03.07.2000 Von: Holger Hertneck
Erschienen in: 14/ 2000 MOTORRAD

Beratung: Kettenpflege Wie pflege ich die Kette meines Motorrads richtig?

Die Antriebskette Ihres Motorrads fühlt sich unwohl, und sie kennen nicht das richtige Mittel dagegen? Dann lesen Sie die folgenden Seiten mit dem Rezept zum richtigen Spannen, Reinigen und Schmieren der vielgliedrigen Motorradketten.

Kette pflegen

Das Pflegen der Kette ist für die Lebensdauer der Kette und die Sicherheit des Fahrers sehr wichtig.  

Foto: archiv  

IN DIESEM ARTIKEL

Alle Besitzer von Kardanmotorrädern können die folgenden Seiten getrost überblättern – für sie haben die Informationen keine Bedeutung. Oder sie lesen weiter und erfreuen sich schadenfroh daran, wie aufwendig sich Wartungs- und Pflegearbeiten für Motorradketten gestalten.

Zweifellos gehören Antriebsketten zu den am stärksten beanspruchten Bauteilen von Motorrädern. Früher oder später verschleißen sie alle. Bei entsprechender Pflege lässt sich ihr Exitus jedoch beträchtlich hinauszögern. Die durchschnittliche Lebensdauer von Motorradketten liegt bei etwa 20000 Kilometern, während vernachlässigte Exemplare kaum die 10000er-Marke erreichen. Wer sich regelmäßig um den vielgliedrigen Sekundärtrieb und seine korrekte Spannung kümmert, penibel reinigt und ordentlich schmiert, den belohnt das Verschleißteil mit teilweise weit über 50000 Kilometern Laufleistung – in Abhängigkeit von Fahrzeugtyp und Fahrstil.

Bei allen Arbeiten rund um das Thema Antriebskette erweisen sich Motorräder mit Hauptständer als äußerst segensreich. So lässt sich das Hinterrad frei drehen, und alle Kettenglieder sind problemlos erreichbar. Bei Zweirädern, die lediglich einen Seitenständer aufweisen, helfen Montageständer. Eine weitere Möglichkeit ist der BL-Pflege Fix des Motorradhauses Balke und Lehmann, Telefon 05241/688560, für 129 Mark. Das Hinterrad wird auf die mit zwei Rollen ausgestattete Unterlage gestellt, der beiliegende Kunststoffpuk unter den Seitenständer gelegt, und schon kann man die Kette ausgiebig pflegen.

Doch auch bei bester Pflege ist irgendwann die Verschleißgrenze erreicht und Ersatz unumgänglich. Jetzt heißt es, aus dem riesigen Zubehörangebot eine geeignete Kette auszuwählen. Die Palette reicht von Standardketten über O-Ring-, X-Ring-, XW-Ring- bis hin zu Quadringketten. Die Preise liegen beispielsweise für eine 530er-Motorradkette zwischen rund 80 Mark für eine Standardausführung bis zu über 500 Mark für die teuerste Racing-Kette von Tagasako (Difi).

Kette spannen mit Exzenter

Exzenter: Bei der einfachsten Ausführung dient eine Exzenterscheibe mit Einkerbungen als Verstellmöglichkeit.  

Foto: archiv  

Nur noch ganz wenige Motorräder – fast ausnahmslos Oldtimer – sind mit Standardketten ausgerüstet. Alle anderen verwenden abgedichtete Ketten mit Dauerfettfüllung, sogenannte O-Ring-Ketten. Hierbei sind die Reibflächen zwischen Bolzen und Hülsen mit Schmierstoff versehen und mit O-Ringen (egal welcher Ausführung) nach außen abgedichtet. Ketten dieser Bauart weisen geringere Reibungsverluste auf und halten beträchtlich länger als die Standardversionen - geschmiert werden wollen sie dennoch. Vor allem die Berührflächen zwischen Kettenrad/Ritzel und den einzelnen Kettengliedern verlangen nach von außen aufgetragener, verschleißmindernder Schmierung.

Wenn Ihnen der ganze Pflegeaufwand zu groß erscheint, bleibt Ihnen nur der Umsteig ein Motorrad mit Kardanantrieb. Dann hat’s mit den »Gliederschmerzen« ein Ende, und Sie können die nächste Geschichte über Kettenpflege in MOTORRAD völlig entspannt und unbeteiligt genießen.

Eines sollten Sie aber nicht vergessen: Kettenantrieb hat viele Vorteile. Beispielsweise sind die Reibungsverluste deutlich geringer als beim technisch sehr aufwendigen und dadurch teuren Kardanantrieb, die Kraftübertragung erfolgt direkter, und ganz nebenbei ist es ein Kinderspiel, für die Rennstrecke die Übersetzung zu ändern.


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