Suzuki Van Van

Vmax: 102 km/h +++ Preis: 3415 Euro +++ Viertakter

Motor und Getriebe: »850 ccm« steht auf dem Motorgehäuse. Stimmt auch – an Ölinhalt. Klar, dass der Hubraum nur 125 Kubikzentimeter
misst, doch was der luftgekühlte Single daraus macht, verdient Respekt. Er springt prima an, kommt schön gleichmäßig von ganz weit unten,
zieht kräftig in der Mitte und wirkt obenheraus nicht angestrengt. Echte elf PS taugen allerdings nur für ein bescheidenes Höchsttempo von 102 km/h. Die sanfte Leistungsentfaltung macht zusammen mit der kinderleicht dosierbaren Kupplung und dem unauffälligen Getriebe selbst trialartiges Herumzirkeln auf losem Untergrund zur leichten Übung.
Fahrwerk und Bremsen: Offenbar sind Ballonreifen in Sachen Komfort,
Federung und Dämpfung nicht das dümmste. Der fette 130er vorn und die 180er-Heckwalze nehmen der soft gedämpften Telegabel und dem direkt angelenkten Federbein etwas Arbeit ab. Ihre breite Aufstandsfläche und grobe Profilierung bewährt sich bestens im Schlick und Matsch, da staunt so mancher Endurist. Selbst schnellere Kurven durcheilt die Van Van flott und beschwingt. Etwas defensiv ankern die einfach gestrickten Bremsen.
Sonstiges: Total relaxed, echt cool ist die Sitzhaltung – breite Lenkstange, aberwitzig gepolsterter Sitz, angenehmer Kniewinkel, das eigene Spiegelbild glänzt in den verchromten Blinkergehäusen.
Fazit: Die Knutschkugel ist echt souverän. Mit der Van Van, die »Fun Fun« heißen sollte, gehst du deinen eigenen Weg. Immer und überall.

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