Anzeige gegen Rossi Zu schnell

Foto: 2snap
MotoGP-Superstar Valentino Rossi war zu schnell – allerdings nicht auf Asphalt, sondern im Schnee: Mit seinem Snowboard rammte er auf der Piste Pradalago in Madonna di Campiglio einen Skifahrer. Der ging zu Boden und verletzte sich an der Schulter. Rossi selbst alarmierte per Handy Polizei und Notarzt und stand dem Verletzten bis zum Eintreffen professioneller Hilfe bei – an sich selbstverständlich, doch in Italien nimmt in letzter Zeit die Fahrerflucht nach Skiunfällen dramatisch zu. Erst vor zwei Tage fügte ein Skifahrer einem Snowboarder in der Nähe von Belluno tödliche Verletzungen zu und ließ ihn einfach liegen.

So weit, so gut, im Falle Rossi, sollte man meinen – aber weit gefehlt: Der Verletzte, ein 47-jähriger Steuerberater aus Rom, der das Krankenhaus noch am Tag des Unfalls verlassen konnte, erstattete Strafanzeige gegen den Rennfahrer. Offensichtlich, so spekulieren italienische Medien, habe er zwei und zwei zusammengezählt und rechne sich nun ein ordentliches Schmerzensgeld aus, wenn er im Gegenzug die Anzeige wieder fallen lässt. Das wiederum dürfte Rossi, immerhin bestbezahlter Zweiradler der Welt, verschmerzen können.

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