Touring-Test

Während die 1000-Punkte-Wertung den gesamten Einsatzbereich
eines Motorrades abbildet, geht es in der Tourer-Zusatzwertung
ausschließlich um Kriterien, die auf Reisen von besonderer Bedeutung sind. Unterm Strich liegt hier die BMW vorn. Obwohl sie den beiden anderen motorisch unterlegen ist, punktet sie nicht zuletzt wegen ihres elektrisch einstellbaren Fahrwerks mit hervorragender Fahrstabilität, an der sich auch durch einen Passagier oder schweres Gepäck nichts ändert.
Ganz im Gegenteil zur Pan, die mit einer deutlichen Pendelneigung bei hohen Geschwindigkeiten verunsichert. Stark beladen, verstärkt sich das Ganze noch. Aber auch die FJR verhält sich in dieser Beziehung nicht tadellos, was zumindest teilweise auf die nicht optimale Metzeler-Bereifung zurückzuführen ist. Die wirkt sich außerdem negativ auf das Handling aus, im Vergleich wirkt der Bridgestone-bereifte Bayern-Boxer deutlich agiler. Die RT verwöhnt
zudem mit der besten Tourer-Grundausstattung, die sich mit allerlei Optionen nach individuellen Wünschen erweitern lässt.
In den Kriterien Fahr- und Sitzkomfort – das ist auf langen Touren von
besonderer Bedeutung – liegt die Honda knapp vorn, sie bringt die gesamte Bordbesatzung am komfortabelsten unter. Aus ergonomischer Sicht gibt
es jedoch auch auf BMW und Yamaha kaum etwas zu kritisieren. Letztere
hat ihre Stärken eindeutig im kraftvollen Antrieb, der in jeder Situation ein souveränes Gefühl vermittelt und selbst etwas sportlichere Ansprüche
befriedigt, so dass sich die Yamaha FJR 1300 in der Addition noch knapp vor die Pan European schieben kann.

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