Leser-Test-Ride Ducati Scrambler 1100 Special

Das sagen unsere Leser

"Das hat mich überrascht: Die Fahrmodi. Am Anfang dachte ich erst: So ein Quatsch! Aber ich muss dann doch feststellen, dass meine mentale Verfassung nicht immer dieselbe ist."
Andrea hat seit einem Jahr den Führerschein und fährt eine KTM 390 Duke.Andrea ist mit der Test-Scrambler, ihrem Mann und dessen Monster 1200 auf Tour. Den Soundvergleich gewinnt die Scrambler.Rund 500 Kilometer hat sie in der ersten Testwoche abgespult.
54 Bilder

5 Leser/innen testen im Rahmen des Ducati Leser-Test-Rides die neue Scrambler 1100 Special. Dafür haben sie 4 Wochen Zeit, den Sprit zahlt Ducati. Bei uns lest ihr jede Woche von den aktuellsten Eindrücken der 5 Fahrer/innen.

Stellt euch vor: Schönstes Motorradwetter und Ducati stellt euch eine brandneue Scrambler 1100 Special für einen 4-wöchigen Test zur Verfügung – und das Spritgeld gibt's noch obendrauf. Traumhaft? Ja. Aber für fünf Leser von MOTORRAD, FUEL und auto motor und sport ist das nun die Realität. Sie haben sich für den Leser-Test-Ride von Ducati beworben und gewonnen.

Hier lest ihr die nächsten vier Wochen, welche Eindrücke die fünf Pilotinnen und Piloten mit den Ducati Scrambler 1100 Special sammeln.

Andreas 1. Testwoche

Foto: Malte Buls
Andrea hat vor einem Jahr den Motorradführerschein gemacht und fährt eine KTM 390 Duke. Sie misst 1,69 Meter und kommt bei der Scrambler nur mit den Fußspitzen auf den Boden.
Andrea hat vor einem Jahr den Motorradführerschein gemacht und fährt eine KTM 390 Duke. Sie misst 1,69 Meter und kommt bei der Scrambler nur mit den Fußspitzen auf den Boden.

Aktuelles Motorrad: KTM Duke 390
Fahrergröße: 1,69 Meter

Testumfeld: Von Stuttgart aus über die A81 nach Heilbronn,  ansonsten nur noch Landstrasse (Spessart & Odenwald)
Gefahrene Strecke: 500 Kilometer

Ergonomie auf dem Motorrad: Da die Sitzbank recht breit ist, komme ich mit meinen 1,69 Meter nur mit den Fußspitzen auf den Boden. Die weit vorn angebrachten Fußrasten sorgen zwar für eine äußerst komfortable Sitzposition, sorgen aber auch dafür, dass ich mich bei höherem Tempo (ab 120km/h) mit dem Oberkörper aktiv gegen den Wind stemmen muß, was mittelfristig anstrengend ist.

Fahreindrücke Stadt: Leichtgängige Kupplung, die sich sehr gut dosieren lässt; sehr gutmütig beim Anfahren; starke Hitzeentwicklung in der Stadt und im Stau.
Fahreindrücke Landstraße: Stabiles Kurververhalten, ausreichende Schräglagenfreiheit, ideales Landstraßenmotorrad, um Spaß zu haben; sehr gute Bremsen; keine Lastwechselreaktionen im Antriebsstrang; sehr guter Durchzug und Beschleunigung; Ablesbarkeit des Drehzahlmessers leider nur mäßig.
Fahreindrücke Autobahn: Sehr unsensible Federelemente. Speziell bei den Querfugen der A81 sind Nehmerqualitäten gefragt – die A81 und die Scrambler werden keine Freunde.
Fahreindrücke Soziusbetrieb: Kein Soziusbetrieb durchgeführt.

Gesamtbewertung (Schulnoten 1-6): 1- (Abzug gibt es nur für das Ansprechverhalten der Federung)

Das Motorrad käme für mich in Frage/nicht in Frage, weil ...: Es finden bereits intensive, familieninterne Diskussionen statt, ob wir die Scrambler 1100 kaufen, oder eine Scrambler 1100 (für Thomas (Anm. d Red.: Thomas ist der Ehemann von Andrea. Er nennt eine Monster 1200 und eine 1198 sein Eigen)) und eine Scrambler 800 (für mich). Ich möchte mal die 800er im Vergleich zur 1100er fahren.

Das hat mich überrascht: Extrem geiler Sound, der mir ein fettes Grinsen ins Gesicht zaubert; familieninterner Soundsieger (gegen Monster 1200 und Ducati 1198).

Das hat mich enttäuscht: Das Ansprechverhalten der Federelemente; ggfs. können die auf mein Gewicht angepasst werden.

Hauptunterschiede zum aktuellen Motorrad: Im Vergleich zur Scrambler 1100 wirkt die Duke 390 wie ein Mofa; die Motorräder sind nicht direkt vergleichbar. Beim Handling im Stand bevorzuge ich die Duke, beim Fahren eindeutig die Scrambler.

Preis-Leistungs-Verhältnis: Die Scrambler 1100 ist kein Schnäppchen, jedoch aufgrund der hochwertigen Ausstattung inkl. Speichenfelgen und der Fertigung in Italien angemessen.

Weitere Notizen: Sehr hochwertige Verarbeitung mit vielen gebürsteten Aluteilen; hochwertige Assistenzsysteme, tolle Gesamterscheinung.

Andreas 2. Testwoche

Testumfeld: überwiegend Landstrasse
Gefahrene Strecke: 250 Kilometer

Fahreindrücke Stadt: Die Abstufung des Getriebes ist sehr gut gelungen; man kann entspannt im 3. Gang bei 30 km/h im Verkehr mitschwimmen, sowie im 4. Gang bei Tempo 50.
Fahreindrücke Landstraße: Perfektes Motorrad, um im legalen Geschwindigkeitsbereich auf der Landstrasse Spaß zu haben. Die Füße schleifen allerdings relativ schnell in Kurven auf der Strasse. Je nach Sonneneinstrahlung blendet das Display ziemlich stark.
Fahreindrücke Autobahn: kein Autobahnbetrieb
Fahreindrücke Soziusbetrieb: Die Sitzbank ist sehr bequem auch für 2 Personen. Der Kniewinkel für den Sozius ist sehr entspannt, die Position der Haltegriffe allerdings unpraktisch. Immerhin, so stören sie das Design nicht – schließlich kann man sich ja am Fahrer festhalten.

Gesamtbewertung (Schulnoten 1-6): 1- (siehe Vorwoche)

Das Motorrad käme für mich in Frage, weil ...: es sich entspannt fährt, hochwertig verarbeitet ist und einen guten Sound hat.

Das hat mich überrascht: Die Reifen haften sehr gut trotz des leichten Geländeprofils.

Das hat mich enttäuscht: keine weiteren Erkenntnisse im Vergleich zur Vorwoche.

Hauptunterschiede zum aktuellen Motorrad: Keine Nachteile im Vergleich zum aktuellen Motorrad (390 Duke). Stabileres Fahrverhalten in den Kurven, ich komme meinem Mann besser auf seiner Monster hinterher.

Preis-Leistungs-Verhältnis: angemessen

Weitere Notizen: Die rechte Verschraubung des Tanks hatte sich gelockert. Und: zwischen dem 5. und 6. Gang komme ich ab und zu in einen Zwischenleerlauf.

Andreas 3. Testwoche

Testumfeld: Überwiegend Landstraße
Gefahrene Strecke: 400 Kilometer

Anmerkung der Redaktion: Andrea ist letzte Woche aus purer Neugier zum Ducati-Händler ihres Vertrauens gefahren und ist die Scrambler 800 ausgiebig Probe gefahren. Ihre Eindrücke sind bestimmt interessant für viele, die zwischen den beiden Modellen schwanken.

Ergonomie auf dem Motorrad: Die Sitzbank der 800er Scrambler ist schmaler, die Sitzhöhe niedriger, so dass ich mich hier im Stand sicherer fühle.

Fahreindrücke Stadt: Keine speziellen neuen Erkenntnisse; das Geriebe macht beim Einlegen des ersten Gangs Geräusche - man könnte meinen, das kauft Ducati bei BMW zu!
Fahreindrücke Landstraße: Im Vergleich zur Scrambler 800 liegt die 1100er etwas stabiler auf der Straße. Die 800er macht im direkten Vergleich einen etwas agieleren Eindruck. Der Motor der 1100er scheint viel mehr Kraft zu haben, obwohl er "nur" 13 PS mehr hat - aber halt viel mehr Drehmoment von unten raus.

Gesamtbewertung (Schulnoten 1-6): Immer noch die 1-

Das Motorrad käme für mich in Frage/nicht in Frage, weil ...: Die 1100er macht mir beim Fahren viel mehr Spaß, als die im Vergleich gefahrene 800, so dass ich mich trotz der Nachteile beim Rangieren etc., sowie des höheren Preises klar für die 1100er entscheiden würde.

Das hat mich überrascht: Die Tankanzeige ist 'lustig' - erst ewig voll, dann kommt kurz nach halbvoll fast direkt Reserve!

Vorteil gegenüber der 800er Scrambler: Sound, Power und Bremsen. Nachteil gegenüber der 800er Scrambler: höheres Gewicht. Sitzhöhe und Breite des Sattels.

Preis-Leistungs-Verhältnis: Angemessen

Andreas 4. Testwoche

Testumfeld: Überwiegend Landstraße
Gefahrene Strecke: 300 Kilometer

Ergonomie auf dem Motorrad: Wenn ich mir die Scrambler anschaffen sollte, würde ich mir auf jeden Fall die Sitzbank abpolstern lassen, damit ich sicherer mit den Füßen auf den Boden komme. (Anm. d. Red.: Andrea ist 1,69 Meter groß)

Fahreindrücke Stadt: Die Scrambler wurde kaum in der Stadt bewegt; keine neuen Erkenntnisse; in geschlossenen Ortschaften ist eine unauffällige und entspannte Fortbewegung möglich.
Fahreindrücke Landstraße: Die Scrambler auf der Landstraße zu bewegen macht einfach Laune - für mich das perfekte Landstrassen - Motorrad!
Fahreindrücke Autobahn: Keine Fahrten auf der Autobahn durchgeführt; wenn ich mit der Scrambler in den Urlaub gefahren wäre, hätte ich sie auf jeden Fall in unserem Anhänger verstaut.

Gesamtbewertung (Schulnoten 1-6): Immer noch die gleiche Note: 1-

Das hat mich überrascht: Nach vier Wochen Testbetrieb hat mich die Scrambler nicht mehr überrascht, alles fühlt sich vertraut an; um so mehr bin ich etwas wehmütig, sie wieder abgeben zu müssen ...

Hauptunterschiede zum aktuellen Motorrad: Der Rückumstieg auf die 390er Duke wird mir schwer fallen - mit Ausnahme des geringeren Gewichts und der niedrigeren Sitzhöhe.

Preis-Leistungs-Verhältnis: Die Scrambler ist kein Schnäppchen - wenn man sich am Markt umschaut, bekommt man für den Preis der Scrambler (Special) viele tolle Motorräder. Nichts desto trotz ist die Scrambler 1100 Special ein tolles Motorrad mit Charakter.

Weitere Notizen: Am meisten hat mich von Anfang der tolle Sound beeindruckt. Einmal in Fahrt, macht mir die Scrambler einfach gute Laune, da sie sich toll fahren lässt. Im Stand fällt mir das Handling etwas schwer,  da ich nur mit meinen Fußspitzen auf den Boden komme; ich müßte mir eine niedrigere Sitzbank besorgen - ansonsten passt alles.

Christophs 1. Testwoche

Foto: Malte Buls
Christophs Garage steht voll - Moto Guzzi Griso 1200 S.E, Yamaha FZ8 N und Yamaha XS 1100 versammeln sich hier. Nun kam noch eine Ducati Scrambler 1100 Special dazu.
Christophs Garage steht voll - Moto Guzzi Griso 1200 S.E, Yamaha FZ8 N und Yamaha XS 1100 versammeln sich hier. Nun kam noch eine Ducati Scrambler 1100 Special dazu.

Aktuelle Motorräder: Moto Guzzi Griso 1200 S.E, Yamaha FZ8 N und Yamaha XS 1100 
Fahrergröße: 1,88 Meter

Testumfeld: Stadt, Land, Autobahn – von allem ein bisschen
Gefahrene Strecke: 420 Kilometer

Ergonomie auf dem Motorrad: Ich sitze mit meinen 1,88 Meter sehr gut auf dem Motorrad, der Kniewinkel ist absolut enstpannt.

Fahreindrücke Stadt: Beim Fahren in der Stadt benutze ich meistens den Journey Modus, da er etwas sanfter anspricht aber trotzdem die volle Leistung hat.
Fahreindrücke Soziusbetrieb: Für kurze Ausfahrten absolut okay, jedoch sind die Haltegriffe unterm Sitz zwar nett gemeint, aber eher unpraktisch. Außerdem werden sie sehr warm.

Gesamtbewertung (Schulnoten 1-6): Ich gebe eine gute 2.

Das Motorrad käme für mich in Frage/nicht in Frage, weil ...: Die Scrambler würde für mich in Frage kommen, weil sie ein sehr schön zu fahrendes Allround-Mopped abgibt, mit dem ich nicht nur die Landstraße unsicher machen kann, sondern auch gerne mal zur Arbeit oder einfach nur an die Eisdiele fahre.

Das hat mich überrascht: Überrascht hat mich wirklich der Motor! Weil er – obwohl er nur 86 PS stark ist – einen sehr guten Durchzug hat. Auch die sehr gute Bremsanlage hat mich positiv überrascht.

Das hat mich enttäuscht: Sofern man von enttäuscht reden kann, die Sitzbank. Sie sieht zwar sehr schön aus und fühlt sich auch sehr wertig an, ist aber eher auf der härteren Seite des Lebens zuhause. Vielleicht muss ich sie aber auch einfach noch etwas einsitzen :D.

Hauptunterschiede zum akutellen Motorrad: Mit meiner Guzzi ist die Scrambler 1100 schwer zu vergleichen – es sind zwar beides V2 Motorräder aus Italien, aber grundsätzlich sehr unterschiedliche Konzepte.

Preis-Leistungs-Verhältnis: Mit 14.290 Euro* ist die Ducati Scrambler 1100 Special nicht unbedingt günstig, aber im direkten Vergleich zur R nineT Scrambler (ab 13.150 Euro) und zur Triumph Bonneville T120 (ab 12.250 Euro), passt das Preis-Leistungs-Verhältnis wieder. Meiner Meinung nach bietet sie von den Dreien die beste Austattung. *Das ist der Preis für die Special-Ausführung, die günstigste Scrambler 1100 startet bei 12.990 Euro. (Anm. d. Red.)

Weitere Notizen: Ich war sehr überrrascht von dem wirklich guten und durchzugsstarken Motor  – obwohl er nur 86 PS bereitstellt, hatte ich nie das Gefühl das Leistung fehlen würde. Für den "alten" luftgekühlten 1100 V2 läuft der Motor schon fast seidenweich, tolle Abstimmung von Ducati, das macht wirklich Laune. Ich wollte mich Ende des Jahres von meiner Yamaha FZ8N trennen, die für mich quasi der "Dailydriver" ist. Und ich muss sagen, die Scrambler 1100 wäre wirklich ein sehr guter Nachfolger.

Christophs 2. Testwoche

Testumfeld: von allem ein bisschen
Gefahrene Strecke: 460 Kilometer

Fahreindrücke Stadt: Für einen 1100-cm³-V2 fährt die Ducati wirklich schön in der Stadt. Gerade im Journey-Modus überzeugt sie mit einer sehr schönen Gasanhame ohne dabei übertieben zu ruckeln. Nur die extreme Abwärme des  Motors beim Anhalten, beispielsweise an Ampeln, ist bei 30 Grad Außentemperatur wirklich extrem.
Fahreindrücke Autobahn: Sie ist konzeptbedingt einfach kein Autobahn-Mopped, aber für kurze Strecken mit Geschwindigkeiten um 120/130 km/h absolut okay und stabil.

Das hat mich überrascht: Habe das Fahrwerk mal nach dem im Top-Test beschriebenen Setup eingestellt (MOTORRAD Ausgabe 12/2018). Und siehe da, es fährt sich zwar immer noch straff aber deutlich komfortabler.

Das hat mich enttäuscht: Der Seitenständer ist etwas schlecht erreichbar. Ebenso wie im MOTORRAD-Test beschrieben, hätte man sich für die Lenkeinschlagbegrenzung etwas Schöneres ausdenken können.

Weitere Notizen: War diese Woche bei Ducati Bochum und habe das Update aufspielen lassen. Während ich wartete konnte ich mal die neue SuperSport S Testen.

Christophs 3. Testwoche

Testumfeld: hauptsächlich Stadt
Gefahrene Strecke: 250 Kilometer

Ergonomie auf dem Motorrad: Ich musste feststellen, dass ich nach drei Wochen Dauertestbetrieb, ganz ehrlich sagen kann, dass die Scrambler das erste Motorrad ist, an dem ich ergonomisch überhaupt nichts ändern würde. Ich sitze immer noch sehr gut drauf und freue mich auf jede Fahrt mit ihr.

Fahreindrücke Stadt: In der vergangenen Woche hat mich die Scrambler jeden Tag im City Mode zur Arbeit begleitet! Sehr schönes Motorrad... Langsam werden wir echt gute Freunde.

Das hat mich überrascht: Der Kumpel ist momentan auch vom Ducatisti Virus befallen und hat ne Probefahrt auf einer Monster 1200 S gemacht (Anm. d. Red.: siehe Bildergalerie)

Weitere Notizen: Am Samstag, den 9. Juni ist mir leider – beziehungsweise zum Glück – beim Putzen aufgefallen, dass sich der Bolzen des Seitenständers gelockert hat und ausgerissen ist. Am Montag werde ich erst Mal direkt bei Ducati anrufen. Momentan steht die Scrambler in der Garage auf dem Montageständer, da sich der Seitenständer nicht mehr benutzen lässt. Deswegen musste die Tour dieses Wochenende leider ausfallen. Außerdem hat die Schwinge einen Kratzer abbekommen, da die Fußrastenhalteplatte am selben Bolzen befestigt ist.

Christophs 4. Testwoche

Testumfeld: Von allem ein bisschen
Gefahrene Strecke: 330 Kilometer

Das hat mich überrascht: Ein toller Service von Ducati Bochum! Die Reperatur der abgerissenen Schraube ging sehr schnell und nach ca. 30 Minuten konnte ich schon wieder weiterfahren.

Weitere Notizen: Schade, so schnell vergehen vier wirklich schöne Wochen mit der Ducati Scrambler. Ein wirklich gelungenes  Motorrad mit einem tollen Motor und einem super Klang. Es fällt mir wirklich schwer, sie wieder herzugeben, in den letzten Wochen sind wir wirklich gute Freunde geworden. Auf Touren durch Sauer und Münsterland oder auf dem Weg zur Arbeit war sie mir stets ein treuer und gern gesehener Begleiter. Ich bin mir sicher, eines Tages wird ganz bestimmt nochmal eine Scrambler 1100 den Weg in meine Garage finden.

Olivers 1. Testwoche

Foto: Malte Buls
Jackpot für Oliver: Er hat derzeit kein eigenes Motorrad, weshalb die volle Aufmerksamkeit die nächsten vier Wochen vollumfänglich der Ducati Scrambler 1100 Special zukommen.
Jackpot für Oliver: Er hat derzeit kein eigenes Motorrad, weshalb die volle Aufmerksamkeit die nächsten vier Wochen vollumfänglich der Ducati Scrambler 1100 Special zukommen.

Aktuelles Motorrad: Leider keins
Fahrergröße: 1,76 Meter

Testumfeld: Eine Mischung aus allem
Gefahrene Strecke: 
550 Kilometer

Ergonomie auf dem Motorrad: Sehr angenehme Sitzposition, auch oder gerade wegen meiner geringen Größe. Die Lenkerhöhe und -breite ist sehr angenehm – paßt zur gesamten Ergonomie. Also auch für Fahrer unter 1,80 Meter.

Fahreindrücke Stadt: Tolles, einfaches Handling, spurt in jedem Gang, fließt super mit im Stadtverkehr. Aber vor allem zieht sie alle Blicke auf sich, was auch am beeindruckenden Sound liegt.
Fahreindrücke Landstraße: Die Duc fährt sich vor allem auf kurvigen Straßen einfach traumhaft, bietet Durchzug in jeder Lebenslage und kommt auch gut in höheren Gängen aus dem Drehzahlkeller. Die Bremsen sind hervorragend, wobei die Hinterbremse für meinen geschmack einen Ticken bissiger sein könnte.
Fahreindrücke Autobahn: Sehr anstrengend zu fahren da die Scrambler ja ohne Verkleidung daherkommt. So nach 300 gefahrenen Kilometern wurde es für die Arme echt anstrengend. Aber bis dahin macht sie riesig Spaß, weil sie auch in den hohen Gängen kraftvoll durchzieht. Auch hier gabe es während der Fahrt viele Schaulustige und „Fotografen“. An jeder Raststätte hatten wir sofort Zulauf. Das war total ungewohnt, da ich mich ja selbst erst an die Scrambler gewöhnen musste und gleich Frage und Antwort für alle Interessierten stehen musste. War aber total klasse!
Fahreindrücke Soziusbetrieb: Meine Söhne ließen es sich nicht nehmen und haben jede Möglichkeit genutzt mitzufahren. Das Fahrverhalten mit Sozius ist unproblematisch. Das Ansprechverhalten des Motors ist exakt gleich dem ohne Sozius. Kraft ist also immer und ausreichend vorhanden. Nur die Bremse muss mit mehr Gefühl betätigt werden, hat aber trotzdem genug Kraft.

Gesamtbewertung (Schulnoten 1-6): 1

Das Motorrad käme für mich in Frage/nicht in Frage, weil ...:  Die Scrambler 1100 käme für mich in Frage, denn der 1. Eindruck ist für mich entscheidend. Und der ist perfekt!

Das hat mich überrascht: Sie ist kein Leichtgewicht und trotzdem super zu beherrschen.

Das hat mich enttäuscht: Das Cockpit – nur LCD geht gar nicht. Wenigstens der Drehzahlenmesser sollte analog vorhanden sein. Die Hinterradbremse könnte etwas besser zupacken und das Fahrwerk dürfte etwas weicher sein. Das ist aber keine wirkliche Enttäuschung, sondern nur ein Hinweis.

Hauptunterschiede zum akutellen Motorrad: Tja, da ich leider zur Zeit kein Motorrad besitze, gibt es zu 100% Vorteil Scrambler 1100!

Preis-Leistungs-Verhältnis: Super Motorrad mit allen Features zum angemessenen Preis – eben etwas Besonderes.

Olivers 2. Testwoche

Testumfeld: Landstraßen in Ostwestfalen-Lippe und Norddeutschland, Autobahn.
Gefahrene Strecke: 500 Kilometer

Fahreindrücke Stadt: Das Fahren in der Stadt macht immer noch viel Spaß. Sehr stimmig im City-Modus. Der Sound macht süchtig und das Handling ist einfach.
Fahreindrücke Landstraße: Überland ist die Heimat der Ducati. Hier macht das Fahren endlos Spaß. Das Kurven-ABS arbeitet sehr gut. Die Tour ins Norddeutsche Hooksiel an den Strand war top. Wir wurden sogar mit super Sonnenwetter belohnt.
Fahreindrücke Autobahn: Auf der A28 Richtung Nordsee-Küste vergeht einem leider der Spaß. Bodenwellen und Fahrbahn-Unebenheiten habe ich in jedem Knochen im Rücken gespürt. Durchzug und Spurtreue sind wirklich klasse – nur das Fahrwerk ist zu hart für die Bahn. Deshalb lieber über Land. Aber das pausieren an einer Autobahn-Raststätte mit italienischem Kennzeichen ist immer ein Highlight – die Leute kommen einfach und sprechen mich an. Wenn dann aber ein sturer Westfale antwortet, sind sie schon etwas enttäuscht.
Fahreindrücke Soziusbetrieb: Diese Woche hab ich es mal ganz für mich allein genossen.

Das Motorrad käme für mich in Frage/nicht in Frage, weil ...: Ich will sie haben!

Das hat mich überrascht: Super sicheres Fahrverhalten auch bei Mistwetter mit Starkregen und Gewitter. Ich fühle mich immer sicher.

Das hat mich enttäuscht: Wie gesagt, das Fahrwerk ist etwas hart und der klassische Drehzahl-Messer fehlt mir immer noch.

Weitere Notizen: Ducati Deutschland rief zum Update der Motorsteuerung beim nächsten Ducati-Händler. Der ist in Melle. Super freundlicher Empfang, die Jungs dort wussten sofort Bescheid und nach 10 Minuten war alles behoben bzw. „geupgraded“. Top-Service.

Olivers 3. Testwoche

Testumfeld: Ausschließlich Landstraße
Gefahrene Strecke: 350 Kilometer

Ergonomie auf dem Motorrad: Die Fußrasten für den Sozius sind eher zu hoch und gerade auf längeren Fahrten unbequem. Der Fahrer hingegen hat's sehr komfortabel.
Fahreindrücke Stadt: Trotz Dauerstau in der Stadt kommt die Ducati immer leicht durch den Verkehr und ist super leicht zu fahren.
Fahreindrücke Landstraße: Im mittleren Drehzahlenbereich ist immer ausreichend Luft nach unten und nach oben. Immer perfekter Durchzug. Im unteren Drehzahlenbereich schlägt der Motor und der Antriebsstrang schon arg an der Maschine. Die mechanischen Geräusche im Motor und Getriebe werden merklich lauter, aber auf keinen Fall störend. Meine „Diva“ stellt sich morgens etwas beim Starten an... so ein, zwei Versuche braucht Sie schon und dann wird erst mal losgestottert... Läuft aber nach kurzer Zeit wie ein Uhrwerk.
Fahreindrücke Autobahn: Diese Woche war ein Glück keine Autobahnfahrt geplant. Die sind nämlich ehrlich gesagt sehr anstrengend und eher nicht für die Scrambler geeignet.
Fahreindrücke Soziusbetrieb: Die Fahrten zum Sport sind schon zum Ritual geworden...mein Sohn genießt die Touren sehr... Das Fahren mit Sozius ist unproblematisch.

Das Motorrad käme für mich in Frage/nicht in Frage, weil ...: Es bleibt dabei, die Scrambler 1100 würde mir schon sehr gefallen.

Das hat mich überrascht: Die Scrambler „lebt“ mittlerweile, sie rüttelt und schüttelt sich mit kaltem Motor und zickt auch schon mal...kommt aber immer runter und fährt super ehrlich. Die Reifen sind die Wucht. Angelehnt an die Super-Moto-Bereifung passen sie einfach perfekt zur Maschine.

Preis-Leistungs-Verhältnis: Das Preis/Leistungsverhältnis stimmt. Für eine 1100er ist der Preis angemessen, da die Scrambler sehr hochwertig ist und mit Sicherheit keinen all zu hohen Wertverlust verzeichnen wird. Aber die 800er ist preislich sehr viel attraktiver.

Olivers 4. Testwoche

Testumfeld: Landstraßen im Münsterland und Autobahn
Gefahrene Strecke: 400 Kilometer

Ergonomie auf dem Motorrad: Hab mein Gewicht gehalten, gewachsen oder geschrumpft bin ich auch nicht – also immer noch perfekte Ergonomie.

Fahreindrücke Stadt: Ganz easy, auch als stattlicher Stadtflitzer immer perfekt zu fahren.
Fahreindrücke Landstraße: Ich glaube, ich kenne jetzt wirklich alle Land- und Nebenstraßen im Kreis Bielefeld, Gütersloh und Umgebung. Und das Fahren macht wirklich süchtig. Ich musste mich schon bremsen, um nicht immer und überall mit der Scrambler zu cruisen. Die Verbindung von Motor und dem Auspuff-Sound macht ebenfalls süchtig, besonders das Blubbern beim Runterschalten. Sehr cool!
Fahreindrücke Autobahn: Auf kurzen Autobahn-Abschnitten macht das Fahren richtig Spaß. Wir haben ja jetzt die A33 vor der Nase und nutzen das ab und zu aus.
Fahreindrücke Soziusbetrieb: Mit Sohnemann auf zwei kleinen Motorrad-Treffen gewesen. Hat super Spaß gemacht und das Interesse bei Ducati-Fahrern war immer gegeben. Besonders natürlich die Geschichte hinter dem italienischen Kennzeichen.

Das Motorrad käme für mich in Frage/nicht in Frage, weil ...: Unbedingt käme die Scrambler für mich in Frage. Gerade jetzt, nach vier Wochen Einfahrzeit.

Das hat mich überrascht: Das Fahren bei Nässe ist total unkompliziert. Ich hatte immer ein sicheres Gefühl, in jeder Lage perfekt.

Preis-Leistungs-Verhältnis: Das Preis-Leistungsverhältnis paßt für jemanden der auf Ducatis und auf Scrambler abfährt. Sicher gibt es günstigere Mopeds, auch gerade als Scrambler, aber nicht eine 1100 Ducati. Gerade jetzt nach vier Wochen Testfahrt steht fest: Die Ducati Scrambler 1100 ist schon ein echter Hammer.

Weitere Notizen: Tja was soll ich sagen... die vier Wochen waren ein voller Erfolg. Gerade als Wiedereinsteiger war es ein riesen Abenteuer für mich, ein so spezielles und modernes Moped fahren zu dürfen. Ich kann nur sagen, ich bin wieder voll vom Motorrad-Virus gepackt. Hätte die Scrambler auch gerne weiter gefahren, aber als Neufahrzeug ist sie mir ehrlich gesagt zu teuer. Und die 800er ist eben doch etwas schmächtiger als die 1100er. Was soll´s ... weiter träumen und abwarten. Es kommt bestimmt noch eine Gelegenheit.

Toralfs 1. Testwoche

Foto: Malte Buls
Toralf durfte am zweiten Testtag zum Software-Update in der Werkstatt vorfahren. Nun läuft aber alles ohne Warnleuchte im Cockpit.
Toralf durfte am zweiten Testtag zum Software-Update in der Werkstatt vorfahren. Nun läuft aber alles ohne Warnleuchte im Cockpit.

Aktuelles Motorrad: Harley Davidson Fat Bob 114
Fahrergröße: 1,81 Meter

Testumfeld: Stadtverkehr Stuttgart, Autobahn bis Emsland, Landstraßenfahrten bei Stauumfahrung
Gefahrene Strecke: 1.100 Kilometer

Ergonomie auf dem Motorrad: Passt bei meiner Größe alles.

Fahreindrücke Stadt: Im Stadverkehr bin ich im "City Mode" gefahren. Bei Stau und zähem Stadtverkehr stieg von links extreme Motorhitze auf.
Fahreindrücke Landstraße: Hier habe ich den "Journey Mode" geschaltet. Nach wenigen Kilometern leuchtete eine orangene Anzeige im Cockpit auf. Es war die Kontrollleuchte „Fahrzeug-/Motordiagnose - MIL”. Das hieß für mich und die Scrambler 1100: Ab in die Werkstatt im Motorradcentrum Ducati in Leimen: Es erfolgte ein Software-Update (ca. 45 Minuten). Das Werkstatt-Team war top und danach gab's keine weiteren Cockpitmeldungen.
Fahreindrücke Autobahn: Hier ging's im "Active Mode" voran. Top: zügiges Vorankommen. Flop: Auspuff/Motorengeräusch habe ich als klirrend wahrgenommen. Fazit: Besser mit Ohrenstöpsel fahren.
Fahreindrücke Soziusbetrieb: Bei Fahrbahn-Unebenheiten gab die Scrambler die Stöße gefühlt direkt an den Soziusrücken weiter, außerdem ist die Soziusbank etwas zu hart.

Gesamtbewertung (Schulnoten 1-6): 3

Das Motorrad käme für mich in Frage/nicht in Frage, weil ...: Für Kurzstreckenfahrten käme die Scrambler 1100 für mich in Frage.

Das hat mich überrascht: Dass ich jetzt vier Wochen lang mit einem italienischen Kennzeichen rumfahren darf – die Scrambler kommt nämlich direkt vom Werk und ist in Italien zugelassen. Außerdem: Die top Funktion des Kurven-ABS!

Das hat mich enttäuscht: klirrendes Motoren-/Auspuffgeräusch im Ohr, sonores, nähmaschinenähnliches Arbeiten des Motors im 3. Gang, wobei dann vom Auspuffgeräusch nichts mehr zu hören ist.

Hauptunterschiede zum akutellen Motorrad: Motoren-/Auspuffklang der Harley finde ich angenehmer; trotz Active Mode der Scrambler – meine Harley hat "Warp Antrieb".

Preis-Leistungs-Verhältnis: Top

Weitere Notizen: Nach über 1.000 Kilometer Heimfahrt (mit einer Übernachtung) und lahmen, gefühlt tellergroßen Händen sowie starren Unterarmen, habe ich laut meiner Haushaltswage Kilogramm Gewicht verloren und noch dazu mehr Muskelmasse! Die Scrambler ist also ein klasse Fitnessgerät! Nach einer Hochsommer-Woche, täglichen Ausfahrten und viel Spass bin ich gespannt, was noch kommt.

Toralfs 2. Testwoche

Testumfeld: Stadt Papenburg/Emsland; Stadt Leer/ Ostfriesland, Stadt Weener/Rheiderland
Gefahrene Strecke: 400 Kilometer

Ergonomie auf dem Motorrad: Steht auch meiner 18 jährigen Tochter (1,72 Meter) und meinem fast 16 jährigen Sohn (1,82 Meter) sehr gut.

Fahreindrücke Stadt: In der zweiten Testwoche habe ich es beim Journey Mode belassen, beim ersten überraschenden Gewitterschauer bin ich sicher angekommen.
Fahreindrücke Landstraße: Meine Scrambler mit italienischem Motorrad-Kennzeichen haben zwei Biker mit Sozius und finnischen Motorrad-Kennzeichen ein Stück des Weges begleitet. Vor dem Ampelstart habe ich sie gefragt, wohin es geht. "Einfach nur Motorradfahren". So ist's schön.
Fahreindrücke Autobahn: zügiges vorankommen möglich, Windlastig über 130 km/h
Fahreindrücke Soziusbetrieb: Zu zweit sehr gut im Stadtbetrieb.

Das Motorrad käme für mich in Frage/nicht in Frage, weil ...: Ja, wegen Image und Zugehörigkeit – angetroffene Ducati-Fahrer lieben Ducati einfach – und so auch die Scrampler Spezial 1100.

Das hat mich überrascht: Die Scrambler fährt seit einer Woche mit Oktan 100 – ruhiger und gefühlt noch zügiger. Zuvor habe ich Oktan 95 getankt.

Preis-Leistungs-Verhältnis: top

Weitere Notizen: Habe nichts mehr an Geräuschen gefunden, weil ich jetzt immer mit Ohrstöpseln fahre.

Toralfs 3. Testwoche

Testumfeld: überwiegend Landstraße
Gefahrene Strecke: 700 Kilometer

Ergonomie auf dem Motorrad: Passt. Ist wie für mich gemacht.

Fahreindrücke Landstraße: 300 Kilometer Samstags-Ausfahrt mit zwei Freunden jeweils ohne Sozius zügig und gelassen gefahren. "Meine" Scrambler 1100 Special mit 100 Prozent italienischem Temperament machte eine Ausfahrt in 100 Prozent japanischer Gesellschaft (Suzuki Bandit S 600 und Suzuki Bandit S 1200). Mein bestes Fahrerlebnis hatte ich im Active Mode und DCT 2 High Engine Einstellung, mit sehr gut verzögernden Brembo Zweischeibenanlage, sicheres Kurven ABS und durchzugstarkem Motor, jede Doppelkurve ein Genuss. Maschine taugt! Meinen beiden Mitfahrern fielen außerdem das sehr gute LED-Tageslicht des Frontscheinwerfers und der "geile" Klang der Auspuffanlage auf!
Fahreindrücke Autobahn: Kurzes Stück durch's Emslandtunnel mit verstärktem Sound.
Fahreindrücke Soziusbetrieb: Die starke Hitzeentwicklung ist auch meinem Mitfahrer auf dem Sozius aufgefallen.

Das Motorrad käme für mich in Frage, weil: schönes Design mit starkem Motor

Das hat mich überrascht: Kaltstart; springt leider nicht immer sofort an, mehrmals aufgefallen

Preis-Leistungs-Verhältnis: top

Weitere Notizen: Wie im Fluge ist die 3. Woche mit der Ducati Scrambler 1100 vergangen.

Toralfs 4. Testwoche

Testumfeld: Stadt, Land, Autobahn
Gefahrene Strecke: 500 Kilometer

Ergonomie auf dem Motorrad: Motorrad passte sich gefühlt mir an.

Fahreindrücke Stadt: Mit Einstellung "Active Mode High Engine DCT 2" komplette Woche mit top Fahreigenschaften.
Fahreindrücke Landstraße: sehr gutes Handling, Kurvenmeister, bei Regen leichtes Heckrutschen.
Fahreindrücke Autobahn: ab 100 km/h bis 178 km/h auf Autobahn immer sehr gute Beschleunigung. Mein maximal Speed: 178 km/h, dann wurde es anstrengend.
Fahreindrücke Soziusbetrieb: bei Regenfahrt spritzte Straßendreck aufgrund des kurzen Hecks/Schutzblechs auf den Rücken des Mitfahrers.

Gesamtbewertung (Schulnoten 1-6): 3

Das Motorrad käme für mich in Frage/nicht in Frage, weil ...: sehr gutes Handling, Kurvenmeister.

Das hat mich überrascht: sehr gute Beschleunigung, auch über 100 km/h.

Das hat mich enttäuscht: In vier Wochen mit ca 2.700 gefahrenen Testkilometern hat mich nichts enttäuscht.

Preis-Leistungs-Verhältnis: top.

Weitere Notizen: Schmerzfreies Fahren - fühle mich jetzt fitter und bin bereit für mehr Ausfahrten.

Manuelas 1. Testwoche

Foto: Kaluza
Krankheitsbedingt startete Manuela den Leser-Test-Ride mit der Scrambler 1100 Special eine Woche später . Dafür verlängert sich der Testzeitraum bei ihr natürlich auch um eine Woche.
Krankheitsbedingt startete Manuela den Leser-Test-Ride mit der Scrambler 1100 Special eine Woche später . Dafür verlängert sich der Testzeitraum bei ihr natürlich auch um eine Woche.

Aktuelles Motorrad: Yamaha XSR 700 (2016)
Fahrergröße: 1,80 Meter

Testumfeld: Von Köln über die Autobahn A1 und A44 zurück bei Gewitter mit Starkregen, Tagestour durch das Sauerland über Willingen, Winterberg und Warstein.
Gefahrene Strecke: 738

Ergonomie auf dem Motorrad: Die Sitzposition auf der Scrambler ist akzeptabel. Aufgrund meiner langen Beine sind diese stark angewinkelt, sodass sie bei längeren Touren häufiger mal einschlafen. Die Lenkerhöhe und -breite finde ich sehr angenehm, da man schön aufrecht sitzt. Breite und Härtegrad der Sitzbank find ich auch sehr komfortabel.

Fahreindrücke Stadt: Mit der Scrambler fällt man allein schon wegen des Sounds auf. Blicke sind garantiert.
Fahreindrücke Landstraße: Für die Landstraße ist sie auf jeden Fall prädestiniert. Sie lässt sich super in die Kurven legen und überholen ist auch kein Problem. Ein echtes Spaßmobil für kleine Wochenendausflüge.
Fahreindrücke Autobahn: Aufgrund des Unwetters musste ich notgedrungen unter einer Autobahnbrücke halten, da meine Kleidung mehrere Liter Wasser aufgenommen hatte und ich meinen Vordermann kaum noch sehen konnte. Trotz der Wassermassen, die vom Himmel kamen, klebte das Motorrad auf der Straße. Das Fahrgefühl war unglaublich. Irgendwann kam zufällig Marcel mit seiner Suzuki GS 500 dazu und leistete mir unter der Brücke Gesellschaft. Er war über meine guten Deutschkenntnisse erstaunt, dafür, dass ich mit einem italienischen Kennzeichen herumfuhr. Als wir uns überlegten, die nächste Raststätte bei Remscheid für einen Kaffee anzusteuern, war er sehr beeindruckt von der Schönheit der Ducati und der Lichtintensität des Scheinwerfers. Die Wahrnehmung durch den starken Scheinwerfer für andere Verkehrsteilnehmer sei von Vorteil, so das Feedback. Nichtsdestotrotz stellte ich für mich fest, dass der Scheinwerfer von Tagfahrlicht nicht automatisch auf Abblendlicht umschaltet, obwohl es die Witterungsverhältnisse erfordert hätten. Somit habe ich selbst auf Abblendlicht umgeschaltet.

Gesamtbewertung (Schulnoten 1-6): 1

Das Motorrad käme für mich in Frage/nicht in Frage, weil ...: Das Motorrad kommt für mich in Frage, weil es mit sehr viel Liebe zum Detail verarbeitet ist und wunderschöne Optik mit neuester Technik kombiniert. Außerdem mag ich den Sound. Jedes neue Starten der Maschine, löst Glücksgefühle aus. Einfach toll!

Das hat mich überrascht: Die Wirkung der Brembo-Bremsanlage ist erstaunlich. Trotz Regenwetters, packte die Bremse ordentlich zu, so dass ich in den ABS-Regelbereich kam. Das Motorrad blieb aber ruhig und ausgeglichen in der Spur.

Das hat mich enttäuscht: Die empfindliche Tankanzeige. Bei nur 170 bis 190 km leuchtet schon das Kontrolllämpchen auf, obwohl laut Tankinhalt noch fast 100km möglich wären.

Hauptunterschiede zum aktuellen Motorrad: Mein aktuelles Motorrad greift ebenfalls das Retro-Design auf, daher haben sich einige Vor- und Nachteile herauskristallisiert. Meine XSR 700 kostet fast die Hälfte, hat jedoch ebenfalls ABS und eine ausreichende Leistung mit 75 PS. Der Nachtteil an meiner Maschine ist, dass weniger hochwertige Komponenten verarbeitet sind. Dadurch wirkt die Ducati schon mal vom Design her wesentlich hochwertiger. An meiner Maschine sind zum Beispiel von Pirelli (Phantom) schlechtere Reifen montiert worden, worunter der Grip insbesondere in Kurven leidet. Die Ducati Scrambler 1100 hat ebenfalls Pirelli-Reifen (MT 60) aufgeschnallt, die aber trotz des Gelände-artigen Profils auch bei Nässe auf der Straße kleben. Desweiteren ist die Kupplung bei der XSR hakelig und manchmal auch zickig beim Gang einlegen. Dagegen ist die Scrambler sehr leichtgängig. Die Ducati zieht natürlich von der Motorleistung deutlich besser an, was mehr Funfaktor bringt. Allerdings sitze ich auf meiner XSR auf längeren Touren besser, da die Japaner auch an große Leute gedacht haben und meine Beine bzw. mein Körper keine Embryonalstellung einnehmen muss.

Preis-Leistungs-Verhältnis: Als ich den Preis der Scrambler 1100 von 14.290 Euro realisiert habe, tat mir das in der Seele weh. Zur Scrambler 800 gibt es im Vergleich nur 13 PS mehr und noch dazu ein Mehrgewicht von 25 Kilogramm, wenn sie vollgetankt ist. Ob ich bereit wäre 5.505 Euro mehr auszugeben ...? Fragt mich nächste Woche nochmal, wenn ich nicht mehr blind vor Liebe bin.

Manuelas 2. Testwoche

Testumfeld: Weg zur Arbeit bis Bielefeld über Land und Autobahn, Ausflug in die Stadt Paderborn zum Eis essen.
Gefahrene Strecke: 260 Kilometer

Ergonomie auf dem Motorrad: Zur Ergonomie ist mir noch aufgefallen, dass die Position der wichtigsten Bedienungseinrichtungen wie Lichtschalter, Hupe und Blinker etwas ungünstig liegen. Zum Beispiel erreiche ich den Lichtschalter im Fahrbetrieb relativ schlecht, da meine Hand (Handschuhgröße 7,5) leicht abgeknickt ist und sich zwischen Gasgriff und Lichtschalter noch eine Kunststoffverkleidung mit verborgenen Kabelsträngen dazwischen befinden (siehe Foto in der Bildergalerie). Hier wäre vielleicht ein Schiebeschalter oder eine etwas tiefere Position besser gewesen oder die Kabelstränge anders zu verstecken. Beim Blinker betätigen ist es mir häufiger mal passiert, dass ich ausversehen die Hupe gedrückt habe. Ein etwas größerer Abstand wäre schön.

Fahreindrücke Stadt: Egal ob ich zum Brötchen holen oder Eis essen fahre – die Aufmerksamkeit bleibt weiterhin hoch und die Leute können sich gar nicht sattsehen. Ich muss sagen, dass ich das wirklich genieße. Auf dem Weg zur Arbeit bin ich von einigen waghalsigen Autofahrern in einem AMG Mercedes und einem BMW X5 zu einem Rennen herausgefordert worden. Aus berufsethischen Gründen habe ich das mal lieber gelassen und den Gashahn dafür auf der Autobahn aufgedreht.
Fahreindrücke Autobahn: Hier habe ich sie mal richtig ausgefahren, weil ich hin und wieder mal auf den letzten Drücker zur Arbeit fahre. Bei den guten Wetterverhältnissen habe ich die Scrambler auf 198 km/h beschleunigen können. Das trainiert auf jeden Fall ordentlich die Nackenmuskulatur und die Unterarme.
Fahreindrücke Soziusbetrieb:

Das hat mich enttäuscht: Dasselbe wie letzte Woche. Ich nulle bei jedem Tanken den Kilometerstand und gucke wann die Tankanzeige anspringt. Das ist tatsächlich zwischen 170 und 190 km. Momentan fahre ich noch die nächstgelegene Tankstelle an, sobald das Tanklämpchen anspringt. Da hab ich festgestellt, dass ich 10 Liter und einmal sogar 11 Liter getankt habe. Nach Herstellerangaben müsste ich ja dementsprechend noch knapp 100 km kommen ... Ich werde aber noch testen, ob es mit den Fahrmodi zusammenhängt.

Manuelas 3. Testwoche

Testumfeld: Hauptsächlich Landstraße
1. Tour: Von Hövelhof über Schlangen zur Gauseköte, weiter bis Berlebeck und Detmold zu den Externsteinen, mit Altenbekener Viadukt.
2. Tour: Über Bad Wünnenberg nach Marsberg bis zum Edersee, dann zurück über Bad Arolsen mit wunderschönem Schloss und einer netten Altstadt.
3. Tour: Von Paderborn über Altenbeken bis Höxter mit den Bikerbienchen!
Gefahrene Strecke: 620 Kilometer

Ergonomie auf dem Motorrad: Manchmal stört mich der Seitenständer beim Ausfahren. Er ist zwar sehr stabil mit einem breiten Fuß, allerdings muss ich immer nach unten schauen, wenn ich ihn ausfahre, damit ich mit meinen Füßen nicht abrutsche.

Fahreindrücke Stadt: Auf meiner zweiten Tour zum Edersee habe ich einen kurzen Halt an einem Aussichtspunkt gemacht und bin ein wenig über die Staumauer geschlendert, um die Aussicht zu genießen. Hier ein Foto, da ein Foto. Echt ein schöner Ort mit einem tollen Panorama. Noch eine kurze Aktualisierung meines Whatsapp Status, damit die Familie weiß, dass es mir gut geht. Auf einmal eine große Überraschung: Ein Freund aus Schulzeiten schreibt mir zufällig, dass er gegenüber der Staumauer wohnt. Wir treffen uns im Bikertreff Zündstoff und quatschen über alte und neue Zeiten. Was ein großartiger Zufall!
Fahreindrücke Landstraße: Im Überlandverkehr wurde ausgiebig der Active-Modus gefahren. Ich war sehr begeistert, was nochmal zusätzlich an Motorleistung herausgeholt wurde. Allerdings muss man in Kurven dosiert Gas geben, da ich das Gefühl hatte, dass zwischen Elektrik und Motorenkraft die Feinabstimmung fehlt. Ich habe mich aber daran gewöhnt. Man lernt eine ganz andere Seite vom Motorrad kennen.  Wirklich empfehlenswert. Ansonsten habe ich diese Woche intensiv alle Fahrmodi getestet. Im Citymodus bin ich bei mit meiner Frauencrew, den Bikerbienchen, bis Höxter gefahren. Ich habe festgestellt, dass der Spritverbrauch wesentlich zurückging und die Reichweite sich auf 277 km erweiterte. Die Scrambler hat es 250 km weit geschafft bis ich die nächste Tankstelle ansteuerte.  Finde ich völlig in Ordnung. Im Activemodus habe ich meistens nach 200 km die Tankstelle angefahren.
Fahreindrücke Autobahn: Im Active-Modus habe ich bis 205 km/h beschleunigt. Sie weiter zu treiben, habe ich mich nicht getraut.
Fahreindrücke Soziusbetrieb: Meine Sozia meint, dass es hinten sehr gemütlich sei.

Gesamtbewertung (Schulnoten 1-6): 1-

Das Motorrad käme für mich in Frage/nicht in Frage, weil ...: Die Scrambler ist puristisch, was ich wirklich zu schätzen weiß. Ich muss sagen, dass mir das jetzt erst wirklich bewusst geworden ist. Auf meinen Ausflügen habe ich andere Biker beobachtet, die sich gerne Motorräder zulegen, mit denen sie nicht umgehen können, da sie viel zu verbaut und zu schwer sind oder nicht ihren Bedürfnissen entsprechen. Das ganze Fahrverhalten ist einfach ehrlich und gutmütig. Sie ist wendig auf steilen Parkplätzen mit rückwärts Rangieren in der Steigung, sie ist übersichtlich und was ich am besten finde, ist, dass die meisten die Leistung des Motorrades unterschätzen.

Das hat mich überrascht: Die Fahrmodi. Am Anfang dachte ich erst: So ein Quatsch! Aber ich muss dann doch feststellen, dass meine mentale Verfassung nicht immer dieselbe ist. Ich fahre zu den unterschiedlichsten Zeiten Motorrad. Mal um fünf Uhr morgens, wenn ich zum Frühdienst fahre oder wenn ich vom Nachtdienst nach Hause komme. Insbesondere wenn sich die Witterungsverhältnisse ändern, bin ich froh, den Modus anpassen zu können. Auch bei einer Gruppenausfahrt kann ein Citymodus sehr angenehm sein, insbesondere wenn weniger stark motorisierte Teilnehmer dabei sind. Das macht das Fahren sehr entspannt und man kann das Panorama besser genießen.

Das hat mich enttäuscht: Mittlerweile wird die Scrambler hin und wieder mal zickig beim Gang einlegen. Mir ist aufgefallen, dass die Gänge nicht richtig einrasten und sie sich in einem Zwischenleerlauf befindet. Meistens passiert das, wenn ich in die höheren Gänge schalte. Bei der Tour habe ich hin und wieder mal ein paar kurze Zwischenstopps eingelegt, um Fotos zu schießen. Um die Batterie zu schonen, habe ich sie in den Leerlauf geschaltet. Das hat die Fahrzeugalektronik allerdings nicht auf die Reihe gekriegt, so dass der Leerlauf zwar angezeigt wurde, die Elektroniklampe mit N jedoch nicht aufleuchtete, so dass das Motorrad sich ausschaltete. In Ordnung, so habe ich sie jedes Mal lieber wieder ausgemacht.  Manchmal ließ sie sich nicht mehr starten und zickte dann ein wenig beim Anspringen, war aber im Fahrbetrieb wieder zufrieden.

Hauptunterschiede zum aktuellen Motorrad: Meine XSR700 hat am Seitenständer einen kleinen Widerhaken. Ich kann den blind ausfahren, da man diesen sehr leicht erspürt. Das macht auf jeden Fall das Absteigen komfortabler und sicherer im Handling.

Preis-Leistungs-Verhältnis: Die Scrambler ist meiner Meinung nach eindeutig dem oberen Preissegment zuzuordnen. Nichtsdestotrotz hat sie ein paar Kleinigkeiten, die nicht optimal verarbeitet sind. Für diesen Preis erwarte ich das aber.

Weitere Notizen: Als ich auf der ersten Tour nach Altenbeken unterwegs war und die Dunkelheit einsetzte, hätte ich mir Kurvenlicht gewünscht. Das wäre echt ein tolles Sicherheitsfeature gewesen.

Manuelas 4. Testwoche

Testumfeld: 1. Tour: Paderborner Umland bis zur Aabachtalsperre | 2. Tour: von Hövelhof bis Willebadessen nach Höxter zum Kloster Corvey, mit Einkehr in der Tonenburg, Rückfahrt über Brakel bis Bad Lippspringe über die Senne mit den Ruinen von Haustenbeck.
Gefahrene Strecke: 630 Kilometer

Ergonomie auf dem Motorrad: Heute bin ich mal wieder meine XSR gefahren. Dabei habe ich festgestellt, dass der Lenker der Ducati wesentlich breiter ist. Der Lenker der XSR ist etwas kleiner und geschwungener, so dass sie sich leichter lenken lässt. Allerdings ist sie dafür auch etwas kippeliger und empfindlicher bei meinem Popometer.

Fahreindrücke Landstraße: Beim Fahren in der Senne auf dem Kopfsteinpflaster nach Nieselregen war der Grip super. Ich hatte das Gefühl, dass die Reifen überhaupt nicht ins Rutschen kamen.

Hauptunterschiede zum aktuellen Motorrad: Die Ducati verzeiht beim Herunterschalten aus höheren Geschwindigkeiten wesentlich besser die dynamische Radlastverlagerung nach vorne, so dass das Vorderrad bei Nässe beispielsweise so gut wie gar nicht wegrrutscht. Vermutlich hängt das auch mit der einstellbaren Federgabel zusammen. Die Feinabstimmung ist wirklich gelungen.

Preis-Leistungs-Verhältnis: Nach den vier Testwochen würde ich sagen, dass mein Herz immer noch für dieses Motorrad schlägt. Wenn ich das nötige Kleingeld übrig hätte, würde ich das defintiv dafür investieren. Das Gesamtpaket stimmt einfach!

Weitere Notizen: Mein Resümee für die letzten vier Wochen: Spitzenklasse. Es war eine unglaublich schöne Bereicherung ein anderes Motorrad fahren zu dürfen. Mein Nachbarn sind vermutlich froh, wenn ihre Betten nachts nicht mehr vibrieren, aber ich werde den Sound wirklich vermissen. Von den fast 2.500 Kilometern habe ich wirklich neue schöne Orte kennengelernt, nette Menschen getroffen und einfach viel Spaß gehabt! Vielen Dank!

Übergabe der Motorräder

Foto: Malte Buls
Im Bild vier von fünf Leser-Testern (v.l.n.r.): Toralf, Christoph, Oliver und Andrea sowie der Scrambler-Designer Jeremy Faraud.
Im Bild vier von fünf Leser-Testern (v.l.n.r.): Toralf, Christoph, Oliver und Andrea sowie der Scrambler-Designer Jeremy Faraud.

Der Testzeitraum war vom 18. Mai bis 15. Juni 2018. Die Motorräder wurden am 18. Mai 2018 in Stuttgart bei der Motor Presse Stuttgart von Ducati übergeben.

Manuela war am Tag der Übergabe leider krank, hat ihre Leser-Test-Ride Scrambler aber am 29. Mai abgeholt und testet - wie die anderen auch - vier Wochen lang, also bis zum 26. Juni. Als Platzhalter auf dem Gruppenfoto sprang der Scrambler-Designer Jeremy Faraud ein.

Foto: Dervisch
Ein Lastwagen voll mit neuen Ducatis - so eine Lieferung kommt auch nicht jeden Tag.
Ein Lastwagen voll mit neuen Ducatis - so eine Lieferung kommt auch nicht jeden Tag.

Zu diesem Anlass waren zwei Ducati-Mitarbeiter vor Ort: Jeremy Faraud aus Bologna, Designer der Scrambler 1100 sowie Robert Glück, Pressesprecher von Ducati Deutschland.

Die Fahrerinnen und Fahrer wurden gebrieft, bekamen einen Einblick in den Arbeitsalltag eines Fahrzeugdesigners und eine Redaktionsführung unsererseits. Mittagessen fand irgendwann dazwischen statt und zum Abschluss gab's die Einführung ins neue Fahrzeug.

Infos zur Ducati Scrambler 1100

Auf der EICMA 2017 feierte die Ducati Scrambler 1100 Weltpremiere. Sie kommt in den Ausführungen Standard (in Gelb und Schwarz), Special und Sport auf den Markt.

Der luftgekühlte L-Twin erfüllt selbstverständlich die Euro 4-Norm, drückt 86 PS bei 7.500/min und stellt 88,4 Nm maximales Drehmoment bei 4.700/min bereit. Neben drei Fahrmodi rollt sie mit Kurven-ABS, vierstufiger Traktionskontrolle, LCD-Cockpit sowie USB-Anschluss an, die Special-Version rollt außerdem mit Drahtspeichenrädern und Aluminiumkotflügel an.

Video vom Fahrbericht

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