Rückspiegel aus MOTORRAD 12/2011: Die neue Puch 125, Breitwand- "Cinemascope" -Zylinder, Schildbürger Die neue Puch 125 (1941), Breitwand-"Cinemascope"-Zylinder (1971) und Schildbürger (1981)

Hier präsentiert MOTORRAD-Archivar Ralph Söhner spannende Geschichten aus lange zurückliegenden Ausgaben. In diesem Rückspiegel begeben wir uns in die MOTORRAD-Jahrgänge 1941, 1971 und 1981.

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11/1941

MOTORRAD-Titel wirbt mit romantischem Reisemotiv für friedliche Ausfahrten mit der neuen Puch 125. Heute kaum vorstellbar, aber damals eine Tatsache: Mitten im Zweiten Weltkrieg gab es keine Testmaschinen. Die Zeitschrift stürzte sich gierig auf alle Bilder neuer Modelle. Anstelle von aussagekräftigen Testberichten musste man sich allerdings mit Technikgeschichten über Wasser halten. Wie ein Friedensversprechen mutet daher dieses MOTORRAD-Covermotiv an, das Lust auf eine Alpentour macht und hoffentlich einige Leser zum Träumen von besseren Zeiten angeregt hat.

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22/1971

MOTORRAD testet die neue Kreidler Florett mit Breitwand- "Cinemascope" -Zylinder. Tester Ernst "Klacks" Leverkus kann sich gar nicht sattsehen am neuen Zylinder des 50-Kubik-Motorrads, der eine Nikasil-Beschichtung hat und mit riesigen Rippen für eine größere Kühlfläche sorgt. Unter dieser Schale hätte man 1950 locker 250 Kubik vermutet. Die Leistung der Kreidler von 6,25 PS bei 8500/min hat sich gegenüber dem Vorgängermodell nicht geändert, doch jetzt hofft man auf deutlich gestiegene Standfestigkeit. "Klacks" verbeugt sich vor der Literleistung von 127 PS und ist hingerissen vom Topspeed: liegend auf der Bahn bergab über 100 km/h! Er lobt das Fahrwerk, kritisiert aber Licht und Hupe. Den zukünftigen Besitzern wünscht er 100000 Kilometer ohne besonderen Verschleiß.

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11/1981

Schildbürger: Schon damals war die Größe des Nummernschildes Grund für permanenten Ärger.  Der 30 Jahre alte Artikel ist immer noch aktuell: Die Behörden beriefen sich auf Gesetze, die Motorradfahrer auf verschandeltes Maschinen-Design und Gefährdung ihrer Sicherheit. Damals war man noch weit von einer gesetzlichen Lösung entfernt. Es halfen nur Engelszungen und rhetorische Meisterleistungen bei der Zulassung oder die Empfehlungen des TÜV, wenn zum Beispiel das Kuchenblech die Auspuffgase nicht ungehindert entweichen ließ. Ansonsten verordneten die Paragraphenreiter Schilder von 200 mal 280 Millimeter. MOTORRAD klärte auf und gab Tipps.

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