KTM 1290 Super Duke R im 50.000 km-Dauertest

Viel Gaudi, wenig zu meckern

Dauertest Abschlussbilanz KTM 1290 Super Duke R.Herbstausfahrt, die erste: 2015 durfte die KTM bei mäßigem Wetter ins Saarland.Herbstausfahrt die zweite: 2016 am Lago Maggiore, Wetter auch nicht besser, Fahrspaß immer noch hoch.Und dazwischen durfte die Super Duke nach Herzenslust fräsen.
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Die 1290 Super Duke R steht in der Gunst der KTM-Fans ganz weit oben. Auch in der Redaktion war sie während der Dauertest-Distanz der Fahrspaß-König. Blieb die spannende Frage, ob nach dem Zerlegen Schluss mit lustig ist.

Erstkontakt: Geil, geil, geil. Der erste Eintrag im Fahrtenbuch über die noch fast jungfräuliche KTM Super Duke R lässt keine Zweifel über Tester Johannes Müllers Gefühlslage. Sein euphorischer Eintrag nach der ersten Ausfahrt mit der KTM blieb keine Eintagsfliege, er war die Ouvertüre. Nahezu jeder, der mit ihr unterwegs war, ließ sich anschließend zu einem, je nach Naturell, positiven bis begeisterten Kommentar hinreißen.

In erster Linie war es der mächtige V2, der gewaltigen Eindruck hinterließ. „Sahnemotor“, „richtig fett Druck“, „Ritt auf der Kanonenkugel“ stand da in der Folgezeit zu lesen. Aber auch: „Schön auch die zarte Seite der KTM: Entspannt auf der Drehmomentwelle surfen, Power immer gut kontrollierbar, sehr leicht fahrbar, hohe Laufkultur. Ich bin süchtig geworden“, gestand Reiseonkel Markus Biebricher. Und schob gleich nach: „Top-Sitzposition, für das Alleinreisen gibt es für mich nichts Besseres.“ Das nämlich war eine weitere Trumpfkarte der KTM: die Kombination aus druckvollem, umgänglichem Motor und entspannter Sitzposition, die von kleineren wie großen Piloten Lob erntete.

Auch das Fahrwerk bekam Zuckerle, wurde gar als nordschleifentauglich bewertet. Anfangs. Mit zunehmender Laufzeit allerdings mischten sich auch kritische Töne dazu. Da war von nicht völlig harmonischem Lenkverhalten zu lesen. Vor allem aber von stuckerig und schlecht ansprechenden Federelementen – speziell der Gabel – und wenig Komfort vom straff abgestimmten Federbein.

Die KTM 1290 Super Duke R steht in der Gunst der KTM-Fans ganz weit oben. Auch in der Redaktion war sie während der Dauertest- Distanz der Fahrspaß-König. Blieb die spannende Frage, ob nach dem Zerlegen Schluss mit lustig ist.
Foto: jkuenstle.de

Fokus auf Gaudi

„Schon gut, aber ein bisschen mehr Fahrwerk könnte nicht schaden“, befand auch Ralf Schneider, selbst gerne zügig unterwegs. Deshalb bekam die Dämpferware bei Kilometerstand 40.570 beim WP-Service eine Überarbeitung verordnet. Die brachte zwar nicht den ganz durchschlagenden Erfolg, doch zumindest ein etwas besseres Ansprechen der Gabel. Zum Thema Motor indes schrieb ihr der geschäftsführende Redakteur Harry Humke ins Stammbuch: „immer noch ein geiler Motor“.

Und dazwischen? Hat die Super Duke schlicht riesigen Spaß gemacht, uns von tiefgreifenden Pannen verschont und nur wenige Auffälligkeiten gezeigt.

Die Erste gab es bei Kilometerstand 17.465. Selbst bei gemäßigten Temperaturen und nach längerer Fahrt vermeldete die Öltemperaturanzeige Werte zwischen null und 22 Grad. Was mit dem Tausch des Sensors vergleichsweise einfach behoben war.

Die Gaudi-Qualitäten der KTM machten sie aber nicht nur für Feierabendrunden beliebt. Trotz überschaubarer Gepäcktransport-Kapazitäten war sie auch auf ausgedehnten Urlaubstouren ein gern genutzter Begleiter. Eingangs erwähnter Markus Biebricher genoss sie 4.000 problemlose Kilometer in Italien. „30-Liter-Bag mit Strapsen auf Soziussitz und fertig“, lautete sein Rezept. So viel Gaudi macht eben kompromissbereit. Und Top-Tester Georg Jelicic hatte auf 3.300 Kilometern in den französischen Seealpen lediglich den Verlust des rechten Außenspiegels zu beklagen. Ansonsten aber nichts als Spaß. Bei der Gelegenheit gab es auch ein Lob für die Ergo-Sitzbank aus dem PowerParts-Katalog.

Foto: mps-Fotostudio

Die Wartungskosten blieben moderat

Der Kühler wurde nach 22.600 Kilometern vermutlich Opfer eines Steinschlags und begann zu nässen. Der Austausch erfolgte auf Garantie. Auf dem Weg zur Inspektion samt Kettentausch riss wenig später kurz vor dem fälligen Austausch die schon ziemlich verschlissene Kette. Und nach 31.500 Kilometern brach der filigrane, eingeschraubte Ausleger des Seitenständers. Was einen neuen Ständer erforderlich machte, da der Gewinderest im Ständer verblieb.

Keine ernsthaften Defekte, die den guten Gesamteindruck bis dahin kaum trüben konnten. Das gab es dann bei Kilometer 39.470: Spiel am Hinterrad.

Als Ursache wurde ein defektes Lager an der Hinterachse ausgemacht. Ein Einzelfall? Offenbar nicht, wie Leserzuschriften und Foreneinträge zeigen. Ebenso wie die leicht schleifenden, bisweilen quietschenden Bremsen. Gelegentlich fand eine Bemerkung über leichtes Rubbeln in kaltem Zustand den Eintrag ins Fahrtenbuch, was vor allem beim Schieben auffiel.

Davon abgesehen sah die KTM ansonsten nur zu den planmäßigen Inspektionsterminen die Werkstatt. Die sind mit Preisen zwischen 240 (1.000er-Inspektion) und 363 Euro (45.000er-Wartung) respektive 652 Euro für den 30.000er-Kundendienst mit Ventilspiel-Kontrolle kein echtes Schnäppchen. Weil aber nur alle 15.000 Kilometer ein Kundendienst fällig ist, relativiert sich das über die Zeit. So ergeben sich über die Distanz noch moderate Wartungskosten. Beispielsweise gehen auch die zwei benötigten Sätze an Bremsbelägen über die Distanz in Ordnung – obwohl die KTM gern zügig bewegt wurde. Dem dürfte auch der Durchschnittsverbrauch von stattlichen 6,5 Litern geschuldet sein, der das Portemonnaie ebenso etwas stärker strapazierte wie der Herzog seine Gummis. Schon klar, wenn er ordentlich gezwiebelt wird, reibt so ein dicker V2 mit seinem fetten Drehmoment eben auch seine Pellen zügig auf. Solange es dem Fahrspaß zugutekommt ...

Foto: bilski-fotografie.de

Der Motor zeigt sich standfest

Unterm Strich bewegen sich die Unterhaltskosten mit weniger als 10 Cent/km (ohne Benzin) durchaus im Rahmen. Allerdings schien der Super-Herzog am Ende dann doch ein wenig den Strapazen Tribut zu zollen. Nach eisigen Nächten mit Minusgraden sprang er zwar stets an, nur ging ihm das nicht mehr so leicht vom Starter. Auch hakte das Tankschloss am Ende gewaltig.

Blieb also die spannende Frage, ob der gewaltige V2 die Distanz ohne Schaden an der Substanz überstanden hat. Die Abschlussmessung ließ jedenfalls nichts anderes erwarten. Auf dem Prüfstand zeigte sich der 1290er fit wie am ersten Tag. Und auch die Fahrleistungen glichen der Eingangsmessung fast bis aufs Zehntel. Selbst die Kompressionsprüfung attestierte der Super Duke Topwerte. Da passt ins Bild, dass während der 50.000 Kilometer nicht ein Schlückchen Öl nachgefüllt werden musste. Alles paletti also?

Dem ersten Augenschein nach präsentierten sich die Motor-Innereien in tadellosem Zustand. Die Kolben nahezu makellos, Kolbenböden sauber, keine Ablagerungen im Brennraum. Kuriosum: Auf drei von vier Einlass-Ventiltellern fanden sich trotzdem deutliche Ablagerungen. Eine Erklärung hierfür konnte KTM aber nicht geben. Die Laufbuchsen zeigen sich riefenfrei und rund. Entsprechend bewegt sich das Kolbenspiel annähernd noch innerhalb der Einbautoleranz. Dazu glänzen sämtliche Lager des Kurbeltriebs mit unauffälligem Tragbild. Auch der Ventiltrieb samt Nockenwellen zeigt keinerlei Hinweise auf übermäßigen Verschleiß. Die Ventilsitze: tadellos. Lediglich die Einlassventile tragen besagte Ablagerungen. Einfluss auf die Kompressionswerte hat das aber nicht.

Foto: bilski-fotografie.de
Das Getriebe zeigt sich von der Dauertest-Distanz unbeeindruckt und kann so wieder zurück ins Motorgehäuse.
Das Getriebe zeigt sich von der Dauertest-Distanz unbeeindruckt und kann so wieder zurück ins Motorgehäuse.

Kein echter Grund zum Meckern

Das Getriebe könnte glatt als frisch eingefahren durchgehen. Erstaunlich, da der große Twin naturgemäß bei niedrigen Drehzahlen doch rappelig läuft und ordentlich Lastspitzen in Richtung Getriebe schickt. Von Pitting oder Material-Ausbrüchen aber keine Spur. Die Kupplung wirkt wie frisch aus dem Teileregal, die Stärke der Reibscheiben befindet sich noch innerhalb der Einbautoleranz. Ha, da! Das Auge erblickt Laufspuren an den Schaltgabeln. Auf die reibungslose Funktion des Schaltapparates hatten diese aber überhaupt keinen Einfluss. Da der Motor zerlegt ist, würde man sie vor dem Zusammenbau zwar vorsorglich ersetzen, ansonsten aber hätten sie sicher weitere zehntausende Kilometer problemlos absolviert.

Mikrometerschraube und Messuhren bestätigten denn auch den optischen Befund. Wirklich Grund zum Mäkeln gibt es eigentlich nicht. Lediglich das Radialspiel der Kurbelwellenhauptlager liegt am oberen Ende der Betriebstoleranz und das Stoßspiel der zweiten Kolbenringe leicht darüber. Bleibt also nur festzuhalten, dass der 1290er eine mechanisch solide Konstruktion ist.

Dass das Motorgehäuse, die Oberflächen von Rahmen und Alu-Teilen sehr gut aussehen und die Elektrik in tadelloser Verfassung ist, unterstreicht den ordentlichen Qualitätseindruck. Bis auf das defekte Lager an der Hinterachse, bei dem KTM aber zwischenzeitlich für Abhilfe gesorgt hat, erscheint die 1290 Super Duke R also robust genug, um sehr lange das Zepter zu schwingen.

Foto: Katrin Sdun
Für die KTM-Delegation und die MOTORRAD-Mannschaft hielt der zerlegte Motor keine bösen Überraschungen bereit.
Für die KTM-Delegation und die MOTORRAD-Mannschaft hielt der zerlegte Motor keine bösen Überraschungen bereit.

KTM nimmt Stellung...

. . . zu den schleifenden Bremsen.

Dies ist absolut unbedenklich und führt weder zu einer Verschlechterung der Bremswirkung noch zu erhöhtem Verschleiß. Dennoch werden aufgrund ähnlicher Rückmeldungen aus dem Markt mittlerweile ab Modelljahr 2017 andere Manschetten an den Bremskolben verbaut. Dies führt zu größerem Lüftspiel, das „Schleifen“ der Bremse wird dadurch spürbar verringert.

. . . zum Ansprechverhalten des Fahrwerks.

Die Auslegung des Federbeins ist relativ straff, auch einige Kunden beklagten mangelnden Komfort und unsensibles Ansprechverhalten. Zum Modelljahr 2017 wurde die Fahrwerksabstimmung überarbeitet, um Komfort und Ansprechverhalten zu verbessern.

 . . zum Lagerdefekt an der Hinterachse.

Eine Möglichkeit für ein defektes Lager in der Nabe ist der Eintritt von Wasser in der Schwinge z. B. durch Regenfahrten, Fahrzeugwäsche mit Schlauch und/oder Hochdruckreiniger, ggf. auch in Verbindung mit einer falsch positionierten Entlüftungsbohrung des Nabengehäuses. Es gab hierzu einige wenige Kundenreklamationen. Defekte Lager wurden auf Garantie getauscht. Eine Verbesserung wurde durch eine Ablaufbohrung in der Schwinge im Bereich des Nabengehäuses erzielt. Ab Anfang 2016 ist diese Bohrung in der Schwinge ab Werk vorhanden. Seither gab es keine Reklamationen mehr zu diesem Thema.

. . . zum abgebrochenen Ausleger des Seitenständers.

Hierzu gab es einige Fälle. Ursache könnte unsachgemäße Benutzung/Fehlbelastung sein. Ab Modelljahr 2018 wird eine neue Version mit M8-Gewinde (vorher M6) und veränderter Geometrie verbaut.

. . . zu den Laufspuren an den Schaltgabeln.

Ähnliche Laufspuren sind uns teilweise aus unseren Langzeit-Prüfstandsläufen bekannt. Diese waren jedoch auch bei sehr extremen Prüfstandsläufen, die weit über den normalen Kundengebrauch hinausgehen, stets unkritisch und ohne Einfluss auf die einwandfreie Funktion. Die Schaltgabeln könnten problemlos weiterverwendet werden.

. . . zum Stoßspiel des zweiten Kolbenrings.

Die Verschleißgrenze ist in diesem Fall sehr eng bemessen. Negative Auswirkungen sind nicht zu erwarten. Weder Ölverbrauch noch Leistungsverlust war messbar. Ein Erreichen bzw. leichtes Überschreiten der Verschleißgrenze ist in diesem Fall nicht kritisch. Dennoch würden beim Zusammenbau neue Kolbenringe verwendet .

. . . zum voreilenden Tacho, besonders des

ersten Jahrgangs (2014). Die Abweichung liegt innerhalb der vom Gesetzgeber vorgeschriebenen Toleranz. Sie hat keinen Einfluss auf den Kilometerzähler.

Lesererfahrungen

Nach dem Blindkauf einer der ersten 1290er Super Dukes habe ich in den rund 18.000 km immer ein Grinsen unter dem Helm gehabt. Ein Tag Schwarzwald mit einem neuen Satz M7 RR führt nicht selten zu Gesichtslähmungen, denn der Motor ist wohl kaum zu toppen. Auch nach einem 600-km-Marathon-Tag steigt man ohne Leiden vom Bock. Mehr als das mittelmäßige Fahrwerk und die konservative Elektronik überzeugten da schon die Brembo M-50 Monoblocks. Vermisst habe ich das Fehlen eines Schaltautomaten. Überschattet wurde die Freude einzig durch die vielen Werkstatt-aufenthalte (undichter Kupplungsdeckel, undichter Tank, loses Hinterrad, Spiel in der Hinterradlagerung der Einarmschwinge und mehrfachem Spiel im Lenkkopflager), welche aber alle in Kulanz/Garantie behoben wurden.
Urs Peter

Ich habe die KTM 1290 SD R im April 2014 bestellt und mittlerweile hat sie über 35.500 km abgespult. Bis auf einen außerplanmäßigen Werkstattaufenthalt bei km-Stand 28.000 wegen eines defekten Hinterradlagers ist die KTM sehr zuverlässig. Eher sportlich bewegt, gab’s einige Umbauten: Lenker in die vordere Position, Fußrasten zurück und höher (mittels Racefoxx-Adapter), höhere Sitzbank (KTM PowerParts), Wechsel von den ungeliebten Dunlop SportSmart 2 auf Metzeler Sportec M7 RR bzw. jetzt Pirelli Diablo Rosso III (beide um eine Klasse besser als die Originalbereifung). Stärken: Motor (Druck, Vibrationen, Sound, Getriebe), Handling, Gewicht, polarisierendes Design. Schwächen: bei kurzen Stößen unsensibel ansprechende Federelemente, leicht rubbelnde Vorderradbremse, TractionControl greift bei niedrigen Drehzahlen nicht zuverlässig ein, Tacho eilt stark vor, Spritverbrauch. Außerdem musste das Kennzeichen gegen Verlust durch Vibrationen gesichert werden. Mein nächstes Wunschmotorrad: KTM 1290 SD, Baujahr 2018 – aber bitte ohne Keyless-System, das wäre für mich ein Grund, sie nicht zu kaufen.
Dietmar Michel

Nach einer Probefahrt im Jahr 2015 war für mich klar – so eine Maschine muss ich haben!! Dies, obwohl ich eigentlich gar kein Motorrad kaufen wollte. Bin direkt von der KTM-Vertretung in die Dolomiten und zurück zum ersten Service gefahren – vier Tage, 1.746 km. Heute zeigt der km-Zähler 20.776, und ich bin noch genauso begeistert wie am ersten Tag. Bis heute musste ich nur für die vorgeschriebenen Services und die Reifenwechsel in die Garage. Beim Reifenwechsel hat der Mechaniker immer auch die Kupplung entlüftet, da die Kupplung nach rund 3.000 bis 5.000 km schlechter trennte. Und vor ein paar Wochen hatte sich die Ablassschraube fürs Kühlwasser leicht gelöst, wodurch kleine Mengen Kühlwasser auf den Auspuffkrümmer getropft sind. Positiv: Das Design ist stimmig und sieht mit dem Gitterrohrrahmen und der Einarmschwinge einfach „geil“ aus. Das Motorrad ist schlank, die Sitzposition ist locker, aufrecht, mit angenehmem Kniewinkel. Der Motor ist einfach eine Wucht. Man hat nie Stress, alles funktioniert im mittleren Drehzahlbereich und das bei sportlicher Gangart. Für größere Touren hatte ich bis jetzt immer einen normalen Rucksack dabei. Nun habe ich die Seitentaschen von KTM gekauft. Was finde ich nicht so toll? Autobahn fahren. Es fehlt ein effektiver Windabweiser. Zudem verzichte ich freiwillig auf einen Tankrucksack, da der Tank selbst schon relativ hoch aufragt. Aber das wär’s dann auch schon. Bin wirklich happy mit diesem Töff.
Kurt Spälti

Meine Super Duke hat das Werk in Mattighofen im März 2015 verlassen. Was mir negativ aufgefallen ist, dass sich der Deckel vom hinteren Bremsflüssigkeitsbehälter bereits nach den ersten 500 km gelockert hatte durch die Vibrationen. Meine Super Duke hat aktuell 14.000 km gelaufen. Wenn ich das Motorrad schiebe bzw. rangiere und den Lenker einschlage, dann rubbelt und knarzt die vordere Bremse. Beim Fahren jedoch merke ich nicht, dass die Beläge schleifen. Die Bremse funktioniert gut. Bei km-Stand 9.000 war der Kühlmittelausgleichsbehälter leer. Nach erneutem Auffüllen war seitdem kein Verlust mehr festzustellen. Die Sitzposition ist gerade für größere Leute perfekt. Die Sitzbank ist allerdings etwas hart für längere Touren. Ein weiterer Mangel: sich ansammelndes Wasser am Exzenter der hinteren Radachse. Das Wasser kann nirgends entweichen, und das Radlager fängt an zu rosten. Ab Baujahr 2016 ist wohl am untersten Punkt der Schwinge eine 3-mm-Bohrung eingebracht, sodass Wasser dort abfließen kann. Ich habe daraufhin bei 5.000 km auch an dieser Stelle ein 3-mm-Loch gebohrt, und es trat sofort Wasser aus! Ein Lagerschaden hat sich bei mir bisher zum Glück nicht bemerkbar gemacht. Sie läuft immer noch prima. Keine komischen Neben-geräusche. Kein Ölverbrauch. Kein außerplanmäßiger Werkstattaufenthalt. Der Motor macht nach wie vor Spaß wie am ersten Tag. Er drückt in jeder Lebenslange mächtig voran. Die Fußrasten sind für meinen Geschmack zu rutschig. Trotz allem gibt es meinerseits nichts weiter zu meckern. Die 2015er Super Duke ist mir ans Herz gewachsen, und ich werde sie noch lange Zeit fahren. So viel ist sicher.
Nicolas Helmbrecht

Foto: 1000PS Marktplatz-App
Die Auswahl könnte bei so vielen 1290 Super Duke R Angeboten schwer fallen.
Die Auswahl könnte bei so vielen 1290 Super Duke R Angeboten schwer fallen.

Preisvergleich gebrauchter KTM 1290 Super Duke R

'The Beast' ist wie eine Granate im Markt eingeschlagen und erfreut sich einer großen Beliebtheit im Naked Bike Segment. Dementsprechend hoch ist die Auswahl am Gebrauchtmarkt, außerdem hat man die Wahl zwischen serienmäßigen Super Duke R's und Exemplaren mit reichlich Zubehör wie den KTM PowerParts. Hier ein Preisvergleich gebrauchter KTM 1290 Super Duke R: gebrauchte KTM 1290 Super Duke R in Deutschland.

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