Rückspiegel aus MOTORRAD 10/2011: Captain America, Weltrekord, International Alpenfahrt Captain America (1991), Weltrekord (1971) und Internationale Alpenfahrt (1951)

Hier präsentiert MOTORRAD-Archivar Ralph Söhner spannende Geschichten aus lange zurückliegenden Ausgaben. Im Jahre 1991 spricht Easy-Rider-Star Peter Fonda über die Tücken des Films. 1971 fährt eine Harley Weltrekord, und in der Ausgabe von 1951 nimmt der damalige MOTORRAD-Chefredakteur Carl Hertweck, die Internationale Alpenfahrt unter die Lupe.

Foto: Archiv

Ausgabe 10/1991

MOTORRAD-Redakteur Limmert trifft Filmstar Peter Fonda. "Easy Rider" aus dem Jahr 1969 gilt als epochaler Biker-Streifen. Dennis Hopper und Peter Fonda cruisen freiheitsverkörpernd auf ihren gechoppten Harleys von Westen nach Osten. 22 Jahre später: Beim 50. Harley-Treffen in Daytona Beach gesteht "Easy-Rider"-Produzent und Protagonist Peter Fonda dem Journalisten Limmert, er habe damals kein richtiges Drehbuch gehabt, man sei einfach gefahren, nur 25 Meilen die Stunde, wie mit dem Gaul im Western. Die berühmten Chopper seien nach seinen Plänen gebaut und noch vor Dreh-Ende geklaut worden. Fonda gab sich volksnah und weise: "Erst wenn du keine Erfahrungen mehr machen willst, geht das Leben zu Ende." Doch vorher wolle er noch "Easy-Rider II" drehen.

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10/1971

Rekordzigarre von Harley-Davidson erreicht 427 Stundenkilometer. Als MOTORRAD darüber berichtete, war die Rekordfahrt über eine Meile auf dem Bonneville Salzsee schon ein paar Monate her. Das änderte nichts an ihrer Faszination, weil Pilot Cal Rayborn den 4,72 Meter langen und nur 63 Zentimeter hohen Torpedo im Liegen steuern musste und nach vorn so gut wie nichts sah. Als Antrieb diente ein aufgebohrter H.-D."Sportster"-Motor, der mit Nitromethan und Alkohol befeuert wurde. Das Fahrverhalten beschrieb Rayborn als "kritisch".

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14/1951

Drei Zündapp-Gespanne KS 601 gewannen die internationale Alpenfahrt. In den 50er-Jahren war diese Veranstaltung die härteste Prüfung für Mensch und Maschine überhaupt, der Mannschaftssieg der Werkselefanten war der erste deutsche Triumph nach dem Krieg. MOTORRAD-Chefredakteur Carl Hertweck würdigte das Ereignis und stellte philosophische Betrachtungen über große Wettbewerbe, Landessitten in Österreich, über Fairness, Technik und die Motorräder im Feld an. Beinahe hätten die Elefanten zu viert gesiegt; ein Plattfuß warf das vierte Gespann jedoch zurück.

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