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Rückblick auf das Klassiker-Treffen 2014 in Sinsheim Ein voller Erfolg

Großartiges Wetter, ein erweitertes Programm, ein paar wertvolle Verbesserungen im Ablauf – all dies machte das letztjährige Klassiker-Treffen in Sinsheim mal wieder zum vollen Erfolg und lockte mehr Besucher an als je zuvor.

God is a DJ – so der Titel ­eines bekannten Disco-Krachers. Mag sein, aber er, oder zumindest Petrus, ist auch sicherlich ein Biker, wenn nicht gar Oldtimer-Fan. Dieser Gedanke drängte sich zumindest auf, wenn man sich das Wetter während des Klassiker-Treffens in Sinsheim am ersten Oktober-Wochenende im vergangenen Jahr betrachtete. Blauer Himmel, Sonne pur und wohlige Wärme, nach Abzug des klammen Nebels in den Morgenstunden. Das galt auch für den Freitag, den Tag der traditionellen Ausfahrt. Bereits frühmorgens fanden sich zahlreiche Tourenwillige zur geführten Klassiker-Ausfahrt ein und freuten sich auf launige Kilometer im Kreise Gleich­gesinnter.

Dieses Mal führte die Tour, wie jedes Jahr vom MOC Steinsberg bestens organisiert und souverän von mehreren Tourguides geleitet, erstmals in zwei getrennten ­Etappen durch den Kraichgau. Eine Vor­mittagsrunde nahm ihren Verlauf über kleinste und kurvige Neben­strecken nord­westlich von Sinsheim im Dreieck zwischen Neckargemünd, Heidelberg und Sinsheim und endete gegen Mittag wieder am Auto & Technik Museum. Eine gute Stunde Pause bot die Chance, sich beim Mittag­essen zu stärken. Für die zweite Runde am Nachmittag hatten außerdem später Anreisende so noch die Chance, an der Ausfahrt teilzunehmen, die in Richtung Südwesten über teils zügiger zu ­fahrende Strecken führte und von den Teilnehmern begeistert unter die ­Räder genommen wurde.

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Die gesamte Bandbreite der Motorrad-Historie

Nachdem im letzten Jahr auch häufig der völlig berechtigte Wunsch nach einer Abendveranstaltung geäußert worden war, bei der man sich einfach bei Essen und beim Bierchen in lockerer Atmos­phäre zum Benzinreden trifft, wurde dieser Gedanke bei der diesjährigen Planung in die Tat umgesetzt. Der eigens reser­vierte Bereich im Hotel Sinsheim war voll ­besetzt, das vor Ort zubereitete, hervor­ragende italienische Buffet wurde mit Wonne „verwüstet“, und erst spät in der Nacht machten die letzten Hartgesottenen die Lichter aus.

Schon am Samstagmorgen ab acht hieß es: Anstehen vor der Bühne zum Fotoshooting mit Haus-und-Hof-Fotograf Stefan Wolf, der bis elf (und ein bisschen darüber hinaus) alle Hände voll zu tun hatte, die zahlreichen Klassiker artgerecht für die stolzen Besitzer abzulichten. Immer mehr Maschinen machten den Parkplatz auf dem Museums-­Gelände im Laufe des Vormittags zur ­wahren Showmeile – vom Ur-Oldie bis zum 1980er-Jahre-Youngtimer, von der schrillen Zündapp-80er mit MBV-Vollverkleidung bis zu gewaltigen Boss Hoss-V8-Getümen schien die gesamte Bandbreite der Motorrad-Historie vertreten zu sein.

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Auch zahlreiche zweiradlose Besucher kamen auf ihre Kosten

Nicht nur die Klassiker-Besitzer selbst kamen auf ihre Kosten und ins Gespräch, auch zahlreiche zweiradlose, aber neugierige Besucher strömten übers Gelände und hatten ganz offensichtlich ihren Spaß. Für den sorgten ab elf Uhr auch der berüchtigte MOTORRAD Classic-Moderator Klaus Herder, der wie immer auf seine bekannt „hart aber herzliche“ Art das Bühnenprogramm präsentierte und zusammen mit Szene-Urgestein und Klassiker-Spezialist Karl Reese und VFV-Ex­perte Manfred Zieger Hintergründe und Historie zu den vorgestellten Bikes zum Besten gab.

Wer sich nicht vor der Bühne die Beine in den Bauch stehen, sondern lieber auf Entdeckungstour gehen wollte, konnte und musste weite Wege gehen. Noch nie zuvor parkten die zahlreichen Besucher-Bikes in so weitem Umkreis des Geländes – wer hinten zu Ende gestaunt hatte, konnte vorn bereits wieder Neu­ankömmlinge erspähen. Ein stetes Kommen und Gehen ließ verlässliche Schätzungen über die Anzahl der Fahrzeuge nur schwer zu.

Tatsache bleibt aber sicher, dass das Klassiker-Treffen in Sinsheim allen in bester Erinnerung bleiben wird, überall fröhliche Gesichter hinterlassen hat und mal wieder zu neuen ­Kontakten und Freundschaften geführt hat, die mindestens einmal im Jahr gepflegt werden müssen. Beim Klassiker-Treffen in Sinsheim, wo sonst. Petrus sei hiermit, am 3. Oktober 2015, auch wieder herzlichst eingeladen.

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