Nachruf Dennis Hopper Good bye, Easy Rider

Dennis Hopper starb am 29. Mai in Los Angeles an Krebs. Er wurde 74 Jahre alt.

Foto: dpa
Im richtigen Leben spielte das Thema Motorrad keine wirklich große Rolle für ihn. Umgekehrt schon. Fürs Thema Motorrad spielte er die größte Rolle überhaupt: Dennis Hopper als zotteliger, leicht trotteliger Billy in Easy Rider. Gemeinsam mit Peter Fonda hatte Hopper 1969 Easy Rider gedreht. Freiheit, Sex, Drogen und die Rebellion gegen Spießertum und Staatsgewalt – weltweit sprach der Film nicht nur seiner, sondern auch den folgenden Generationen aus dem Herzen. Easy Rider wurde zur Marke, bis heute bekannt wie Coca Cola und Burger King.
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Foto: Archiv
An den Welterfolg von Easy Rider, wobei Hopper auch Regie geführt hatte, konnte das Multitalent später nicht mehr anknüpfen, obwohl noch dutzende Filme folgen, bei denen Hopper mindestens so oft hinter wie vor der Kamera stand. Seine besten Rollen: als Fotoreporter in "Apocalypse Now", als sadistischer Psychopath in "Blue Velvet", als irrer Attentäter in "Speed".

Im richtigen Leben war Hoppper keineswegs Biker. Doch das Thema Motorrad verfolgte ihn. Vor zehn Jahren wurde er Mitglied des elitären Guggenheim Motorcycle Club, hatte endlich auch einen privaten Motorradführerschein – bei Easy Rider war das noch nicht so. 2008 spielte er im von Quentin Tarantino mit produzierten Trashfilm "Hell Ride" genial den Alt-Rocker Eddy Zero.

Nun hat der Biker-Kult Dennis Hopper überlebt. Als Billy jedoch ist er unsterblich.

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