Vergleichstest: 600er von Honda Familienduell: fünf Hondas und ein Motor
600 Kubikzentimeter langen allemal, um einen flotten Strich zu fahren - egal ob mit 78, 102 oder 120 PS. Welche 600er-Honda passt zu Ihnen?
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Honda CBF 600, Honda CBF 600 S, Honda CBR 600 F, Honda CBR 600 RR
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Vollwertiges Motorrad zu verkaufen, 600 Kubikzentimeter Hubraum, 78 PS - lächeln Sie milde oder sind Sie platt, ob der mörderischen Anmutung dieser Leistungsdaten? Was vor 20 Jahren noch Maßstäbe gesetzt hätte, zählt heute zur Kategorie Einsteiger, Anfänger, ja sogar Langweiler würde manch einer sagen. Diese Klasse ist mit den Jahren gewachsen: Früher stellten Fahrschulen 400er bereit, dann 500er, und heute sieht es schon fast danach aus, als könnte die 600er-Riege bald von noch größeren Antrieben abgelöst werden; BMWs F 800 R, Yamahas FZ8, Ducatis Monster 696 und 796 - sie alle stoßen hubraumtechnisch ins selbe Horn. Dabei funktioniert die Anordnung von vier Zylindern in Reihe mit je 150 cm³ Einzelhubraum prächtig. Die in der Regel supersportlichen Schwestermodellen entliehenen Motoren geben in den erheblich alltagstauglicheren Varianten ein überzeugendes Bild ab. Zudem laufen sie deutlich ruhiger als zweizylindrige Genossen mit vergleichbarem Hubraum.
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Kein Wunder also, dass sich Honda auf seine Stärke bei den Reihenvierern verlässt und man den japanischen 600er-Antrieb in mittlerweile fünf Modellen einsetzt. Als erster Abkömmling trat 1998 die Hornet auf den Plan, die in ihrer aktuellen Ausbaustufe dem ersten Modelljahr weit überlegen ist. Später kamen CBF 600 in unverkleideter und halbverschalter Variante hinzu. Bikes zum Pferdestehlen: Urlaub machen, Brötchenholen, mit und ohne Sozius, einfach zu bedienen für jedermann. Das Rezept, einen Allrounder um einen leistungsreduzierten Sportmotor zu bauen, kam an: Die halbverkleidete CBF 600 S stand 2009 auf Platz 2, 2010 auf Platz 4 der Neuzulassungen in Deutschland. Aber auch die dynamischere Hornet 600 und die supersportliche CBR 600 RR befinden sich unter den Top 50 der letzten beiden Jahre. Während die Hornet stetig weiterentwickelt wurde, nahm das Interesse an der damaligen CBR 600 F seit 2003 kontinuierlich ab. Warum? Honda warf mit der CBR 600 RR ein radikales Sportmotorrad auf den Markt und stellte die F wenige Jahre später ein. Nun aber kehrt sie in neuem Kleid zurück, um sich die Lorbeeren als alltagstaugliche Rennsemmel erneut zu verdienen. In ihrer zwanzigjährigen Bauzeit gelang ihr das bereits sehr gut. Doch ganz gleich, welche Leistungsklasse (78, 102 und 120 PS) man bevorzugt, eines ist allen 600ern gleich: Sie wollen gedreht werden. Das macht mehr Spaß, als Sie sich vorstellen können.
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