Roadrunner's Paradise & Race 61 2013

Nostalgie-Festival bei Berlin mit tragischem Zwischenfall

Foto: Welte 38 Bilder

Ende Juni rockte das Roadrunner's-Paradise-Event zum 16. Mal mit seinem Nostalgie-Festival „Race 61“ das Gelände des Luftfahrtmuseums im brandenburgischen Finowfurt. All eyes on us! hieß es beim bunten Rockabilly-Volk. Doch ein Flugzeugasturz trübte das Wochenende.

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Zum 16. Mal trafen sich die Ost-Bike-Enthusiasten und all die Liebhaber kleiner, rostiger US-Cars – Kennern unter dem Begriff „Hot Rods“ bekannt, all die Owner und Fans von kultigen Vau-Zwos, Zweitaktern, legendären Krädern und tiefer gelegten Ami-Schlitten. Sie alle kamen Ende Juni zusammen auf dem Gelände des Luftfahrtmuseums Finowfurt. Je älter die Karren und Kräder, desto besser: Wer mit einem Fahrzeug nicht jünger als Baujahr 1961 ankam, der konnte sich das gesamte Wochenende direkt auf dem Eventgelände niederlassen. Sehr zur Gaudi des bewundernden, nicht minder sehenswerten Fußvolkes.

Achtel-Meilen-Show-Rennen

Die Parallel-Welt der Roaring-Fourties und -Fifties lebt und einmal im Jahr fallen die Fans dieser prägnanten US-Epoche in Finowfurt ein – ausgerechnet auf einem ehemaligen Militärgelände der Ex-UDSSR. Dass dies kein Widerspruch ist, zeigen die Schmalztollen bewehrten Besitzer von historischen Jawas und ihre hübsch herausgeputzten Angetrauten im Pettycoat-Outfit. Keine Spur von Berührungsängsten, wenn sich die Wege von Flatheads und Zweitakt-Boliden kreuzen.

Auf dem Programm standen für die rund 10 000 Besucher ein Achtel-Meilen-Show-Rennen, die Wahl des beliebtesten Startergirls, jede Menge Live- und Konservenmusik und das Demon Drome, in dem Steilwand-Artisten ihre rasanten Fahrmanöver auf der sogenannten Wall-of-Death zum Besten gaben.

Flugzeugabsturz bei Flug-Kunst-Action

Leider trübte ein tragischer Zwischenfall das Gute-Laune-Wochenende. Vom benachbarten Flugplatz Finow startete am Samstag gegen zwölf Uhr ein Sportflugzeug und stürzte nach einer rasant dargebotenen Flug-Kunst-Action aus bisher ungeklärter Ursache fast genau gegenüber der Zuschauertribüne an der Achtel-Meile-Strecke auf das angrenzende Gelände einer Solarpark-Firma, begrub sich daselbst unter den Glaspaneelen der Sonnenkollektoren. Der 47-jährige Pilot kam dabei ums Leben. Nur knapp einer weitaus größeren Katastrophe entkommen, sagten die Veranstalter daraufhin das Race 61 ab. Das Show-Rennen am Sonntag präsentierte dann doch noch, wenn auch weitaus verhaltener, die hochkarätigen Vier- und Zweiräder auf der 1/8 Meile, maßen sich stilvoll und mit klasse Ehrgeiz gegeneinander, als wenn es kein Morgen gäbe... Die Startgelder spendeten die Teilnehmer anschließend den Angehörigen des verunglückten Piloten.

Geradezu erstaunlich und anerkennenswert war, wie es dem Team von Roadrunner's Paradise und den Event-Besuchern gelang, mit dem nötigen Respekt den Angehörigen gegenüber das restliche Wochenende maßvoll heiter und dennoch frisch fröhlich zu begehen.

Infos:
www.racesixtyone.com/startergirls.htm
www.racesixtyone.com
www.roadrunners-paradise.de
www.luftfahrtmuseum-finowfurt.de

Die Videos zu dem Absturz sind hier zu sehen und zeigen, wie knapp die an die 10.000 Besucher einem weitaus größerem Unglück entkommen sind:

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