Meine Geschichte Von Uwe Rüdebusch
Meine Geschichte begann wahrscheinlich mit Opa Paul. Der war Zimmermann und einziger Motorradfahrer in meinem Umfeld.
Es wir heute noch erzählt. Er kam gelegentlich vom Richtfest, fuhr auf den Hof, stieg ab und fiel um. Da war ich so um die zwei Jahre alt und kann ich mich nicht mehr daran erinnern. Was für eine Maschine er fuhr ist nicht überliefert. Erinnern kann ich mich aber an Onkel Hans und seinen Heinkel-Roller. Eine imposante Erscheinung für einen Vierjährigen. Mit viel Blech und einer großen Scheibe.
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Opa Paul starb viel zu früh und Onkel Hans hatte Kinder und dann ein Auto. Die Motorräder verschwanden hinter meinem kindlichen Horizont und waren was für Sonderlinge und tempobesessene Halbstarke, wie ich mitgeteilt bekam.
Der Heinkel-Roller ging mir aber nicht aus dem Kopf. Ich fuhr viel Fahrrad und träumte vom Viertakt-Sound und Handschaltung. Der Vater vom Vermieter, der hatte so einen. Und er hatte mir versprochen, wenn er mal aufhört, dann bekomme ich den Roller. Das war schon Ende der 70er, aber er hat nicht aufgehört. Wahrscheinlich hat er sich auf dem Ding beerdigen lassen. Ich habe den Roller jedenfalls nicht bekommen.