Neuer Platz, altes Prinzip: Veterama 2013 am Hockenheimring

Die Klassiker haben ein neues Zuhause

Foto: Schmieder 33 Bilder

Vom 15. bis 17 März trafen sich Europas Kruschtler und Oldtimer-Fans zur Veterama 2013 am Hockenheimring zum gemeinsamen Frieren, Stöbern, Schmökern und Zurschaustellen.

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Ganz neu und doch vertraut: Am mittleren März-Wochenende 2013 fand die Frühjahrs-Veterama nicht wie sonst übleich in Ludwigshafen statt, sondern zum ersten Mal im Infield und den Boxen des weltberühmten Hockenheimrings. Aber was heißt hier schon Frühling? Selbst im sonnenverwöhnten Nordbaden war es kalt, saukalt sogar. Wer als Händler oder Suchender einen ganzen Tag an der Rennstrecke verbracht hat, musste sich über kalte Hände oder Füße nicht wundern. Trotz der eisigen Temperaturen verwöhnte das Winterwetter mit strahlendem Sonnenschein und toller Atmosphäre am Samstag. Ein Stimmengewirr aus ganz Europa schallte durch das weite Areal, Ungarisch, Polnisch, Tschechisch, Englisch, Holländisch, Französisch, Schwytzerdütsch und Hochdeutsch.

Fast 25000 Besucher zählte der Veranstalter bereits am Samstag der Auftakt-Veranstaltung: „Das sind mehr als wir in Ludwigshafen an beiden Wochenenden in der Vergangenheit hatten.“ Die Zufahrt zu den Parkplätzen war so schnell überlastet, dass es zu Stau kam. „Für die Zukunft müssen mehr Zufahrtsmöglichkeiten geschaffen werden,“ versprechen die Veterama-Macher. Am Sonntag war der Ansturm etwas verhaltener, denn da herrschte eisiges Wetterchaos. Bereits am Donnerstag kamen die ersten Kunden kamen mit Ihrem „Insiderticket“ aufs Gelände, wühlten, kramten und verhandelten. Nicht selten folgte dann schließlich breites Grinsen beim Kauf der gesuchten Waren.

Foto: Schmieder
Das etwas andere Infield: Hockenheimring fast ohne Renner, aber mit viel Atmosphäre.

Für Unmut sorgte das frühe Abbauen etlicher Händler, teilweise schon am Samstag-Abend. „So etwas werden wir in Zukunft verhindern,“ verspricht das Veterama-Team. Der eine oder andere Händler soll mit den getätigten Umsätzen nicht ganz zufrieden gewesen sein. So beklagte der bundesweit bekannte Memorabilien-Händler Arno Wagner aus Bonn (siehe Portrait in MOTORRAD CLASSIC 4/2012), dass der Hockenheim-Termin leider zeitgleich mit dem Oldtimer-Teile-Markt im westfälischen Hamm stattfand. „Und da konnte ich mehr verkaufen.“ Veterama-Veteranen wissen allerdings im Gegenzug zu schätzen, dass man auf befestigten Wegen wandelte, ganz ohne Schlamm. Die Stände zogen sich sogar durch die geschichtsträchtigen Boxen des Hockenheimrings!

Sehr gut sei nach Angaben des Veranstalters die Ausstellungshalle „Pavillon“ angekommen. Dort präsentierten sich Händler wie die Firma Siebenrock mit sehr hochwertigen Motorrädern, die Automobilia Auktion mit einer Auswahl von besonderen Automobilen und viele hochwertige Händler, die Ihre Waren und Dienstleistungen angeboten haben: „Das zog äußerst viele interessierte Besucher an.“ Ungemütlich wurde es am Abend, da mussten alle Besucher und Bestücker des Marktes rasch aus dem (beheizten) Verpflegungszelt raus.

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Was die Veterama-Organisatoren für die Frühjahrs-Veterama 2014 an Abhilfe geloben: „Das Verpflegungszelt wird länger geöffnet bleiben um sich noch gesellig nach Marktschluss auf ein Bier zu treffen.“ Ferner solle im nächsten Jahr ein Servicedepot zur Lagerung von gekauften Großteilen eingerichtet werden. Der Termin 2014 soll in jedem Fall etwas weiter in Richtung Frühling gehen. Vielleicht wird es ja wieder der bewährte April? Das wäre ein kleiner Trost für alldiejenigen, die Mitte März 2013 so gefroren haben.

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