Was fährt eigentlich: Michael Martin 20 Fragen an Michel Martin

Er ist Fotograf, Diplom-Geograf, Forschungsreisender, Abenteurer, Motorradfahrer. Seit über 30 Jahren bereist Michael Martin die Wüsten dieser Erde, oft mit dem Motorrad. Das Ergebnis sind Bilder, die ihn weltweit als Fotograf bekannt machten und spannende Geschichten, die mittlerweile ein Millionenpublikum in Büchern, bei Vorträgen und im Internet begeistern.

Fotos: Michael Martin, Jörg Reuther

Anzeige
Foto: Jörg Reuther

In seinem Buch „30 Jahre Abenteuer“ lässt er die Öffentlichkeit an seinem ungewöhlichen Leben teilhaben, nimmt sie mit auf seine erste Reise mit einem Peugeot-Mofa nach Marokko und auf echten Motorrädern rund um die Welt. Der charismatische Foto- und Lebenskünstler ist seit Langem das meist unerreichte Vorbild aller Motorrad-Reisefotografen (www.michael-martin.de).

Ihr aktuelles Motorrad?
BMW R 1200 GS Adventure.

Und Ihr erstes?
BMW R 100 GS.

Hand aufs Herz: Ihr schönstes?
Das jetzige, wirklich!

Welches Bike würden Sie nie (wieder) kaufen?
Ein Peugeot-Mofa.

Welches muss noch unbedingt in die Sammlung?
Ich sammle nur Bilder und Geschichten, keine Motorräder.

Schnelle Entscheidung, kurz begründet:

Kette oder Kardan?
Kardan, wegen guter Erfahrungen und leichterer Reparatur des Hinterreifens.

Luft- oder Wasserkühlung?
Luftkühlung, weil sie bei Hitze wie Kälte unkomplizierter ist.

Stummellenker oder Lenkstange?
Lenkstange, weil ich beim Fahren gerne die Landschaft genieße.

Speichen- oder Schmiederäder?
Speichen, sieht besser aus, lässt sich leichter reparieren.

Gore-Tex oder Einteiler?
Lederjacke und Jeans, aus Sicherheitsgründen inzwischen auch Lederkombi.

Dampfstrahler oder Schwamm und Bürste?
Weder noch, ich wasche mein Motorrad nie.

Das schönste Motorraderlebnis?
Wenn das Motorrad im arktischen Winter bei Minus 40 Grad trotzdem anspringt.

Natürlich auch das peinlichste?
Bei der Einreise nach Chile mit dem Motorrad für zwei Tage verhaftet zu werden, weil ich angeblich zehn Jahre zuvor ein Motorrad nicht ausgeführt hätte.

Wer legt an Ihrem Motorrad Hand an: die Werkstatt oder nur Sie selbst?
Zu Hause in München die BMW-Werkstatt, auf Reisen ich selber.

Auf welche Schrauberleistung (Reparatur oder Umbau) sind Sie besonders stolz?
Auf einen Holzpflock, der 1992 in Uganda meine Kardanwelle im Gehäuse fixierte. Aber: Ohne Hilfe der Eingeborenen hätte ich keine Chance gehabt.

Welcher Motorradheld steht bei Ihnen auf der Pole Position?
Ted Simon, weil er mit offenen Augen fährt. Ich liebe sein Buch „Jupiters Fahrt“.

Was darf bei Ihren Motorradklamotten auf keinen Fall fehlen?
Nierengurt, ohne ihn fühle ich mich ungeschützt bei Kälte und Erschütterungen.

Und womit würden Sie sich nie auf die Straße trauen?
Mit weißen Motorradstiefeln.

Wo sind Sie am liebsten unterwegs?
In der Sahara. Leider sind die meisten Regionen momentan zu gefährlich.

Wer muss unbedingt noch hinter Ihnen Platz nehmen?
Mein 15-jähriger Sohn, mit ihm würde ich gerne mal eine Reise machen.

Und wem würden Sie gerne einmal hinterherfahren?
Niemand, ich fahre am liebsten allein.

Artikel teilen

Aktuelle Gebrauchtangebote

Alle Artikel