Schier sprachlos: Angesichts von so viel Begeisterung fehlen selbst einem Valentino Rossi kurzfristig die Worte.

Ducati Moto GP Night in Bologna Großer Ansturm auf Rossi & Co

Damit hatte wohl selbst Ducati nicht gerechnet: Bei der Moto GP Night des Herstellers am Abend des 4. März platzte das Zentrum von Bologna schier aus allen Nähten. Knapp 40000 Fans drängelten sich trotz frostiger Temperaturen auf der Piazza Maggiore, dem Hauptplatz im Herzen der Stadt, um den Start in die neue Rennsaison und natürlich die Helden des MotoGP-Teams zu feiern.

Foto: Ducati
Der WM-Titel soll her: Die Ducati-Mitarbeiter bereiteten Valentino Rossi und Nicky Hayden einen überwältigenden Empfang im Werk.
Der WM-Titel soll her: Die Ducati-Mitarbeiter bereiteten Valentino Rossi und Nicky Hayden einen überwältigenden Empfang im Werk.

Selbst Neuerwerbung Valentino Rossi, umjubelter Star des Abends und an viel Wind um seine Person gewöhnt, geriet angesichts der Begeisterung schier aus der Fassung: "Man hat mir gesagt, dass viele Leute kommen werden. Aber mit Euch allen hatte ich nicht gerechnet", rief der neumalige Weltmeister von der Bühne aus sichtlich bewegt ins fahnenschwenkende Ducati-Volk.

Anzeige
Foto: Ducati
Schier sprachlos: Angesichts von so viel Begeisterung fehlen selbst einem Valentino Rossi kurzfristig die Worte.
Schier sprachlos: Angesichts von so viel Begeisterung fehlen selbst einem Valentino Rossi kurzfristig die Worte.

Bologna wurde also wieder mal seinem Ruf gerecht: als motorbegeisterte Welt- und Kulturstadt, die ihresgleichen sucht. Vor der faszinierenden Kulisse der mittelalterliche Altstadt fuhr Ducati denn auch alles auf, was in der Welt der Roten Rang und Namen hat, von Big Boss Gabriele Del Torchio über den Generaldirektor Claudio Domenicali – am Abend zuvor noch bei der Preisverleihung von MOTORRAD in Dortmund – bis zu Altlegende Giancarlo Falappa. Auch die Motorräder kamen nicht zu kurz: Rossi und sein Teamgefährte Nicky Hayden erschienen auf ihren MotoGP-Rennern auf der Bühne. Das tieffrequente Grollen der Desmosedici GP11 übertönte minutenlang den Jubel und jagte den Zuschauern wohlige Schauer über den Rücken. Artig bedankten sich die Fans für das Spektakel: Hochrufe gab es nicht nur für Superstar Rossi, sondern ebenso für Teamkollege Hayden, bereits im fünften Jahr im Dienst der Roten, und besonders für Filippo Preziosi, Chef von Ducati Corse und geistiger Vater der Desmosedici.

Anzeige
Foto: Ducati
Full House: Die Piazza Maggiore im Herzen von Bologna war proppenvoll.
Full House: Die Piazza Maggiore im Herzen von Bologna war proppenvoll.

Vor dem abendlichen Auftritt auf der Piazza hatten Rossi und Hayden bereits das Werk im Stadtteil Borgo Panigale besucht – und waren auch dort begeistert empfangen worden. "Ich muss schon sagen: Diese Firma ist etwas ganz Besonderes, das kann man mit den japanischen Herstellern nicht vergleichen", gab Rossi denn auch brav zu Protokoll. Und fügte hinzu: "Für mich war das dieses Jahr die letzte Gelegenheit, zu Ducati zu wechseln. Ansonsten wäre ich wohl bis zum Ende meiner Laufbahn als Rennfahrer bei Yamaha geblieben." Und noch einen weiteren Grund gab es für seinen aktuellen Wechsel, wie der neunmalige Weltmeister augenzwinkernd erklärte: "Italien feiert in diesem Jahr sein 150-jähriges Bestehen. Klar habe ich vor allem deshalb unterschrieben – denn gerade jetzt müssen wir Italiener zusammenhalten und unsere Farben hochhalten."

Foto: Ducati
Der WM-Titel soll her: Die Ducati-Mitarbeiter bereiteten Valentino Rossi und Nicky Hayden einen überwältigenden Empfang im Werk.
Der WM-Titel soll her: Die Ducati-Mitarbeiter bereiteten Valentino Rossi und Nicky Hayden einen überwältigenden Empfang im Werk.

Zu seinem mäßigen Abschneiden bei den Tests in Sepang/Malaysia befragt, bat Rossi um Geduld. Seine verletzte Schulter schmerze nach wie vor, und nach eigenem Bekunden wird er zu Beginn der Saison, beim Rennen in Katar am 20. März, noch nicht voll auf der Höhe sein. "Die Desmosedici ist ein ganz spezielles Motorrad. Derzeit fahre ich sie nicht so, wie man sie eigentlich fahren muss." Noch hat Rossi Schonfrist. Doch spätestens zum Rennen im heimischen Mugello Anfang Juli erwarten die Italiener Großtaten von ihrem Superhelden.

Foto: Ducati
Die Hoffnungsträger: Das MotoGP-Team einschließlich der beiden Desmosedici GP 11 auf der Bühne in Bologna.
Die Hoffnungsträger: Das MotoGP-Team einschließlich der beiden Desmosedici GP 11 auf der Bühne in Bologna.

Zu seinem mäßigen Abschneiden bei den Tests in Sepang/Malaysia befragt, bat Rossi um Geduld. Seine verletzte Schulter schmerze nach wie vor, und nach eigenem Bekunden wird er zu Beginn der Saison, beim Rennen in Katar am 20. März, noch nicht voll auf der Höhe sein. "Die Desmosedici ist ein ganz spezielles Motorrad. Derzeit fahre ich sie nicht so, wie man sie eigentlich fahren muss." Noch hat Rossi Schonfrist. Doch spätestens zum Rennen im heimischen Mugello Anfang Juli erwarten die Italiener Großtaten von ihrem Superhelden.


Artikel teilen

Aktuelle Gebrauchtangebote