Rückspiegel aus MOTORRAD 9/2011: Angst fährt mit, Motorrad-Mode, Solitude Deutschland GP Die Angst fährt mit (1986), Motorrad-Mode (1996), Solitude Deutschland GP (1956)

Hier präsentiert MOTORRAD-Archivar Ralph Söhner spannende Geschichten aus lange zurückliegenden Ausgaben. In Ausgabe 24/1986 wird eine Yamaha Vmax mittels zweier Kugelkopfgelenke zu einem Gespann umfunktioniert. An den Ingolstädter Renn- und DKW-Werksfahrer August Hobl wird in der Ausgabe von 1956 erinnert, und in Ausgabe 09/1996 zeigt MOTORRAD den Versuch einer speziellen Motorrad-Mode für Frauen.

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Ausgabe 24/1986

Als "fahrdynamischen Horrortrip" bezeichnete Tester Thomas B. Herwig einst seine Tour mit dem Schwenker-Gespann des Schweizer Konstrukteurs Kurt Aregger. Der hatte eine Yamaha Vmax mittels zweier Kugelkopfgelenke so zum Gespann umfunktioniert, dass sie ein völlig gespannuntypisches Fahrverhalten aufwies, nämlich in Kurven in Schräglage fiel. Und nicht nur das. Was Herwig so zusammenfasste: "Die Reaktionen eines normalen Gespanns multiplizieren sich mit den Gesetzmäßigkeiten der Solomaschine zu einer fast unüberschaubaren Vielfalt an Fahrwerksreaktionen." Dass das Dreirad in der Schweiz straßenzugelassen war - für Herwig damals "unglaublich". Als 2Armec Schwenker" ist es das bis heute.

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Ausgabe 16/1956

Das Foto einer Rennmaschine - und darunter steht "Steuerratschläge"! So funktionierten damals Zeitschriftentitel. Das Bild zeigt den Ingolstädter Renn- und DKW-Werksfahrer August Hobl auf einer 125er beim Großen Preis von Deutschland auf der Stuttgarter Solitude. Dabei belegte Hobl Rang fünf. Erfolgreicher war er in der Klasse bis 350 Kubik. Hier wurde der Deutsche Meister Zweiter und im gleichen Jahr dann Vizeweltmeister. Hobls Drei-Zylinder-DKW-Zweitakter ging als "Singende Säge" in die Annalen der deutschen Motorsportgeschichte ein.

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Ausgabe 09/1996

So ganz durchgesetzt hat sich der Trend nicht, doch er sorgte für ein paar nette Fotos. Motorrad-Mode speziell für Frauen stellte die Jenaer Designerin Susanne Friebel im Rahmen ihrer Diplomarbeit mit dem Titel "Mobile Amazonen" einst vor: Lederkombis, nicht nur im Schnitt dem weiblichen Körper angepasst, sondern auch mit Applikationen und, ja, Assoziationen. Denn ganz bewusst sollte so manches Teil drüber den Betrachter daran denken lassen, was sich gut verpackt drunter befand.

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