Tragischer Unfall bei Gedenkveranstaltung für Marco Simoncelli Ex-GP-Pilot Romboni tödlich verunglückt

Drama: Ausgerechnet bei einem Benefizrennen für den tödlich verunglückten Simoncelli stirbt sein Landsmann Romboni. Auch er wurde überrollt und erlag Kopfverletzungen.

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Foto: MotoGP

Der ehemalige Grand-Prix-Rennfahrer Dario Romboni ist am Wochenende tödlich verunglückt. Er stürzte beim Training zu einem Supermoto-Rennen auf der Strecke von Latina südlich von Rom und zog sich dabei so schwere Kopfverletzungen zu, dass er kurz darauf im Krankenhaus starb.

Anlass des Rennens war der „Sic Supermoto Day“, eine Gedenkveranstaltung für den vor zwei Jahren tödlich verunglückten Marco Simoncelli, bei der ehemalige und aktuelle Piloten mit Supermotos gegeneinander antreten; der Erlös der Veranstaltung sollte der Simoncelli-Stiftung zugute kommen.

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Von entgegenkommendem Fahrer überrollt

Im Nachmittagstraining verlor Romboni die Kontrolle über seine Supermoto, hielt sich jedoch am Lenker fest und geriet im Rutschen auf ein anderes Teilstück der engen Kart-Strecke; dort wurde er von einem entgegenkommenden Fahrer überrollt. Ein Hubschrauber brachte ihn ins Krankenhaus, wo er während einer Gehirnoperation starb.

Dario Romboni, Jahrgang 1968, debütierte 1989 auf Honda in der 125er-Klasse, wo er im Jahr darauf Vierter wurde. 1991 wechselte er, weiterhin auf Honda, in die 250er-Klasse, wo er fünf Jahre lang blieb und unter anderem gegen Helmut Bradl, Martin Wimmer und Ralf Waldmann antrat. Insgesamt gewann Romboni sechs GP-Rennen; sein bestes Jahr war 1994, als er hinter Biaggi, Okada und Capirossi den vierten Gesamtrang belegte.

Von wenig Erfolg gekrönt war hingegen sein Einsatz auf Aprilia in der 500er-Klasse in den Jahren 1996 und 1997. Es folgte eine weiteres Jahr in der Königsklasse auf der wenig konkurrenzfähigen MUZ Weber. Danach trat Romboni auf Ducati in der Superbike-WM an, blieb aber glücklos und verletzte sich zudem schwer. 2004 zog er sich aus dem Rennsport zurück.

Romboni, der aus Ligurien stammte, wäre am 8. Dezember 45 Jahre alt geworden. Er hinterlässt seine Lebensgefährtin Sara und drei Töchter. Die Trauerfeier findet am 3. Dezember in Ceparana bei La Spezia in Ligurien statt.

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