MotoGP-Champion Marc Marquez testet F1-Rennwagen

Testfahrt mit einem Red Bull RB8

Der 25-jährige Spanier wurde von Runde zu Runde schneller und leistete sich den ganzen Vormittag keinen einzigen Dreher.
Einmal ein Formel 1-Rennauto zu fahren war ein langgehegter Traum von MotoGP-Champion Marc Márquez.Am Dienstag (5.6.2018) ging dieser Traum für den Spanier in Erfüllung.Er durfte auf dem Red Bull-Ring in Spielberg einen F1-Renner testen.Der vierfache MotoGP-Champion Marc Márquez hatte dabei sichtlich Spaß.
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Der vierfache MotoGP-Champion Marc Márquez hat auf dem Red Bull Ring für einige Stunden sein Einsatzgerät gewechselt und in einem Formel-1-Auto mächtig Gas gegeben.

Einmal ein Formel 1-Rennauto zu fahren war ein langgehegter Traum von MotoGP-Champion Marc Márquez. Am Dienstag (5.6.2018) ging dieser Traum für den Spanier in Erfüllung. Er durfte auf dem Red Bull-Ring in Spielberg einen F1-Renner testen.

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Testrunden mit einem Red Bull RB8 von 2012

Motorradweltmeister in einem Formel-1-Rennwagen. Neu ist das nicht, John Surtees wagte diesen Schritt 1961 und wurde drei Jahre später – als bis heute einziger Fahrer – nach zwei Rädern auch mit vier Weltmeister der Königsklasse. Mike Hailwood und Johnny Cecotto schafften es ebenfalls bis zur Formel 1, Valentino Rossi machte vielversprechende Testfahrten und liebäugelte mit einem Wechsel, blieb aber doch bei den Motorrädern. Jorge Lorenzo hat auch bereits einen Formel-1-Test hinter sich, und nun gesellte sich auch Marc Márquez in diesen elitären Club.

Mit einem Red Bull RB8 von 2012 und einem Renault V8-Saugmotor mit 2,4 Litern Hubraum und 760 PS drehte der sechsfache Motorrad-Weltmeister und aktuelle MotoGP-Tabellenführer seine Testrunden auf dem Red Bull Ring. Als Fahrercoach hatte er Marc Webber zur Seite, und Dr. Helmut Marko und Niki Lauda schauten sich die ersten Gehversuche des Motorradweltmeisters im Formel-1-Rennwagen sehr aufmerksam an.

Marquez könnte auch F1 fahren

Dabei zeigten sich alle erstaunt. Marc Márquez über die Anbremspunkte, den Abtrieb und das eingeschränkte Schichtfeld in einem Formel-1-Rennwagen, die beiden Manager von Red Bull und Mercedes über die Lernfähigkeit und den Speed des 25-jährigen Spaniers. Denn er wurde von Runde zu Runde schneller und leistete sich den ganzen Vormittag keinen einzigen Dreher. Nach den ersten Runden strahlte der Spanier: „Es ist ein unglaubliches Gefühl, mit dem Auto zu fahren, vor allem der Anpressdruck und die Geschwindigkeit, mit der man die Kurven nehmen kann, sind beeindruckend, aber meinen Nacken spüre ich jetzt schon.“

Foto: Markus Berger Red Bull-Content-Pool
Marquez könnte auch in der F1 Karriere machen.
Marquez könnte auch in der F1 Karriere machen.

Mark Webber fiel auf: „Er nimmt alles auf und setzt es um. Er stellt die richtigen Fragen, er weiß, wie man ein Data-Recording liest und er hat die richtige Einstellung.“

Es sollte nur zum Spaß sein, und derzeit verneint Márquez ganz klar, dass er umsteigen könnte. Aber die Formel 1 könnte ganz dringend eine neue Zugnummer gebrauchen, und alle drei Ex-Formel-1-Fahrer bestätigten, dass Márquez das Talent hat, ganz an die Spitze zu kommen.

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