Vom Rennen und Rasten

Wer Isle of Man sagt, meint Tourist Trophy. Und in der Tat ist
dieses typisch britische Verständnis von Rennsport immer und überall zu spüren. Alleine deshalb, weil die Helden der Isle of Man schon zu Lebzeiten Legenden sind oder waren. Wie der Größte von ihnen, der
Ire Joey Dunlop. 26 Mal legte er in verschiedenen Klassen die schnellste Zeit vor, ehe er bei einem Straßenrennen in Estland tödlich verunglückte. Oder David Jefferies: Der 30-jährige britische Rundenrekordhalter, der im Jahr 2000 den 125-Meilen-Schnitt knackte und ihn 2002 auf sagenhafte 127,29 Meilen (204,9 km/h) trieb, starb 2003 während der zweiten Trainingsrunde. Kollege John McGuinnes, Jefferies Freund und Vater von dessen Patenkind, passierte die trümmerübersäte Unfallstelle Sekunden später mit viel Glück unbeschadet – und startete trotzdem, nachdem er zuvor Jefferies Eltern konsultiert hatte.
Man mag das wahnsinnig finden – oder magisch. Auf jeden Fall zieht
die Isle of Man Besucher unweigerlich in ihren Bann. Während der TT (das MOTORRAD ACTION TEAM, Telefon 0711/182-1977, bietet vom
2. Juni bis zum 12. Juni 2005 ein Komplettprogramm an) – aber auch abseits der Rennen. Da erzählt jede Kuppe eine Geschichte, wartet jedes Pub mit einer neuen Heldensaga. Und man zieht unweigerlich den
Hut – vor allen, die hier Geschichte schrieben.

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