Fahrbericht KTM 400 EXC

Kleinkram

Foto: KTM

Neu bei den KTM-Wettbewerbsmaschinen ist eine kleinere Variante der 450er-Enduro, die 400 EXC.

Downsizing ist trendy, das hat sich in Offroad-Kreisen herumgesprochen. So strich KTM mangels Nachfrage für 2009 den brutalen MX3-Crosser 505 SX-F. Die 530er-Enduro bleibt hingegen, ergänzt wird die EXC-Reihe um ein 400er-Modell. Ein Hubraum, der nach dem Verschwinden der 400 EXC Racing 2007 von Kennern vermisst wurde.

Im Rahmen der Präsentation des Modelljahres 2009 im schwedischen Linköping konnte MOTORRAD-Mitarbeiter Didi Lacher neben 16 weiteren Offroad-Modellen die 400er ausführlich testen. „Die perfekte Enduro“, war sein begeistertes Statement. Der Motor schiebt mit erheblich mehr Drehmoment als eine 250er aus dem Keller, reißt aber nicht so ruppig an wie die 450er. Das bringt weniger Wheelspin, dafür mehr Traktion und Vortrieb. Besonders auf rutschigen Wurzelpartien und Felsplatten lässt sich die 400er viel leichter kontrollieren als eine 450er. Keine grundlegend neue Erkenntnis, in ihrer deutlichen Auswirkung gleichwohl immer wieder überraschend.

In den oberen Drehzahl-Stockwerken erweist sich die 400er als schwindelfrei, so dass man die Power in zügig abgesteckten, griffigen Sonderprüfungen mit dem Gas am Anschlag bestens auf den Boden bringt. Kurz gesagt: der ideale Kompromiss, der Amateuren wie Profis gleichermaßen Spaß bereitet. Technisch basiert das 400er-Ag-gregat auf dem aktuellen ohc-Motor der 450er. Einspritzanlagen sind in der Erprobung, kommen aber erst in den nächsten Generationen zum Einsatz. Am Chassis und an der Federung gab es für das Modelljahr 2009 nur geringe Modifikationen. Hinten bleibt die hebellose PDS-Federung. Vorerst auch bei den Crossern, gerüchteweise werden Hebelsysteme getestet. Die WP-Federungskomponenten werden nun nicht mehr im Ursprungsland Holland, sondern beim Mutterkonzern in Österreich gefertigt. So will man die bisherigen Streuungen in Qualität und Funktion in den Griff bekommen. Was offensichtlich gelang, hervorragend ist bei allen Varianten das Ansprechverhalten der WP-Gabeln. In Ausstattung und Funktionalität sind die EXC-Modelle ohnehin auf höchstem Niveau.

Was ist 2009 neu bei KTM?

Foto: KTM
KTM hat die WP-Produktion von Holland nach Österreich verlagert, um die Qualitätsstreuungen in der Serie zu minimieren.

Der 2009er-Jahrgang steht bei Crossern und Enduros unter dem Zeichen Modellpflege. Kleine Modifikationen und Verbesserungen sollen die Performance optimieren. Auffällig ist etwa beim Crosser 450 SX-F ein Titan-Krümmer mit Resonanzkammer. Die Cross-Gabeln verfügen nun über einen wirksamen hydraulischen Anschlag. Das einzige gründlich renovierte Modell ist der Jugend-Crosser 65 SX, die SX- und EXC-Zweitakter bleiben im Programm.

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