IDM Superbike 1000 Hockenheim 2017

Zeitplan, Starterliste, Ergebnisse

Im ersten Rennen erwischte das in der Gesamtmeisterschaft führende Team Schlosser einen schlechten Start - bei durchgängig Regen konnte sich Team Sattler Motorsport letztlich den Sieg sichern. Im zweiten Rennen wurden die Schweizer vom Team Schlosser dann aber wieder ihrer Favoritenrolle gerecht.
Alle Teilnehmer der IDM Sidecar am Hockenheimring zeigen wir in dieser Fotoshow.Mit der Startnummer 5: Schröder Werth Sidecar Racing.Mit der Startnummer 6: sidecarXperience.Mit der Startnummer 8: AKW-Kretzer-Racing PSV Wels.27 Bilder

Hier finden Sie alle relevanten Informationen zu den Trainings und Rennen der Superbike 1000-Klasse der Internationalen Deutschen Motorradmeisterschaft (IDM) auf dem Hockenheimring (29 September bis 1. Oktober 2017).

Starterliste

#G6: Stefan Müller (LIE), Kawasaki ZX-10R
#4: Koen Zeelen (NED), Yamaha YZF-R1M
#9: Dominic Schmitter (SUI), Suzuki GSX-R 1000
#10: Felix Bauer (GER), Honda CBR 1000 RR
#13: Ville Valtonen (FIN), Yamaha YZF-R1M
#14: Philipp Gengelbach (GER), BMW S 1000 RR
#G17: Rafael Neuner (AUT), Suzuki GSX-R 1000
#21: Markus Reiterberger (GER), BMW S 1000 RR
#29: Vincent Lonbois (BEL), BMW S 1000 RR
#31: Vittorio Iannuzzo (ITA), Suzuki GSX-R 1000
#33: Carl Berthelsen (NOR), Suzuki GSX-R 1000
#34: Marco Nekvasil (AUT), BMW S 1000 RR
#36: Marc Neumann (GER), BMW S 1000 RR
#37: Arnaud Friedrich (GER), BMW S 1000 RR
#43: Luca Grünwald (GER), Suzuki GSX-R 1000
#44: Danny de Boer (NED), BMW S 1000 RR
#45: Jan Bühn (GER), BMW S 1000 RR
#48: Dominik Vincon (GER), BMW S 1000 RR
#54: Bobby Bos (NED), Yamaha YZF-R1M
#55: Pepijn Bijsterbosch (NED), Yamaha YZF-R1M
#63: Jan Halbich (CZE), Honda CBR 1000 RR
#66: Florian Alt (GER), Yamaha YZF-R1M
#69: Lucy Glöckner (GER), Kawasaki ZX-10R
#G81: Florian Hüsler (SUI), Kawasaki ZX-10R
#84: Janusch Prokop (GER), Suzuki GSX-R1000
#85: Björn Stuppi (GER), BMW S 1000 RR
#G88: Tiago Freitas (POR), Kawasaki ZX-10R
#89: Stefan Kerschbaumer (AUT), Yamaha YZF-R1M
#91: Bastien Mackels (BEL), Yamaha YZF-R1M
#92: Daniel Kartheininger (GER), Yamaha YZF-R1
#G93: Fredrik Ommedal (NOR), Kawasaki ZX-10R
#G95: Marius Ripel Jensen (NOR), Kawasaki ZX-10R
#G97: Anton Ueland (NOR), BMW S 1000 RR

(Ein G vor der Startnummer kennzeichnet Gaststarter)

1. Freies Training (29.9., 10.45 Uhr)

Markus Reiterberger fährt auch beim Finale der diesjährigen IDM in einer anderen Liga. Obwohl er bereits als Champion der IDM Superbike 1000 feststeht, macht er auch in Hockenheim keineswegs langsamer. Mit 1:26,897 lag er über eine Sekunde vor Jan Bühn, der seine S 1000 RR in 1:27.920 um den Ring trieb.

Drittschnellster Pilot wurde Florian Alt auf einer Yamaha R1M mit einer Rundenzeit von 1:28,285. Dahinter folgen der Österreicher Stefan Kerschbaumer (Yamaha, 1:28,383), der Niederländer Danny de Boer (BMW, 1:28,385) und der Belgier Bastien Mackels (Yamaha, 1:28,738).

2. Freies Training (29.9., 14:20 Uhr)

Markus Reiterbergers (BMW) Bestzeit aus FP1 hätte zwar auch weiterhin für Platz 1 gereicht, trotzdem legte er in FP2 nochmals nach und war mit 1:26,663 erneut mit Abstand der schnellste Fahrer im Feld. Mit Florian Alt (Yamaha, 1:27,450) und Jan Bühn (BMW, 1:27,550) auf den Plätzen 2 und 3 entspricht dieses Ergebnis genau dem aktuellen Punktestand in der Gesamtwertung.

Platz 4 hat sich dann allerdings der Belgier Bastien Mackels auf Yamaha gesichert (1:27,818), der in der Gesamtwertung bisher auf Platz 11 steht. Dahinter folgen der Österreicher Stefan Kerschbaumer (Yamaha, 1:28,132), der Niederländer Danny De Boer (BMW, 1:28,144) und der Tscheche Jan Halbich (Honda, 1:28,284).

Die Plätze 8, 9 und 10 gehen an Luca Grünwald (Suzuki, 1:28,707), Pepijn Bijsterbosch (Yamaha, 1:28,970) und Dominik Vincon (BMW, 1:29,989).

1. Zeittraining (30.9., 9.30 Uhr)

Trotz eines Sturzes des italienischen Rennfahrers Vittorio Iannuzzo und zwischenzeitlicher Unterbrechung des Qualifyings birgt das Endergebnis kaum Überraschungen: Markus Reiterberger schaffte auf seiner BMW die Bestzeit: 1:26,591. Auf ihn folgen zwei Yamaha-Piloten: Florian Alt (1:26,734) und Bastien Mackels (1:27,107). Die Plätze 4 und 5 haben sich die BMW-Fahrer Jan Bühn (1:27,390) und Danny de Boer (1:27,501) gesichert.

Damit sieht das Ergebnis des ersten Qualifyings aus wie folgt:

1. Markus Reiterberger (BMW S 1000 RR)
2. Florian Alt (Yamaha YZF-R1M)
3. Bastien Mackels (Yamaha YZF-R1M)
4. Jan Bühn (BMW S 1000 RR)
5. Danny de Boer (BMW S 1000 RR)
6. Stefan Kerschbaumer (Yamaha YZF-R1M)
7. Jan Halbich (Honda CBR 1000 RR)
8. Dominik Vincon (BMW S 1000 RR)
9. Luca Grünwald (Suzuki GSX-R 1000)
10. Marc Neumann (BMW S 1000 RR)
11. Pepijn Bijsterbosch (Yamaha YZF-R1M)
12. Arnaud Friedrich (BMW S 1000 RR)
13. Vincent Lonbois (BMW S 1000 RR)
14. Daniel Kartheininger (Yamaha YZF-R1)
15. Lucy Glöckner (Kawasaki ZX-10R)
16. Dominic Schmitter (Suzuki GSX-R 1000)
17. Marko Nekvasil (BMW S 1000 RR)
18. Janusch Prokop (Suzuki GSX-R 1000)
19. Ville Valtonen (Yamaha YZF-R1M)
20. Raphael Neuner (Suzuki GSX-R 1000)
21. Koen Zeelen (Yamaha YZF-R1M)
22. Vittorio Iannuzzo (Suzuki GSX-R 1000)
23. Carl Berthelsen (Suzuki GSX-R 1000)
24. Bobby Bos (Yamaha YZF-R1M)
25. Florian Hüsler (Kawasaki ZX-10R)
26. Felix Bauer (Honda CBR 1000 RR)
27. Markus Ripel Jensen (Kawasaki ZX-10R)
28. Björn Stuppi (BMW S 1000 RR)
29. Fredrik Ommedal (Kawasaki ZX-10R)
30. Anton Ueland (BMW S 1000 RR)
31. Tiago Freitas (Kawasaki ZX-10R)

2. Zeittraining (30.9., 11.30 Uhr)

BMW-Pilot Martin Reiterberger fährt im zweiten Qualifying nicht nur knapp eine Sekunde schneller als der zweitplatzierte Jan Bühn (1:26,728), sondern mit 1:25,773 erstmals dieses Wochenende auch eine Zeit von unter 1:26 Minuten. Florian Alt und Bastien Mackels (beide Yamaha), konnten ihre in Q1 gefahrenen Zeiten nicht verbessern und fallen dadurch hinter Bühn auf die Startplätze 3 und 4 zurück. Danny de Boer (BMW, 1:27,226) und Pepijn Bijsterbosch (Yamaha, 1:27,429) landeten zwar im Q2 auf den Plätzen 3 und 4, erreichen damit für das Rennen aber nur die Startplätze 5 und 6.

Die Reihenfolge für die Startaufstellung im Rennen sieht damit folgendermaßen aus:

1. Markus Reiterberger (BMW S 1000 RR)
2. Jan Bühn (BMW S 1000 RR)
3. Florian Alt (Yamaha YZF-R1M)
4. Bastien Mackels (Yamaha YZF-R1M)
5. Danny de Boer (BMW S 1000 RR)
6. Pepijn Bijsterbosch (Yamaha YZF-R1M)
7. Dominic Schmitter (Suzuki GSX-R 1000)
8. Daniel Kartheininger (Yamaha YZF-R1)
9. Jan Halbich (Honda CBR 1000 RR)
10. Stefan Kerschbaumer (Yamaha YZF-R1M)
11. Dominik Vincon (BMW S 1000 RR)
12. Lucy Glöckner (Kawasaki ZX-10R)
13. Luca Grünwald (Suzuki GSX-R 1000)
14. Vincent Lonbois (BMW S 1000 RR)
15. Arnaud Friedrich (BMW S 1000 RR)
16. Marc Neumann (BMW S 1000 RR)
17. Marko Nekvasil (BMW S 1000 RR)
18. Janusch Prokop (Suzuki GSX-R 1000)
19. Ville Valtonen (Yamaha YZF-R1M)
20. Koen Zeelen (Yamaha YZF-R1M)
21. Felix Bauer (Honda CBR 1000 RR)
22. Raphael Neuner (Suzuki GSX-R 1000)
23. Bobby Bos (Yamaha YZF-R1M)
24. Vittorio Iannuzzo (Suzuki GSX-R 1000)
25. Florian Hüsler (Kawasaki ZX-10R)
26. Carl Berthelsen (Suzuki GSX-R 1000)
27. Björn Stuppi (BMW S 1000 RR)
28. Markus Ripel Jensen (Kawasaki ZX-10R)
29. Fredrik Ommedal (Kawasaki ZX-10R)
30. Anton Ueland (BMW S 1000 RR)
31. Tiago Freitas (Kawasaki ZX-10R)

1. Rennen (30.9., 15.50 Uhr)

Das hat es lange nicht gegeben. Der dreifache Superbike-Meister Markus Reiterberger kam auf der BMW sieben Runden lang nicht an Yamaha-Werksfahrer Florian Alt vorbei. So lange, aber auch kein bisschen länger guckte sich der Bayer das ganze Prozedere an, bevor er sich in der achten von 18 Runden freie Fahrt verschaffte und den Gummersbacher überholte. Reiti machte gleich sieben Zehntelsekunden in der ersten freien Runde gut. 

Für Alt ging es ab der neunten Runde auf der zweiten Position weiter um den Vizetitel. Die Lage war brisant. Alt war nämlich punktgleich mit Jan Bühn (BMW) nach Hockenheim gekommen. Doch Alt war nun eindeutig im Vorteil und schwelgte im Glück, da auch die Dunlop-Reifen das etwas kühlere Wetter, das sich nachmittags einstellte, mochten. 

Aber auch Danny de Boer hatte noch den Hauch einer Chance, auf den Vizetitel zu fahren. Der Niederländer, der sich seit mehreren Wochen mit Pfeifferschem Drüsenfieber herumschlägt, bewegte sich in der Box zwar immer noch wie ein Schluck Wasser in der Kurve, mobilisierte im Rennen aber wieder all seine Kräfte und überholte mit  dem Teamkollegen Jan Bühn einen seiner großen Widersacher. Vor dem endgültigen Finale am morgigen Sonntag sieht das Kräfteverhältnis hinter Meister Reiterberger jetzt wie folgt aus: Alt hat 174 Punkte, Bühn 165 und De Boer 157. Theoretisch spricht alles für Alt. Praktisch wird erst ganz zum Schluss abgerechnet. 

Yamaha war nach dem ersten IDM Superbike 1000-Lauf dank Bastien Mackels gleich zweimal auf dem Podest vertreten. Für den Belgier war es das erste Mal, dass er in diesem Jahr nach oben springen durfte. Auch Suzuki-Pilot Dominik Schmitter konnte durchschnaufen: Platz sechs. So weit vorne war er das bisher einzige Mal beim Saisonauftakt gewesen. 

2. Rennen (1.10., 15.50 Uhr)

Markus Reiterberger meinte, es sei nicht so gut gelaufen am Wochenende, weil sein Vorsprung nicht so groß wie sonst war. Aber das Ziel, zwei Laufsiege zu holen, wäre dennoch erreicht. Der dreifache IDM Superbike-Meister verabschiedete sich gebührend mit dem Doppelsieg aus Deutschlands höchster Straßenrennsportserie. Es war definitiv sein letzter Auftritt.

Zuvor noch ungeklärt waren die weiteren Platzierungen in der Meisterschaft. Florian Alt ließ aber wie schon im ersten Lauf keinen Zweifel aufkommen, wer der Platzhirsch ist. Er sorgte dafür, dass ganz vorne nicht nur BMW, sondern auch Yamaha vertreten ist. Der Gummersbacher fuhr vom Anfang bis zum Ende ein blitzsauberes Rennen und verwies Jan Bühn (BMW) auf den dritten Rang im Rennen und in der Meisterschaft. Für mächtig Aufsehen sorgte auch wieder die einzige Dame im Feld: Kawasaki-Lady Lucy Glöckner war anfangs auf den 14. Platz zurückgefallen, arbeitete sich aber nach vorn und überholte in der letzten Runde sogar noch Dominic Schmitter (Suzuki) auf dem neunten Platz. Und weil Jan Halbich weiterhin den Österreicher Stefan Kerschbaumer überholte, kam Honda noch auf den fünften Platz in der Gesamtwertung.

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