Ninebot Mini Pro 320 im Fahrbericht: "Schräglage, mehr Schräglage!", schreit der Fotograf. Äh, ja...

Ninebot Mini Pro 320 im Kurz-Test Zweirad für zwischendurch

Der Mini Pro ist intuitiv bedienbar und erstaunlich flott. Die Höhe des Steuerknüppels kann variiert werden. Über die Smartphone-App stellt man Höchstgeschwindigkeit und Beleuchtung ein.

Foto: Rossen Gargolov
Ninebot Mini Pro 320 im Fahrbericht:
Ninebot Mini Pro 320 im Fahrbericht: "Schräglage, mehr Schräglage!", schreit der Fotograf. Äh, ja...

"Wir haben mit der Smartphone-App über Bluetooth die Geschwindigkeit des Ninebot auf 7,2 km/h begrenzt", beruhigt der Instruktor und zeigt auf den mit bunten Hütchen aufgebauten Parcours. Wenn es beim Maximalspeed auf die Nachkommastelle ankommt, sollte man als Motorradtester eigentlich schnellstens das Weite suchen – auch wenn es sich beim Ninebot Mini Pro 320 zweifellos um ein Zweirad handelt.

Anzeige
Foto: r-photography.info

Mit 18 km/h durch die Pylonen pfeilen

Die Marke Ninebot gehört seit Kurzem zum Segway-Unternehmen – die mit den rollenden Touri-Transportern. Die Schrumpfversion davon, der Ninebot Mini Pro 320, soll künftig die Fortbewegung des urbanen Lifestyle-Bummlers mit zwei je 400 Watt starken E-Motoren unterstützen. Die maximale Reichweite gibt der Hersteller mit 30 Kilometern an.

Anders als die Balanceboards steuert man den Ninebot über eine höhenverstellbare Stange zwischen den Knien. Die Füße stehen auf einer Trittfläche, die man durch Gewichtsverlagerung nach vorne oder hinten neigen kann und dabei entsprechend beschleunigt. Mittels Rekuperation verzögert man oder fährt rückwärts.

Anzeige
Foto: r-photography.info

Man steigt zuerst mit dem rechten, dann mit dem linken Fuß auf die Trittfläche. Je flotter das gemacht wird, desto besser funktioniert es. Lehnt man sich nun leicht nach vorn, rollt man mit feiner Dosierbarkeit zunächst noch etwas wackelig in Richtung Slalom-Bahn. Knie-Impulse geben die Richtung vor. Der Oberkörper bleibt, ähnlich wie beim Skifahren, aufrecht. Das funktioniert nach kurzer Eingewöhnung so intuitiv und spielerisch, dass man mit dem Mini-Segway Ninebot Mini Pro 320 rasch in den Profi-Modus wechselt, um mit dem maximalen Speed von 18 km/h durch die Pylonen zu pfeilen.

Klar, ganz ohne Risiko ist das nicht unbedingt, doch der Speed steigert die Laune enorm. Die Sicherheitsausstattung fällt mit Frontscheinwerfer, Brems- und Rücklicht sowie einer Art Blinker zufriedenstellend aus. Nach zehnminütiger Trainingseinheit bekommt man sogar Lust, den 12,8 Kilogramm leichten und recht kompakten Mobilitätsbeschleuniger gleich in den Kofferraum des Pkw einzuladen, quasi als Zweirad für zwischendurch. Wenn da nicht der Gesetzgeber wäre: Derzeit besitzt das Zweirad noch keine Zulassung für den öffentlichen Straßenverkehr. Warum? Hauptsächlich weil es beim Ninebot Mini Pro 320an Befestigungsmöglichekiten für eine Klingel mangelt ... Der Hersteller kann deshalb nur versuchen eine Ausnahmegenehmigung zu bekommen.

Daten Ninebot Mini Pro 320

Maße (L x B x H)546 x 262 x 611 – 866 mm
Rad Durchmesser10 Zoll
Max. Zuladung100 kg
Max. Steigung15 Grad
Gewicht12,8 kg
Batteriespannung54,3V/310 Wh
Reichweitebis zu 30 km
Höchstgeschwindigkeit18 km/h
Nennleistung2 x 400 Watt
Preis1.199 Euro

Themenseiten

Artikel teilen

Aktuelle Gebrauchtangebote

Alle Artikel