Vermisster GSX-R-Fahrer Leiche gefunden: War es Raubmord?

Foto: Polizei
Nach über einem Jahr herrscht nun traurige Gewissheit: Der vor über einem Jahr spurlos verschwundenen Suzuki-Fahrer Patrik Stopp ist tot. Der 20-Jährige starb bereits zwei Tage nach seinem Verschwinden am 14. Juni 2004. Am Morgen dieses Tages hatte sich Patrik in Dresden nach einer längeren Motorradtour von Freunden verabschiedet, weil er mit seiner GSX-R 600 allein zurück in seine Heimatstadt Kempten fahren wollte, um seine Freundin wieder zu sehen. Doch die junge Frau wartete vergeblich. Eine SMS aus dem Raum südlich von Dresden war die letzte Spur von Patrik. Darin schrieb er einem Freund, dass er sich verfahren habe. Seither galt der junge Allgäuer als vermisst.

Am 16. Juni vergangenen Jahres fand die polnische Polizei am frühen Morgen in der Stadt Lodz die zerschmetterte Leiche eines Unbekannten. Für die Polizei war die Sache klar: Der Mann war in der Nacht offenbar in Selbstmordabsicht vom Dach eines Hochhauses gesprungen. Der Fall kam zu den Akten.

Nachdem am ersten Mai 2005 Patriks Motorrad eher zufällig auftauchte, weil es an der polnisch-deutschen Grenze in einen Unfall verwickelt war, und der Fahrer, ein Pole, sich in Widersprüche über die Herkunft des Bikes verwickelt hatte, rollte die deutsche Kripo die Suche in Richtung Polen neu auf. Eine routinemäßige DNA-Abgleichung aller unbekannten Toten in Polen brachte schließlich die Erkenntnis: Der Tote aus Lodz ist Patrik.

Warum der junge Allgäuer sterben musste und wer sein oder seine Mörder waren, ist noch nicht klar. Wahrscheinlich ist aber, dass Patrik Stopp Opfer eines Raubmords wurde und die GSX-R 600 sowie seine neue Lederkombi und der Helm die Beute.

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