Technische Änderungen im Detail

Der Grundaufbau des neuen Motors ist seinem Urahn sehr ähnlich. Kurbel- und Getriebewellen liegen auf einer Ebene, die Steuerkette treibt rechtsseitig zwei obenliedende Nockenwellen an. Das Verhältnis Bohrung/Hub wurde stärker auf Drehzahlfestigkeit getrimmt und fällt mit 74 x 54 Millimeter deutlich kürzer aus als bisher (70 x 58 Millimeter). Die 38er-Gleichdruckvergaser ersetzen Saugrohre mit 40 Millimeter Durchmesser. Natürlich wuchsen mit den größeren Zylinderkopfflächen auch die Ventile. Ein-/Auslass früher 27,5/23 Millimeter groß, messen sie nun 29/24 Millimeter bei gleichem Schaft von 4,5 Millimeter. An den Titankrümmern schließt sich heute eine Steuerklappe an, die für mehr Drehmoment und weniger Lautstärke im unteren Drehzahlbereich verantwortlich ist. Lambdasonde und Katalysator ergänzen den Auslasstrakt. Völlig neu auch die Rahmenkonstruktion, die nur noch eine steife Verbindung zwischen Motor und Lenkkopf herstellt. Die Schwinge selbst ist im Motorgehäuse gelagert, wodurch sie um rund 20 Millimeter länger ausfallen kann, ohne dass sich der Radstand vergrößert. Der Trend bei der Vorderradführung geht wieder eindeutig zur Upside-down-Konstruktion, die auch bei der Fireblade die 45er-Telegabel ersetzt. Mit 17-Zoll-Bereifung (effektiv 116 Millimeter Reifenbreite) und mächtigen 330er-Bremsscheiben (früher 296er) klinkt sich Honda in die gängige Linie ein. Das breite 16-Zoll-Vorderrad (1128 Millimeter Reifenbreite) hat ausgedient. Trotz der größeren Raddurchmesser (60,5 zu 58,9 Zentimeter) wuchsen die fürs Handling entscheidenden Kreiselkräfte vorn lediglich um drei Prozent.

Artikel teilen

Anzeige

Aktuelle Gebrauchtangebote