Yamaha Ténéré 700 im Dauertest. Daniel Lengwenus.
Yamaha TT700 Tenere Dauertest
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Yamaha TT700 Tenere Dauertest 8 Bilder

Yamaha Ténéré 700 im 50.000 km-Dauertest

Bereits 11.001 Kilometer absolviert

MOTORRAD begrüßt eine neue Dauertestmaschine. Frisch in den Fuhrpark rollt eine Yamaha Ténéré 700, die sich über 50.000 Kilometer im Alltag bewähren muss.

Im ersten Fahrbericht und im Vergleichstest konnte die neue Yamaha Ténéré 700 bereits ordentlich punkten. Kurz vor Weihnachten 2019 beschenkt sich die Redaktion MOTORRAD selbst. Ab dem 29.11.2019 ist eine Ténéré 700 Teil der Dauertestfamilie.

Auf dem Digitaldisplay im Cockpit stehen zu Testbeginn schlanke 480 Kilometer. Sie tritt quasi mit Vollausstattung an. Dazu zählen unter anderem Alukoffer, Sturzbügel, Akrapovic-Auspuff und ein Alu-Werkzeugfach unter dem Motor. Bevor der Zweizylinder aber endgültig in den Redaktionsalltag entlassen wird, muss er sich noch auf dem Prüfstand messen lassen. Danach folgen noch die Eingangsmessung sowie die Verplombung des Motors und eine Kompressionsmessung. Ungefähr bei 25.000 km veröffentlicht MOTORRAD dann eine Dauertest-Zwischenbilanz; nach 50.000 Kilometern folgen Abschlussmessungen, bevor der Motor der Yamaha zerlegt und begutachtet wird.

Wie es der Yamaha Ténéré 700 im Dauertest-Alltag ergeht, lest ihr im Folgenden.

Kilometerstand: 11.001, 7/2020

Auf einem Kurztrip durch den Bayrischen Wald nutzte unser Mann vom MOTORRAD action team, Daniel Lengwenus, den 4 Liter fassenden Reservekanister vom Zubehör-Spezialisten Kriega gleich aus, um die Restreichweite auf Reserve zu testen. Bei angezeigten 4,0 Liter Verbrauch fuhr die Ténéré 700 dann volle 120 Kilometer mit blinkender Reserveanzeige bis sie restlos trocken gefahren war und liegenblieb. Schön, wenn man dann einen praktischen Reservekanister dabei hat, damit es gleich weitergehen kann.

Yamaha Ténéré 700 im Dauertest.
Daniel Lengwenus.
Mit einem Reservekanister im Gepäck fuhr Daniel die Ténéré restlos leer und kam 420 Kilometer weit.

Übrigens, ist die Yamaha eines der wenigen Motorräder, die beim Durchschnittsverbrauch mehr anzeigt, als sie tatsächlich verbraucht. Bei 4,0 Anzeige waren es echte 3,8 Liter auf 100 Kilometer. Deshalb kam sie dann auch 420 Kilometer weit mit offiziell 16 Liter Tank, der sich restlos leer fahren lässt.

Kilometerstand: 5.900, 05/2020

Test-Redakteur Rene Correra war mit der Tenéré Anfang Mai im Odenwald unterwegs. Insgesamt vielleicht die ausgewogenste, stimmigste, vielseitigste Umgebung für den famosen CP2-Motor, der auch in MT-07, Tracer700 und XSR700 steckt. Wieselflinkes, handliches aber trotzdem stabiles Bike. Sehr reisetauglich, komfortables Fahrwerk durch lange Federwege trotzdem stabil. Wahrscheinlich auch das hochwertigste Fahrwerk von allen 700er-Yamahas. Mit Straßenbereifung sind auch die Enduro-Radgrößen kaum ein Nachteil im Alltag. Das superschmale, supergroße Vorderrad zeigt aber bei richtig tiefer Schräglage und schnellem Umlegen irgendwann natürlich sanft seine Grenzen auf. Die handlingfördernde und bequeme Reiseenduro-Ergonomie in Kombination mit wirklich wenig Gewicht: Alleinstellungsmerkmal und Beweis, dass das Thema Reiseenduro auch unter 250 Kilogramm wirklich gut funktioniert. Und die heftige Rally-Optik kommt gut an, man wird häufig auf das Motorrad angesprochen. Die Vorderradbremse könnte jedoch deutlich kräftiger zupacken für meinen Geschmack, man muss schon richtig reinlangen, wenn man flott fährt und trotzdem ist die Wirkung nicht sehr stark. Schön wäre auch ein verstellbares oder etwas größeres Windschild.

Kilometerstand: 2.354, 02/2020

Grundsolide spult die Yamaha Kilometer um Kilometer ab. Sie erfreut sich in der Redaktion großer Beliebtheit und kann sich keine Pause gönnen. Wie gerne die 700er-Enduro gefahren wird, zeigt der rasche Anstieg der Laufleistung: zehn Wochen im Dienst und knapp 2.400 Kilometer auf dem Tacho trotz Regen, Schnee, Graupel und bitterkalten Außentemperaturen. Während zum Start des Dauertest-Marathons noch bemängelt wurde, dass die originale Stollenbereifung vielleicht für den Ritt ins Gelände taugt, aber nicht für den Stadtverkehr und die Landstraße, wurden vor Kurzem Dunlop Trailmax Meridian auf die Felgen gezogen.

Yamaha Ténéré 700 im Dauertest.
Mario Steffen.
Ein kleiner Schönheitsfleck auf der sonst weißen Weste: Die Bremsscheiben tragen leichte Korrosion.

Pendelte das Vorderrad mit den Original-Reifen noch spürbar bei Stadttempo, läuft die Ténéré nun sauber geradeaus. Unsere Yamaha ist ausgestattet mit einem Akrapovic-Endschalldämpfer aus dem Yamaha-Teilekatalog. Damit drückt der 700er-Zweizylinder 74 PS und 68 Newtonmeter auf den Prüfstand. Im Vergleich zum Original-Topf sind das zwei Pferde und vier Newtonmeter mehr. Defekte traten keine auf, bis auf unschöne Korrosionsstellen. Die Bremsscheiben vorne und hinten fangen an zu korrodieren und zeigen deut- liche Rostflecken. Das ist, trotz häufigem Einsatz im Nassen, definitiv unschön.

Kilometerstand: 1.753, 01/2020

Gediegen in Schwarz-Blau und ausgestattet mit Originalzubehör aus dem Yamaha-Teilekatalog wie Sturzbügeln oder einem Akrapovič-Endschalldämpfer sammelt die Zweizylinder-Enduro immer mehr Herzen in der Redaktion. Wenn man denn zum Fahren kommt, denn Kollege Jens Möller-Töllner ist unnachgiebig mit der Yamaha unterwegs und kann sich nur schwer von ihr trennen.

Yamaha Ténéré 700 im Dauertest.
Jens Möller-Töllner.
Trübes Wetter? Egal, die Ténéré macht auch bei Kälte auf Gute-Laune-Moped.

Bei der Eingangsmessung mit Originalauspuff kamen 71,5 PS heraus (mit Akra 74 PS), nun stehen Kompressions- und Druckverlustmessung, Motor verplomben und Fahrleistungen an. Hierfür wird das Krad von der grobstolligen Originalbereifung Pirelli Scorpion Rally getrennt und auf straßentauglichere Pneus gestellt.

Yamaha Ténéré 700 World Raid
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