Helmpflicht in den USA Krachhüte retten Leben

Foto: Archiv
Im US-Staat Pennsylvania ist 2003 die Helmpflicht gelockert worden. Nur Biker unter 21 Jahren und solche mit weniger als zwei Jahren Fahrerfahrung sind noch verpflichtet einen Hut zu tragen. Während die Anzahl der Helmträger binnen zweier Jahre von 82 auf 58 Prozent sank, stieg die Zahl der Unfälle mit tödlichen Kopfverletzungen um 66 Prozent, wie eine Studie der Universität Pittsburgh ergab. Auch wenn zu Grunde gelegt wird, dass im selben Zeitraum mehr Motorräder zugelassen wurden, steigerte sich die Anzahl der tödlichen Kopfverletzungen trotzdem um alarmierende 32 Prozent, wohingegen die Zahl der sonstigen tödlichen Körperverletzungen bei Motorradunfällen, zulassungsbereinigt, gleich blieb.
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In der durch die Untersuchung ausgelösten Debatte, ob eine Helmpflicht wieder eingeführt werden soll, gehen die Argumente weit auseinander. So plädiert die Alliance of Bikers Aimed Toward Education für eine Beibehaltung der geltenden Regeln, um niemanden in seiner freien Wahl einzuschränken. Befürworter der Helmpflicht, wie der Parlamentsabgeordnete Dan Frankel, argumentieren, dass die Steigerung der Kopfverletzung auch höhere Kosten für das Gesundheitswesen und damit für den Steuerzahler nach sich zieht. Weiter Informationen zu der Studie gibt es auf der Homepage der Uni Pittsburgh: http://www.publichealth.pitt.edu

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