Suzuki Bandit 1250

Reihenvierzylinder, 1255 cm3, 98 PS bei 7500/min, 108 Nm bei 3700/min, Sechsganggetriebe, Kettenantrieb, Gewicht 253 kg, 0–100 km/h 3,2 sek, Höchstgeschwindigkeit 225 km/h, Verbrauch 5,4 Liter/100 km (Super), Preis 8435 Euro

Ein Big Bike in der 8000-Euro-Klasse? Eigentlich misst sich die Bandit 1250 doch mit Größen wie Honda CB 1300 für 11170 Euro oder Yamaha XJR 1300, die mit 9997 Euro auch zu einer andere Liga zählt. Das ist doch die Konkurrenz – oder doch nicht? Der Preis von 8435 Euro ist jedenfalls konkurrenzlos. Vier Zylinder, 1255 cm3 Hubraum, 98 PS Leistung, 108 Nm maximales Drehmoment, 253 Kilogramm Gewicht – so viel Motorrad für so wenig Geld gibt es sonst nirgends. Selbst ein gut regelndes ABS ist im Preis inbegriffen. Die Bandit hat also nicht ohne Grund eine große Fangemeinde, obwohl einige ein wenig enttäuscht darüber sind, dass der jüngsten Generation ein rippenloser, wassergekühlter Motor verabreicht wurde. Dafür schafft sie mit elektronischer Einspritzung und G-Kat locker Euro 3.
Die Sitzposition auf dem unverkleideten Big Bike ist sportlich angehaucht, kompakt, leicht vorgebeugt, der Lenker dicht am Körper, das Gefühl fürs Vorderrad sehr direkt. Die Bandit 1250 schafft den Spagat, dass sich Großgewachsene wie kleinere Naturen auf ihr wohlfühlen. Ausgedehnte Tagestouren – gerne auch zu zweit – sind mit dem Allrounder
mit Leichtigkeit zu meistern. Dem Charakter eines Elektromotors ähnelnd, arbeitet sich der drehmomentstarke Vierzylinder agil durchs Drehzahlband. Bei einer solchen Durchzugsstärke hätte es im knackig zu schaltenden Getriebe auch ein Gang weniger getan. Zumal der Sechste noch nicht einmal als Schongang ausgelegt ist.
Die straff abgestimmten Federelemente leiten wenig Bewegung ins Fahrwerk und ermöglichen ein sehr präzises Einlenken. Trotz ihrer gut fünf Zentner wirkt die Bandit handlich, sehr direkt und neutral. Auf holprigen Straßen wird sie allerdings unkomfortabel und leicht bockig, weshalb man sich hier mit sportlicher Fahrweise ein wenig zurückhalten sollte. Ihre Bremsen fühlen sich etwas teigig an, verzögern aber anstandslos. Wer auf einen durchzugsstarken Vierzylinder steht, kann getrost zur Bandit greifen.

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