Ausdauertraining ist die Basis für die Biker-Fitness. Gut für die Fitness ist der Climber. Bei ihm ist die gesamte Muskulatur im Einsatz. Der Trainierende befindet sich in aufrechter Position. Die Hände sollten am besten im Kammgriff greifen und nicht verkrampfen

Grundlagen: Fitness-Training für Tourenfahrer Fit wie ein Biker?

Wer körperlich fit ist, macht nicht nur weniger Fehler, sondern kann die Motorrad-Dynamik beim Fahren auch mehr genießen. 2Räder und Sport-Experte Jowa Bacher machen Sie fit für die neue Saison.

Foto: Biebricher
Ausdauertraining ist die Basis für die Biker-Fitness. Gut für die Fitness ist der Climber. Bei ihm ist die gesamte Muskulatur im Einsatz. Der Trainierende befindet sich in aufrechter Position. Die Hände sollten am besten im Kammgriff greifen und nicht verkrampfen
Ausdauertraining ist die Basis für die Biker-Fitness. Gut für die Fitness ist der Climber. Bei ihm ist die gesamte Muskulatur im Einsatz. Der Trainierende befindet sich in aufrechter Position. Die Hände sollten am besten im Kammgriff greifen und nicht verkrampfen
Ihre Maschine bekommt regelmässig eine Inspektion? Gut für Ihr Motorrad. Und Sie selbst? Ihre Maschine fit zu halten, ist verhältnismäßig einfach: morgens rein in die Werkstatt, abends wieder raus und ab zum Bikertreff. Erinneren Sie sich daran, wann Sie sich das letzte Mal selbst auf Vordermann gebracht haben? Der flotte Sonntagsritt und die nächste Urlaubstour in die Dolomiten fordern nämlich nicht nur Ihr zweirädriges Schätzchen, sondern auch Sie selbst ganz gehörig. Vielleicht denken Sie sich: "Ich bin doch erfahren, die nächste Saison kann ruhig kommen. Nix da. Es ist unsere Pflicht, auch uns selbst fit zu halten. Beim Fahren funktioniert der obere Teil der Maschine nicht ohne den unteren - schon klar. Nur andersum gilt eben auch. Selbstverständlich gibt es kein Standardfitnessprogramm für jeden Typ Motorradfahrer. Dafür sind Fahrer wie Maschinen viel zu unterschiedlich. Beispielsweise spielt die vom Motorradtyp abhängige Sitzhaltung eine große Rolle. Und Menschen mit gesundheitlichen Einschränkungen sollten natürlich auch anders trainieren als diejenigen, die ohnehin täglich Sport treiben. 2Räder zeigt Ihnen grundlegende Übungen, die Sie entspannter Motorrad fahren lassen und Ihnen zu mehr Körperbewusstsein verhelfen. Das Training eignet sich besonders für Touren- und Vielfahrer. Es enthält drei Hauptelemente, eine vorherige Aufwärmphase ist Pflicht. Das Ausdauertraining kräftigt Herz und Kreislauf, sorgt für längere Konzentration und physische Leistungsfähigkeit. Den besonderen Anforderungen im Grenzbereich und beim Stop-and-go im Gelände tragen wir mit Übungen zur Körper-Koordination Rechnung. Nicht zu vernachlässigen: das Krafttraining. Gezielter Muskelaufbau hilft typische Haltungsschäden bei Bikern zu verringern und die beim Fahren besonders belasteten Körperpartien zu unterstützen. Los geht's!
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Hauptelemente des Trainings

Basis-Elemente des Tourenfahrer-Trainings sind Aufwärmphase und Ausdauertraining. Beides lässt sich an den gleichen Geräten trainieren.

Auf instabilem Untergrund wird die Körper-Koordination trainiert. Die Schwerpunkte liegen hierbei auf der Schulung von Gleichgewicht und Körperwahrnehmung.

Das Krafttraining wirkt Haltungsfehlern entgegen. Außerdem werden die beim Motorradfahren stark belasteten Körper-partien gekräftigt.
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Foto: Archiv

Diplom-Sportwissenschaftler Jowa Bacher

Jowa Bacher ist Diplom-Sportwissenschaftler und Sporttherapeut. Die vorgestellten Übungen sind entsprechend den spezifischen Belastungen von Bikern zusammengestellt.

Ausdauer

Aufwärmen heißt’s bei Trainingsbeginn, am Ende steht das Ausdauertraining. Zehn Minuten warm machen reichen. In den meisten Studios stehen verschiedene Ausdauergeräte, die für Aufwärmen und Ausdauertraining gleichermaßen genutzt werden können. Gehen Sie das Aufwärmen locker an, auspowern sollten Sie sich hierbei nicht. Für Biker sind Geräte mit aufrechter Körperhaltung geeignet: Climber, Crosstrainer und Hand­kur­bel­er­go­­me­ter können bei­spiels­weise stehend benutzt werden. Beim Ausdauertraining sollten Sie Ihr Herz-Kreislaufsystem auf die Pulsfrequenz bringen, die der Trainer hierfür errechnet hat. Nicht vergessen: Schließen Sie jedes Training mit einer lockeren Cool-Down-Phase ab.

Koordination

Reduzieren Sie Ihre Unfallgefahr! Das für sicheres Motorradfahren extrem wichtige Training der Körper-Koordination umfasst alle Komponenten der Bewegungskontrolle. Je besser Sie Ihre Bewegungsabläufe koordinativ steuern, desto weniger Kraft kosten Sie diese. In der Fahrpraxis bedeutet das: Ihre Reaktionen werden schneller, Ihre Bewegungen laufen präziser ab und Sie ermüden nicht so schnell. Ein weiteres Plus: Sie verspannen weniger.

Krafttraining

Ihr allgemeines Muskelkorsett bauen Sie durch effektives Krafttraining auf. Bei Stürzen können so Belastungen bis zu einem gewissen Grad abgefangen werden. Das Training soll aber auch bikertypischen Haltungsfehlern entgegenwirken: Hochgezogene Schultern, nach vorn gestreckter Kopf und Rundrücken sind Beispiele hierfür. Halten Sie jetzt dagegen, um nicht weniger fit als Ihr Motorrad dazustehen.

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