Dauertest: BMW K 1200 RS knackt 80000-Kilometer-Marke

Schluss-Offensive

Noch 20000 Kilometer, dann hat es die BMW K 1200 RS geschafft. Leider. Nicht nur Kollege Stefan Kaschel, Teilzeit-Ostwestfale, wird die bequeme BMW vermissen. Wobei sich die K 1200 RS das Ende ihrer Dienstzeit redlich verdient hat. Normalerweise wird bei Langstreckentest-Maschinen bereits nach 50000 Kilometer Bilanz gezogen. So auch der BMW geschehen (siehe MOTORRAD 13/1999). Ergebnis: nicht ganz frei von kleinen Mängeln, aber immer noch so gut drauf, dass das bayerische Flaggschiff weitere 50000 Testkilometer verordnet bekam.
Nach wie vor gilt bei der Dicken das Prädikat »fern, schnell, gut«. Der letzte Beweis vor der 80000-Kilometer-Inspektion: über 3000 Kilometer durch Italien in nur fünf Tagen. Allerdings gab es für den Fahrer auf einer holperigen Landstraße eine gehörige Schrecksekunde: Der Vorderradkotflügel verklemmte sich nach dem Überfahren eines Schlaglochs ins Verkleidungsunterteil. Gefährlich, weil dies die Lenkung kurzfristig blockierte. Da dies bereits zum zweiten Mal passierte, hat die Redaktion den Kotflügel zwischenzeitlich um fünf Zentimeter gekürzt. Nach der Ursache forscht MOTORRAD derzeit noch, eine Stellungnahme von BMW liegt noch nicht vor.
Bei der Inspektion gab es dagegen keine besonderen Vorkommnisse, Kosten: knapp 1000 Mark. Außer den Routinearbeiten mussten lediglich die Folgen eines kleinen Umfallers beseitigt werden, die rechte Fußraste und der Bremshebel waren verbogen gewesen. Außerdem ersetzte die Fachwerkstatt den defekten linken Heizgriff, der bei Kilometerstand 73000 den Geist aufgegeben hatte. Die Winterfahrer der Redaktion haben das mit Freude zur Kenntnis genommen.
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