Spielregeln Spielregeln

Die Fragestellung ist eigentlich ganz einfach: Welche Maschine ist die schnellste? Die Antwort fällt allerdings ziemlich schwer, nur mit viel Aufwand lässt sich die Spreu vom Weizen trennen. Vor allem, wenn nicht wie bei üblichen Vergleichstests nur drei oder vier Maschinen gefahren werden, sondern – beinahe – der komplette Jahrgang. Um die Frage nach der besten Offroad-Maschine in den drei Hubraumkategorien bemüht sich das zum dritten Mal ausgetragene Master Enduro, zu dem die spanischen Kollegen von Motociclismo zehn Motorrad-Zeitschriften aus der ganzen Welt nach Talavera in der Nähe von Madrid einluden. Alle Motorräder wurden aus Gründen der Chancengleichheit gleich bereift, Bridgestone fuhr einen ganzen Sattelschlepper mit Hinterreifen ED 662 und Vorderreifen M 59 auf. Der Ablauf unterscheidet sich grundsätzlich nicht wesentlich von einer normalen Enduro-Veranstaltung, nur die langen Verbindungsetappen fehlen. Stattdessen müssen Fahrer und Bikes ihre Qualitäten in je zwei Zeitprüfungen beweisen. Die eine entspricht einem eher flüssig abgesteckten Cross-Test, die andere ist ein kniffliger, enger Enduro-Parcours, gespickt mit allen erdenklichen Schwierigkeiten. Nach einem kurzen Training zum Kennenlernen der Strecke hat jeder Fahrer mit jeder Maschine nur eine Chance, wie im Rennsport üblich. Eine professionelle Zeitnahme sorgt für die exakte Messung und Auswertung von mehreren hundert Werten. Für die Platzierung zählen aber nicht nur Best- und Durchschnittszeiten, sondern zusätzlich die Zahl der persönlichen Bestzeiten. Schaffen ein oder mehrere Fahrer ihre schnellste Runde mit dem jeweiligen Modell, gibt es Extrapunkte. Außerdem muss jeder Fahrer für die einzelnen Motorräder Bewertungsbögen ausfüllen, der Durchschnittswert der Benotung auf einer Skala von eins bis zehn fließt ebenfalls in das Endergebnis ein.
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