Bikerparty in einem Kölner Nachtclub Motorradlust

Foto: Frank R. Weihs
Das Pascha kennt in Köln beinahe jeder: Zehn Stockwerke hoch ist das 1974 erbaute Dirnenhochhaus, in pastelligen Blautönen gehalten. Nicht nur bei Nacht der leuchtende Venus-Hügel von Köln. Dort steigt an einem Sonntagnachmittag eine „große Bikerparty“. Allerdings nicht im Bordell, sondern im Table-Dance-Bereich, dem Nightclub. Die beiden Häuser liegen zwar unter einem Dach, hätten jedoch nur indirekt miteinander zu tun, erklärt Werner Krieger, zuständig fürs „Management Table-Girls“, den Unterschied: „Bei uns gibt es keine Prostitution.“

Aber eine Treppe höher, im so genannten „Laufhaus“. Dort haben die Freier Auslauf, drehen ihre Runden auf der Suche nach der besten Option. Direkt gegenüber ragt der Konkurrenz-Puff auf. Heißt schlicht „Das Bordell“. Daneben ein schmuckloser Imbiss, die „Snack-Bar“. Läuft im Dreischicht-Betrieb rund um die Uhr. Ab fünf Uhr in der Früh’ gibt’s dort frische Brötchen. Ansonsten hat die Hornstraße noch einen Schlachthof und einen Lidl-Markt zu bieten, der hat heute jedoch zu. Ist ja Sonntag. Bonjour tristesse.

Endlich schneidet Motorengedröhn die Luft, Harleys, MV Agustas und Benellis laufen ein, stolze Fahrer in schicken Lederjacken parken sie in Reih und Glied. Auch eine Form käuflicher Liebe, denn es sind diverse Vorführer von Kölner Motorradhändlern dabei.

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