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Tuareg Rallye 2013 PS-Redakteur Rob Glück brennt durch die tunesische Sandhölle

PS-Redakteur Robert Glück ist mit einer KTM EXC 525 am Start. Vor drei Jahren infizierte er sich mit dem Rallye-Virus, nun geht es bereits zum dritten Mal mit der Tuareg nach Afrika. 200 Bikes, über 60 Autos und einige Paris-Dakar-Trucks starten.

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Abschlussbericht

Ums gleich vorweg zu nehmen: Es ist einfach nicht so richtig gelaufen. Ja, die 2013er-Ausgabe der Tuareg-Rallye verlief für PS-Mann Rob Glück alles andere als nach Plan. Obwohl die taktische Entscheidung die schwere KTM 690 Rallye Replica daheim zu lassen und durch eine leichte EXC 525 zu ersetzen goldrichtig war, gab es für den Offroad-Fan dieses Jahr statt Pokal, Ruhm und Ehre immer nur auf die Zähne. Und zwar fast täglich. Hier eine kleine Zusammenfassung der Ereignisse in Tunesien. Ausführliche Reportagen in der PS-Ausgabe 5/2013 und in MOTORRAD folgen in Kürze.

Tag 1 der Rallye: Über 200 Kilometer Sonderprüfung in den Dünen von Douz stehen an. Bereits nach neun Kilometern steht die KTM. Sie hat Sand durch den Luftfilter gezogen und ist jämmerlich daran verendet. Abends im Fahrerlager beginnt die Suche nach Ersatz für Kolben und Zylinder – erfolglos.

Foto: fact
Ein Päuslein in Ehren kann niemand verwehren.
Ein Päuslein in Ehren kann niemand verwehren.

Somit wird der zweite Tag zum Reisetag im Service-Truck vom Team Roadstar-Motorcycles. Da an diesem Tag der Engländer Wesley Beane tödlich verunglückt herrscht abends im Paddock neben Trauer auch wenig Betriebsamkeit. Menschen haben Zeit sich zu Unterhalten und Thorsten Kaiser aus Kaufbeuren findet die von Robert Glück benötigten Ersatzteile in seinem Truck. Da es zu spät zur Reparatur ist und der 3. Fahrtag aufgrund des Unfalls sowieso annulliert ist, wird mit der Repartur der EXC einen weiteren Tag gewartet.

Zur 4. Etappe stehen Rob Glück und die KTM dann wieder am Start und nehmen die Rallye vom unteren Ende der Rangliste auf. Perfekte Navigation und ein hoher Grundspeed hätten zu einem 5. Rang in der Tageswertung führen können, wenn da nicht eine Benzinleitung gerissen wäre... So musste sich die Paarung mit dem 13. Platz in der Tageswertung zufrieden geben.

Foto: fact
Ab in den Tag - zurück in die Sandhölle von Douz.
Ab in den Tag - zurück in die Sandhölle von Douz.

Die fünfte Etappe wurde dann leider zur letzten des tapferen Testredakteurs. Kurz vor dem ersten Checkpoint der 370 km langen Prüfung verendet der Motor erneut – der tunesische Sand hat ihm ein weiteres Mal den Gar ausgemacht.

Frustriert, aber um einiges an Erfahrung reicher, geht die Tuareg-Rallye 2013 für Rob Glück zwei Tage später bei einer glanzlosen Siegerehrung zu Ende. Ob er nun vom Rallye-Virus geheilt ist? Im Leben nicht!

Foto: fact
Was für eine Kulisse!
Was für eine Kulisse!

Ankunft, Vorbereitung, erster Schaden

Stage 1 (Samstag 9.3.)

Die Hölle bricht genau um 8.50 Uhr mit dem Start in die erste Etappe los. Der Sand der kleinen Dünen ist die Hölle. Vor allem die Windschattenseite ist weich wie Dünnschiss und tierisch tief. Unglaubliche Szenen spielen sich ab, Leute überschlagen sich beim Herunterfahren von den Dünen, auch mir sinkt einmal schlagartig das Vorderrad ein. Ich kämpfe, bis mir die Unterarme zugehen.

Foto: fact

Nach 20 min bin ich an CP (Checkpoint ) 1 und liege gut platziert im vorderen Drittel bis Viertel des Feldes. Heureka, so ist gut! Ich pese weiter, bis PUFF , der Ofen ausgeht. Drama! Also Sitzbank und Tank runter, Zündkerze raus. Frust – kein Zündfunke mehr. Auch die Ersatzkerze hat keinen, ergo ist vermutlich der Pick-Up oder die Zündspule am Arsch. Notruf absetzen, auf Bergung warten.

Karlheinz mit dem dicken MAN KAT kommt nach einer Stunde. Ich muss mich hinten in den Container reinhocken da im Führerhaus schon voll ist. Bis ins Hotel muss ich mich 15 min lang fast permanent übergeben. Zurück im Base-Camp beginnt die Fehlersuche.

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