Suzuki GSX-R 600/750/1000 Fisherman's Friends
Sind sie zu stark, bist du zu schwach. Womit kommt ein Hobbypilot auf der Rennstrecke am besten zurecht: 600er, 750er oder 1000er? Bewaffnet mit den drei Mitgliedern der GSX-R-Familie tritt der Autor bei seinem ersten 3-Stunden-Rennen an. Ein Erfahrungsbericht.
In diesem Artikel:
Suzuki GSX-R 1000, Suzuki GSX-R 600, Suzuki GSX-R 750
IN DIESEM ARTIKEL
Testsieg beim großen Rennstrecken-Superbike-Vergleichstest 2009; die neue Suzuki GSX-R 1000 ist ein Hammer. Toll kontrollierbare Leistung im Überfluss, gute Bremsen, eine kompakte Sitzposition - ein Motorrad, gemacht, um auf der Rennstrecke Rundenzeiten zu brennen. Trotzdem oder gerade deshalb kann sie ihre Piloten stressen. Immer und überall geht es vorwärts, quer oder aufwärts, fordert sie höchste Konzentration und vollen Körpereinsatz.
Für Profis, die gerne am Limit spielen, ist das wahrscheinlich kein Problem, aber für einen Hobbyfahrer? Sollten solche Freizeit-Rennstreckentreiber nicht besser auf quirligen, unkomplizierten 600ern nach ihren persönlichen Grenzen suchen? Auf Motorrädern, die auch eine unsensible Gashand verzeihen und mit etwas versammeltem Mut am Kurvenausgang immer Vollgas erlauben? Vielleicht ist ja die Zwischenlösung die beste: Suzukis Dauerbrenner GSX-R 750 ist seit Jahrzehnten ein fester Bestandteil der blau-weißen Produktpalette und hält bis heute einsam seine Stellung in einer eigentlich ausgestorbenen Hubraumklasse. Welche der drei Schwestern macht am meisten Spaß auf der Piste?
PS-Chef Matthias "Schrotti" Schröter entscheidet sich für die einzige sinnvolle Antwort auf diese Frage: Ex-Rookie Uwe solls austesten - gemeinsam mit dem jugendlich-dynamischen PS-Redakteur, der das Verbessern der eigenen Rundenzeiten noch am nötigsten hat - mit mir. Austragungsort des Familienstreits ist Doc Scholls 3-Stunden-Rennen im Rahmen des PS-Racecamps in Alcarràs, Spanien.
Doch vor meiner ersten Zieldurchfahrt steht ein langer Weg: Reifenbikesundklamottenpacken, zwölfstundennachspanienfahren, alleswiederausladen. Uff. Ich bin erschöpft, der erste Trainingstag kann kommen. Und er wird kommen.