Wer ist schneller?

Die Datenanalyse zeigt klar und deutlich, wo der Käfer die Meter macht: nämlich ganz am Anfang, direkt beim Anfahren. Wie der Kemp-Käfer aus dem Stand wegschnalzt, ist kaum zu fassen. Um auf Tempo 50 zu beschleunigen, braucht er gerade einmal 0,8 Sekunden. Die Traktion ist dank seiner fetten Spezialreifen und der günstigen Schwerpunktlage unglaublich. Dagegen kämpft die Vmax noch mit dem durchdrehenden Hinterrad, so dass sie es in dem gleichen Zeitraum lediglich auf 22 km/h schafft. Diesen Vorsprung des Käfers aufzuholen gelingt der Vmax im weiteren Verlauf des Beschleunigungsvorgangs nicht, da reicht selbst die Viertelmeile nicht.

Zwar beschleunigt sie schneller als der Käfer auf 200 km/h und erreicht auch eine höhere Endgeschwindigkeit – aber der Käfer überquert trotzdem knapp vorher den Zielstrich! Ein paar Dutzend Meter hinter dem Zielstrich würde die Vmax locker vorbeiziehen. Denn wenn das Traktionsproblem kein Thema mehr ist, wenn es um Leistung, Gewicht und Luftwiderstand geht, holt die Vmax sukzessive auf. Sie hat mit 2,16 kg/PS (mit Fahrer) zwar ein ähnliches Leistungsgewicht wie der Käfer mit 2,19 kg/PS, bei höheren Geschwindigkeiten wirkt sich jedoch der schlechte Luftwiderstand des Käfers zunehmend als Bremse aus. Übrigens: Eine Hayabusa oder ein Superportler hätten zum Sieg über den VW-Dragster ebenfalls nicht gereicht, denn die brauchen für die Viertelmeile auch um die 10,5 Sekunden.
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