Schadstoffvergleich

Auf dem Abgasprüfstand mussten zwei Honda CBR 600, eine mit Vergaser, die andere mit Einspritzung und geregeltem Katalysator und eine BMW F 650 mit Vergaser und ungeregeltem Katalysator sowie eine mit Einspritzung und geregeltem Kat ihre Umweltverträglichkeit unter Beweis stellen. Die Schadstoffe wurden im Pkw-Zyklus ermittelt, der auch den Motorradzyklus ECE 40 enthält, darüber hinaus werden von der Abgasanlage aber auch der Kaltstart mit Warmlaufphase und der außerstädtischen Zyklus erfasst. Hondas Einspritzer emittiert mit geregeltem Katalysator beim Kaltstart etwas geringere Schadstoffmengen als das Vergaserpendant. Im warmen Zustand reduzieren sich beim 2000er-Modell die Schadstoffe in der Größenordnung von 16 bis 22 Prozent. Anders die Einspritzvariante, deren Katalysator im warmen Zyklus nach Erreichen der Betriebstemperatur den Schadstoffausstoß um satte 42 bis 86 Prozent reduziert. Im außerstädtischen Zyklus legt dann die Einspritz-Honda proportional deutlich stärker an Schadstoffen zu als die Vergaservariante, was sich auch im Verbrauch niederschlägt. Der ungeregelte Katalysator der BMW F 650 funktioniert offensichtlich nicht richtig. Selbst im warmen Zustand sinken die CO-Werte kaum. Trotz des U-Kats verfehlt die F 650 die aktuellen Grenzwerte bei Kohlenmonoxid deutlich. Überzeugend dagegen die Variante mit G-Kat und Einspritzung: Nach Anspringen des Katalysators gehen die Schadstoffemissionen drastisch um 72 bis 79 Prozent zurück. Und auch im außerstädtischen Zyklus sinken die Schadstoffkomponenten HC und CO, was sich im Kraftstoffverbrauch und im hervorragenden Gesamtergebnis niederschlägt.

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