rechnerisch 372 Kilometer Reichweite auskosten?

Auch die Suzuki verschenkt einen Teil ihres exorbitanten Aktionsradius (theoretisch 555 Kilometer!) durch ihre viel zu früh blinkende Reserveanzeige. Sie könnte es in einem Rutsch von Stuttgart nach Thüringen schaffen. Immerhin 400 Kilometer käme die F 650 GS mit dem kleinen 16-Liter-Tank weit, ohne Gepäck. Bei ihr bunkert der Treibstoff im Rahmendreieck. Der Einfüllstutzen liegt rechts neben der Sitzbank, stets gut zugänglich. Okay, einverstanden, Tank-, Pipi- und Zigarettenpause. Zeit für eine original Thüringer Bratwurst vom Rost, wie sich das gehört. Und für eine leckere Soljanka-Suppe, säuerlich-scharf. Frisch gestärkt gehts weiter. Und wie. Die Straße kreuzt ständig den berühmten Wanderweg Rennsteig auf dem Kamm des Thüringer Walds. Hoch, runter, links, rechts. Es hat schon Gründe, weshalb hier scharenweise Motorradfahrer unterwegs sind.

Am rustikalen und malerisch gelegenen Hotel „Schmücke“ treffen wir Bernd und Wolfgang aus Bonn. Sie sind mit Triumph Street Triple R und BMW R 1100 R unterwegs - fast schon viel zu viel Dampf für dieses Revier. „Ihr habt die Eifel vor der Tür und fahrt extra nach Thüringen?“ „Ja klar“, erwidert Wolfgang, „hier sind die Preise niedriger und die Straßenbeläge besser.“ Weiter gehts, den Fahrwerken auf den Zahn fühlen. Was das gesamte Trio eint: das narrensichere Fahrverhalten. Kein Aufstellmoment beim Bremsen in Schräglage, keine ausgeprägte Empfindlichkeit auf Längsrillen oder -rinnen. Nur die Honda reagiert einen Tick empfindlicher; auf zernarbten Straßen verlässt sie schon mal den angepeilten Kurs. Sie fährt dann wobbeliger, erfordert feinfühlige Korrekturen.

Auf gutem Belag sticht die Transalp auf den schmalsten Reifen des Trios gewohnt gutmütig ins Kurvendickicht. Nicht über-agil, ja sogar am wenigsten handlich. Sie vermittelt Ruhe, steht für eher beschauliches Motorradwandern. Reisen statt rasen, schauend-genießend statt engagiert angasend. Die Honda wirkt ein wenig hecklastig. Dieser Effekt verstärkt sich mit einem kommod untergebrachten Passagier deutlich. Doch leider ist die Zugänglichkeit des Federbeins ein schlechter Witz: Zum Vorspannen muss man es ausbauen.

Da gehört ein einfach zu bedienender Drehknauf hin, genau wie bei BMW und Suzuki! Dazu ist das Transalp-Federbein ziemlich überdämpft, federt zu langsam wieder aus. So sackt das Heck sehr in sich zusammen. Es hoppelt unsensibel im progressiven Bereich herum. Etwas Abhilfe schafft es, die Dämpfungsverstellung völlig zu öffnen. Doch braucht es eigens einen extralangen Schraubendreher. Den hat man auf Reisen garantiert nicht dabei. Raum für Verbesserungen lässt Hondas simpel gehaltene, stählerne Schwinge. „Reparaturfreundlich im Kongo“, würde Tobi einwenden. Genau wie der Stahlrahmen und die einzigen Drahtspeichen- statt Gussfelgen in diesem Feld. Aber was spricht gegen schön gemachte Kettenspanner, Kardan oder wenigstens serienmäßigen Hauptständer? Den lassen sich alle drei zur notwendigen Kettenpflege extra bezahlen.

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Schön ist anders. Könnte zwar den Mann an der Sprühdose meinen, gilt aber hier für „Ketten-kräder“ ohne Hauptständer.  

Foto: faceCatcher.com  

Als quicklebendiger Springinsfeld entpuppt sich einmal mehr die Suzuki. Sehr handlich nimmt sie die Kurven unter die Räder, fährt Kreise um Big Bikes. Unter zwei Voraussetzungen: Zum einen musst du das Federbein (per praktischem Drehknauf) voll vorspannen, um die Balance zu verbessern, mehr Last aufs Vorderrad zu bringen.Zum anderen sollten die Gepäckabteile möglichst im Hotel bleiben, zum Beispiel im feinen „Goldenen Hirsch“ in der Simson-Stadt Suhl. Ansonsten spürst du die Extra-kilos am Heck recht deutlich. Weil dann das wuseligste Handling des Trios nicht mehr ganz so leichtfüßig ausfällt, die BMW mit Gepäck behänder rollt.

Stabil und wertig ist der Alu-Brückenrahmen der Suzuki. Und ihre Bereifung ist einen Blick wert. Wie die Honda trägt auch Frau Strom japanische Bridgestone Trail Wing 101 und 152. Nur eben vorn in Sonderkennung „J“, hinten in „F“. Und die unterscheiden sich nicht nur im Inneren deutlich von der Basis. Die Suzuki-Reifen haben weniger Negativprofil, sie wirken dadurch noch weniger grobstollig. Dadurch bieten sie mehr Abrollkomfort, rollen leiser ab, zielen noch mehr in Richtung Straße als die bulliger wirkenden Trail Wings der Transalp. Und - wichtig auf der Rückfahrt - Suzis Spezialreifen vermitteln auch auf überflute-ten Straßen viel Vertrauen. Doch langfris-tig löst bei Bridgestone der Battle Wing die Trail Wings ab; Mischbereifung ist möglich.

Wenn Koffer und Topcase montiert sind, fährt die BMW noch handlicher als die Suzuki. Und im Gegensatz zu V-Strom und Transalp zeigt die F 650 GS auch keinerlei Lenkerflattern, wenn du zwischen Tempo 60 und 80 die Hände vom Lenker nimmst. Fahrwerke bauen kann BMW. In diesem Fall mit stählernem Gitterrohrrahmen. „Einwandfrei“, würde ein Thüringer dazu vermutlich sagen. Das gilt auch für die fast schon messerscharfe Lenkpräzision der Midsize-GS. Wo man hinguckt, fährt sie auch hin. Vielleicht auch ein Verdienst der Bereifung: Metzeler Tourance EXP.

Bodenwellen in Schräglage steckt die BMW am gelassensten weg, bleibt neutral und nahezu unerschütterlich auf Kurs. Sie hat eher ein Problem am Vorderhuf. Zwar verzögert die 300er-Einzelscheibenbremse gut. Aber nur, wenn man mit viel Kraft am Hebel zieht. Das passt zu den beiden Schmieden, die am Tag der offenen Tür in der „Neuen Hütte“ ihre Werkstücke auf dem Amboss bearbeiten, vor den Toren der feinen Fachwerkstadt Schmalkalden.

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Viel feiner dosierbar, auch von feinen Frauenhänden, ankern die zwei Dreikolbenstopper im Honda-Vorderrad. Einfach herrlich transparent. Den mittleren Kolben links vorn aktiviert allein der Tritt aufs Brems-pedal. Eine deutliche Verbesserung gegenüber dem Vormodell ist das feinfühliger regelnde Bosch-ABS der neuen V-Strom. Trotz einfacher Doppelkolben-Schwimmsättel fühlt sich das gesamte Bremssystem nun deutlich knackiger an.

ABS und viele andere Goodies kosten an der BMW Aufpreis, treiben den Preis des vermeintlichen „Einsteiger-Modells“ locker auf über 10 000 Euro. Diese Marke reißt auch die Honda in dieser Spezifikation. Gewöhnen kann man sich an die Ganganzeigen von BMW (aufpreispflichtig) und Suzuki (serienmäßig). Wie üblich bietet Suzuki die günstigste Offerte ihrer Klasse an. Spärlich informiert die Honda ihren Kapitän. Zwei Tripmaster und Kühlwassertemperatur, das wars. Der Bordcomputer der F 650 GS bietet dagegen Infos zu Durchschnittsverbrauch und -geschwindigkeit, Momentanverbrauch und sogar eine Stoppuhr. Logisch, alles gegen Aufpreis.

Der Analogtacho der BMW ist wegen plumper Nadel mäßiger ablesbar als die Digitalanzeigen von Honda und Suzuki. Die Drehzahl vermelden alle drei ganz klassisch per Rundinstrument. Das Trio nimmt Einsteigerfreundlichkeit ernst. Wörtlich in Form von niedrigeren oder höheren Zubehörsitzbänken, bei der BMW sogar plus Tieferlegungssatz. Ferner durch 34-PS-Optionen.

Wie leicht sich diese drei Kumpels auf zwei Rädern beherrschen lassen, offenbaren Abstecher auf Schotterwege. Wenn man hier freigegebene Feldwege befährt, grüßt der Förster freundlich, in Süddeutschland hätte er bestenfalls strafend geblickt. Sanfter Leistungseinsatz lässt die Hinterräder kaum ausbrechen, die 19-Zöller vorn führen manierlich. Und beim Umdrehen vor den dann doch kommenden Verbotsschildern machen es einem alle drei durch kleine Wendekreise ziemlich einfach. Wer einmal aufs Neue erfahren will, wie bereichernd Motorradfahren ist - drei Tage Thüringer Wald an Bord dieser feinen Motorräder dienen als wahre Erlebniskur. Sie sind wie gute Freunde, einfach da, machen alles mit. Bescheiden und unkapriziös. Waldmeister sind alle drei, Testsieger ist die neue Suzuki V-Strom 650. Gratulation.


WEITER ZU SEITE 2: MOTORRAD Punktewertung / Testergebnis

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